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Flüchtlingsbeauftragter fordert Fairness im Wahlkampf
D E R L A N D T A G A SCHLESWIG - HOLSTEIN a 102/2002 Kiel, 14. August 2002Flüchtlingsbeauftragter Helmut Frenz fordert Fairness im WahlkampfKiel (SHL) – Der Beauftragte für Flüchtlings-, Asyl- und Zuwanderungs- fragen des Landes Schleswig- Holstein, Helmut Frenz, hat sich an die im Schleswig-Holsteinischen Landtag vertretenen Parteien gewandt mit dem Vorschlag, im Wahlkampf ein Fairness-Abkommen zu schließen. Der Text der vorgeschlagenen Vereinbarung lautet:„Wir erklären hiermit, im angelaufenen Wahlkampf zur Bundes- tagswahl 2002 sachlich, sensibel und problembewusst das Thema der Integration von Personen mit Migrationshintergrund und die Frage der Zuwanderung zu behandeln. Wie es für die Unterzeich- nenden selbstverständlich ist, mit einander fair umzugehen, so wer- den wir unser Handeln daran orientieren, dass es als fair gegenüber Personen mit Migrationshintergrund zu werten ist.“Helmut Frenz verspricht sich von diesem Abkommen eine Vorbildfunkti- on auch für alle anderen am Wahlkampf beteiligten Parteien. „Ich hoffe, dass ein positives Signal gesetzt wird, nicht auf dem Rücken von Aus- länderinnen und Ausländern auf Stimmenfang zu gehen“, betont Frenz.In den letzten Jahren hatte es zwischen den Parteien Schleswig- Holsteins für Bundestagswahlkämpfe keine Wahlkampfabkommen mehr gegeben. Dennoch begrüßten sowohl die SPD wie auch Bündnis 90/Die Grünen und der SSW die Initiative des Flüchtlingsbeauftragten. Sie er- klärten sich bereit, einem entsprechenden Wahlkampfabkommen beizu- 2treten. CDU und FDP sind jedoch nicht bereit, das Wahlkampfabkom- men zu unterzeichenen, weil sie hierfür keine Notwendigkeit sehen. Nach Ihrer Selbsteinschätzung pflegen sie ohnehin einen fairen und an- gemessenen Umgang.Der Beauftragte für Flüchtlings-, Asyl- und Zuwanderungsfragen in Schleswig-Holstein, Helmut Frenz, bewertet es als äußerst positiv, dass die Parteien der Regierungskoalition und der SSW dem von ihm ange- regten Abkommen beizutreten bereit sind.Abschließend stellt Frenz. fest: „Ich habe den Eindruck gewonnen, dass in Schleswig-Holstein die politischen Parteien durchaus problembewusst und sensibel das Thema ,Ausländer’ im Wahlkampf angehen wollen. Dennoch werde ich sehr aufmerksam und kritisch die Vertreter der politi- schen Parteien im Wahlkampf begleiten.“Herausgeber: Pressestelle des Schleswig-Holsteinischen Landtages, Düsternbrooker Weg 70, 24105 Kiel, Postf. 7121, 24171 Kiel, Tel.: (0431) 988- Durchwahl -1163, -1121, -1120, -1117, -1116, Fax: (0431) 988-1119 V.i.S.d.P.: Dr. Joachim Köhler, Annette Wiese-Krukowska, E-Mail: Joachim.Koehler@landtag.ltsh.de Internet: www.sh-landtag.de – Presseinformationen per E-Mail abonnieren unter www.parlanet.de/presseticker