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Angelika Birk: Landtag muss Standortentscheidung für Uniklinikum fällen!
Fraktion im Landtag PRESSEDIENST Schleswig-Holstein Pressesprecherin Claudia Jacob Landeshaus Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel Durchwahl: 0431/988-1503 Zentrale: 0431/988-1500 Telefax: 0431/988-1501 Mobil: 0172/541 83 53Landtag muss Standortentschei- E-Mail: Internet: presse@gruene.ltsh.de www.gruene-landtag-sh.de dung für Uniklinikum fällen! Nr. 187.02 / 02.08.2002Zu den Auseinandersetzungen um den Zusammenschluss der Unikliniken erklärt die wissenschafts- und gesundheitspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN, Angelika Birk:Die Entscheidung, wo das neue Uniklinikum seinen Verwaltungssitz haben wird, ist keine bloß verwaltungstechnische oder betriebswirtschaftliche Frage, sondern auch eine politische. Deshalb sollte sie nicht, wie von der Landesregierung vorgesehen, vom Vorstand des neuen Klinikums entschieden werden, sondern vom Landtag.Die bisherigen offiziellen Berechnungen weisen für das neu zu gründende Uniklinikum als Erblast derzeit ein Defizit durch einen Investitionsstau in Höhe von 545 Mio. Euro auf. Bis zum Jahr 2007 sollen sich weitere 51 Mio. Euro Schulden angehäuft haben, wenn keine Ge- genmaßnahmen erfolgen. Dies zeigt den dringenden Handlungsbedarf.Zurecht wird deshalb von der Landesregierung auch der Abbau von Medizinstudienplätzen geplant, um die Lehr- und Forschungskapazitäten zu konzentrieren und an beiden Standor- ten in jeweils bestimmten Fachgebieten außergewöhnliches Spitzenniveau zu halten.Die betriebswirtschaftlichen Ergebnisse und Prognosen der beiden Klinik-Standorte verdie- nen allerdings eine genaue Analyse: nach den offiziellen Prognose soll die Lübecker Uniklinik im nächsten Jahr mit einem Plus von fast 4 Mio. Euro abschließen, das Defizit der Kieler U- niklinik wird hingegen bei 8,2 Mio. Euro liegen und sich in den Folgejahren weiter vergrößern. Dies kann nicht allein mit der unterschiedlichen Anzahl der Studierenden an den beiden Standorten erklärt werden.Die Qualität des Studiums und damit des ärztlichen Nachwuchses hängt im wesentlichen von eines praxis- und patientenorientierten Lehre ab. Dies wurde in Lübeck modellhaft begonnen. Für eine zukunfts- und patientenorientierte Medizin ist eine solche innere Studienreform im Fach Medizin für beide Klinikstandorte unerlässlich. ***