Diese Webseite verwendet ausschließlich für die Funktionen der Website zwingend erforderliche Cookies.
Konrad Nabel: Von Island lernen
Sozialdemokratischer Informationsbrief Kiel, 19.06.2002, Nr.: 080/2002Konrad Nabel:Von Island lernenDas Thema Energie stand im Mittelpunkt einer Reise des Arbeitskreises Umwelt und Energie der SPD-Landtagsfraktion nach Island. Dabei ging es um Möglichkeiten der wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und politischen Kooperation zwischen Schleswig- Holstein und Island. Das Land ist ein Vorreiter bei der Nutzung der regenerativen E- nergien, vor allem der Geothermie (Erdwärme) und der Wasserkraft. Es bezieht zwei Drittel seines Energieverbrauchs aus erneuerbaren Energien und plant, ab 2003 die ersten Busse mit Brennstoffzellen auszurüsten.Die Abgeordneten tauschten sich in Island mit dortigen Parlamentariern, Wissenschaft- lern und der Industrie- und Handelsministerin aus. „Wir wollen nun prüfen, inwieweit Know-how aus dem Bereich der Geothermie Islands von unserer Wirtschaft und Wis- senschaft übernommen werden kann“, so der Vorsitzende des Arbeitskreises, Konrad Nabel. Der Bericht des schleswig-holsteinisches Landesamtes für Natur und Umwelt vom Oktober 2001 zu den Perspektiven der Geothermie in Schleswig-Holstein liefere hierzu bereits erste Grundlagen. „In unserem Bundesland bestehen hinsichtlich der Bereitstellung von Raum- und industrieller Prozesswärme nicht unerhebliche Potenzia- le. Dabei gilt es, technische, wirtschaftliche und ökologische Aspekte der oberflächen- nahen Erstwärme und der Geothermie des tiefen Untergrundes zu prüfen“, erläutert Nabel. Das geothermische Energiepotenzial liegt insbesondere im Raum Kiel- Eckernförde sowie im östlichen Hamburger Randbereich. Schleswig- HolsteinHerausgeber: SPD-Landtagsfraktion Verantwortlich: Petra Bräutigam Landeshaus Postfach 7121, 24171 Kiel Tel: 0431/ 988-1305/1307 Fax: 0431/ 988-1308 E-Mail: pressestelle@spd.ltsh.de Internet: www.spd.ltsh.de SPD -2-Auswerten wird der Facharbeitskreis isländische Erfahrungen mit dem Praxiseinsatz der Brennstoffzellen-Busse. Umgekehrt haben die schleswig-holsteinischen Gäste in Island für den Import hiesiger Windenergie- und Energiespartechnologien geworben.„Wir sind beeindruckt von den sozialen Standards in diesem Land, insbesondere, was Vereinbarkeit von Beruf und Familie betrifft“, sagt Nabel. Dass Island hier auf dem rich- tigen Weg sei, zeige die demografische Entwicklung mit hohen Geburtenraten.Ein weiteres wichtiges Thema der Gespräche war der potenzielle EU-Beitritt Islands.Vereinbart wurde ein regelmäßiger Austausch zwischen den sozialdemokratischen Parlamentariern beider Länder.