Diese Webseite verwendet ausschließlich für die Funktionen der Website zwingend erforderliche Cookies.
SSW für Diätenerhöhung um 2,9 % und Verkleinerung des Landtags
Südschleswigscher Wählerverband Schleswig-Holsteinischer Landtag im Schleswig-Holsteinischen Landtag Düsternbrooker Weg 70 D - 24105 Kiel Tel. (0431) 988 13 80 Fax (0431) 988 13 82PRESSEINFORMATION SSW-Landtagsvertretung Norderstr. 74 D – 24939 Flensburg Tel. (0461) 14 40 83 00 Fax (0461) 14 40 83 05 Kiel, den 13.11.2002 Anke Spoorendonk Es gilt das gesprochene Wort„Der Solidarbeitrag des Landtages soll darin bestehen, dass die sogenannten Null- runden in der Diätenanpassung für 2001 und 2002 nicht nachgeholt werden.“TOP 9 Änderung des Abgeordnetengesetzes und Bericht über die Angemessenheit der EntschädigungAls wir vor der Sommerpause die Empfehlungen der unabhängigen Diätenkommission debattierten,lautete die Schlussfolgerung des SSW: Wir wollen eine echte Diätenreform und diese lässt sich nichtübers Knie brechen. Der SSW will eine zukunftsweisende Reform aus einem Guss, die mit der neuenLegislaturperiode 2005 in Kraft treten soll.Das heißt im Umkehrschluss: Der Landtagspräsident muss – bis zur Verabschiedung dieses Reform-pakets – in gewohnter Weise seinen jährlichen Bericht über die Angemessenheit der Abgeordnetenent-schädigung vortragen. Dazu ist er nach dem Abgeordnetengesetz verpflichtet. Unser Präsident mussan Hand objektiver Kriterien eine angemessene Erhöhung der Abgeordnetenbezüge vorschlagen.Da wir in den letzten Jahren keine Anpassung an die Preis- und Lohnentwicklung bekommen haben,hat der Präsident jetzt eine Erhöhung von 5,7 % angeregt. Dabei wird die allgemeine Entwicklung inunserer Gesellschaft berücksichtigt. Dieser Vorschlag ist also objektiv angemessen. Dennoch sind wirder Meinung, dass in der jetzigen angespannten finanziellen Lage des Landes eine Diätenerhöhung inder Größenordnung von 5.7% nicht politisch angemessen und vermittelbar ist. Vor dem Hintergrundder allgemeinen Haushaltslage sind sehr viele Bürgerinnen und Bürger in diesem und in den kom-menden Jahren von Sparmaßnahmen der öffentlichen Hand bedroht. Das gilt für das Personal des Internet: http://www.ssw-sh.de; e-mail:info@ssw-sh.de Staates ebenso wie für die Menschen, deren Gehälter aus öffentlichen Zuschüssen gezahlt werden. Indieser Lage muss sich die Politik aus unserer Sicht solidarisch verhalten. Unserer Meinung nach sollder Solidarbeitrag des Landtages darin bestehen, dass die sogenannten Nullrunden in der Diätenanpas-sung der letzten beiden Jahre nicht nachgeholt werden.Der SSW schlägt daher vor, dass die Diäten der Landtagsabgeordneten zum 1. Januar 2003 um 2,9 %erhöht werden. Wir meinen, dass diese Erhöhung angemessen ist, weil wir über mehrere Jahre hinwegkeine Erhöhung unserer „Tarife“ bekommen haben. In diesem Punkt stimmen wir also dem Papier vonSPD und FDP zu. ABER: Dem zweiten Teil – die nochmalige Erhöhung um 2,8 % am 1.7.2003 – kön-nen wir nicht zustimmen. Nach Auffassung des SSW müssen 2003 die Diäten für 2004 und 2005 neuverhandelt werden. Nur so verbleibt das Verfahren transparent und für die Menschen im Lande nochnachvollziehbar.Der heute zu debattierende Bericht des Landtagspräsidenten ist einerseits „business as usual“. Ande-rerseits können wir nicht so tun, als hätte es in diesem Jahr nicht schon einen ersten Akt in SachenAbgeordnetendiäten gegeben – dadurch unterscheidet sich die heutige Debatte von Diskussionen derletzten Jahre. Wir haben zweierlei Hausaufgaben abzuarbeiten: Zum einen müssen wir den Auftrag er-füllen, eine grundlegende, zukunftsweisende Diätenreform herbei zu führen. Zum anderen müssen wirbeschließen, was aktuell eine angemessene Entschädigung der Abgeordneten ist. Sowohl die erste alsauch diese zweite Runde ist von einem öffentlichen Chor der Empörung begleitet worden. Wir sindaber nun einmal als einzige Gruppe in unserer Gesellschaft dazu verpflichtet, unsere Gehälter selbstfestzusetzen. Dass dieses nie ohne argwöhnische Beobachtung aus der Bevölkerung abläuft, ist nurmenschlich. Das verpflichtet uns zu einem besonders verantwortungsvollen und sensiblen Umgang mitdieser Verpflichtung. Deshalb hätten wir uns auch gewünscht, dass die Änderung des Abgeordneten-gesetzes wie in früheren Jahren fraktionsübergreifend erfolgt. Wir hoffen sehr, dass wir bis zur zwei-ten Lesung zu einer einvernehmlichen Lösung kommen. Außerdem erwarten wir, dass 2003 einegrundlegende Reform der Abgeordnetenbezüge beschlossen wird. Bis dahin hat sich hoffentlich auchdie größte Fraktion dazu durchgerungen, einer Verkleinerung des Landtages zuzustimmen. Internet: http://www.ssw-sh.de; e-mail:info@ssw-sh.de