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Ekkehard Klug: Neue Lehrerbildungsangebote sollen das Verschwinde n des Unterrichtsfaches Musik verhindern
FDP Landtagsfraktion Schleswig-HolsteinPresseinformation Wolfgang Kubicki, MdL Nr. 201/2002 Vorsitzender Dr. Christel Happach-Kasan, MdL Stellvertretende Vorsitzende Kiel, Donnerstag, 20. Juni 2002 Dr. Ekkehard Klug, MdL Parlamentarischer Geschäftsführer Sperrfrist: Redebeginn Christel Aschmoneit-Lücke, MdL Joachim Behm , MdL Es gilt das gesprochene Wort! Dr. Heiner Garg, MdLBildung/Musikunterricht/Lehrerbildung Günther Hildebrand, MdLEkkehard Klug: Neue Lehrerbildungsangebote sollen www.fdp-sh.de das Verschwinden des Unterrichtsfaches Musik verhindern In der Landtagsdebatte zu TOP 14 - FDP-Antrag: Unterrichtsversorgung und Lehrerbildung im Fach Musik - erklärte der bildungspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Dr. Ekkehard Klug:„Wir brauchen in Schleswig-Holstein zusätzliche Ausbildungsangebote für Musiklehrer. Andernfalls würde das Fach Musik allmählich aus dem Schulunterricht verschwinden - und das gilt es zu verhindern!Viele Lehrkräfte, die an Schleswig-Holsteins Schulen Musikunterricht erteilen, unterrichten Musik als sogenanntes „Neigungsfach“. Für den Bereich der Grund- und Hauptschulen hat die Landesregierung die Zahl dieser Lehrer vor einiger Zeit auf mehr als 2.200 beziffert. Ein reguläres Lehramtsstudium in diesem Fach haben hingegen nur rund 800 Grund- und Hauptschullehrer absolviert. Zusammen sind es also aus beiden Gruppen etwa 3.000 Lehrkräfte, die an Grund- und Hauptschulen Musikunterricht erteilen.Wegen der Pensionierungswelle an den Schulen des Landes werden viele dieser Lehrer jedoch nach und nach aus dem Schuldienst ausscheiden. Gleichzeitig stehen aber viel zu wenige „reguläre“ Musikpädagogen als Lehrernachwuchs zur Verfügung. So haben sich zum Beispiel im Studienjahr 2001 an der Uni Flensburg nur 13 Studienanfänger im Studienfach „Musikerziehung“ (Lehramt an Grund- und Hauptschulen) eingeschrieben - und in den Vorjahren sogar noch wesentlich weniger (1998: sieben, 1999: drei, 2000: sechs).Wenn das Fach Musik nicht immer mehr aus dem Unterrichtsangebot der Schulen verschwinden soll, müssen in vermehrtem Umfang Lehrkräfte mit Musik als „Neigungsfach“ nachqualifiziert werden.Daher ist es unbedingt erforderlich, dass die mit der Musiklehrerausbildung befassten Hochschulen des Landes künftig auch entsprechendeChristian Albrecht, Pressesprecher, V.i.S.d.P., FDP Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, 1 Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431/9881488 Telefax: 0431/9881497, E-Mail: presse@fdp-sh.de, Internet: http://www.fdp-sh.de/ Zusatzqualifikationen vermitteln. Für solche zusätzlichen Ausbildungsangebote spricht sich unser Antrag aus.Wir reagieren damit auch auf die warnenden Hinweise aus dem Landesmusikrat. Der Landesmusikrat hat wiederholt auf den eklatanten Mangel an Musiklehrernachwuchs hingewiesen. Im Oktober letzten Jahres stellte er in seinem Mitteilungsblatt fest:„Die Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur stimmt insofern mit uns überein, als sie das Unterrichtsfach Musik durchaus für wichtig hält und den Lehrermangel bedauert und gern beseitigen würde. Einig ist man sich darüber, dass zahlreiche Lehrkräfte fehlen und sich dieser Mangel aufgrund der anstehenden Pensionierungswelle weiter ausdehnen wird“.Wir Liberale sind der Meinung, dass unser Land aus dieser Lagebeurteilung die Konsequenz ziehen muss. Ohne die Schaffung neuer Angebote zum Erwerb von Zusatzqualifikationen als Musiklehrer wird es in Schleswig- Holstein nicht möglich sein, das Fach Musik im Schulunterricht zu erhalten.Die Kompetenz zur Entwicklung solcher Lehrerbildungsangebote ist an der Musikhochschule Lübeck und an der Flensburger Universität vorhanden. Wer jetzt nicht rasch handelt, der verschuldet eine massive Verschlechterung der musisch-kulturellen Bildung an den schleswig-holsteinischen Schulen.“Christian Albrecht, Pressesprecher, V.i.S.d.P., FDP Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, 2 Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431/9881488 Telefax: 0431/9881497, E-Mail: presse@fdp-sh.de, Internet: http://www.fdp-sh.de/