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22.01.03 , 11:24 Uhr
B 90/Grüne

Monika Heinold zur Verwaltungsakademie Altenholz

Fraktion im Landtag PRESSEDIENST Schleswig-Holstein Pressesprecherin Es gilt das gesprochene Wort! Claudia Jacob Landeshaus TOP 4 – Neufassung des Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel Ausbildungszentrumsgesetzes Durchwahl: 0431/988-1503 Zentrale: 0431/988-1500 Dazu sagt die Parlamentarische Geschäftsführerin Telefax: 0431/988-1501 der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Mobil: 0172/541 83 53 Monika Heinold: E-Mail: presse@gruene.ltsh.de Internet: www.gruene-landtag-sh.de

Nr. 011.03 / 22.01.2003

Verwaltungsakademie Altenholz ist auf dem Weg zu einer „echten“ Hochschule
Die Notwendigkeit einer neuen gesetzlichen Grundlage für das Ausbildungszentrum für Verwaltung wird schon seit einigen Jahren diskutiert. Die Landesregierung begründet jetzt in der Vorbemerkung zum Gesetzentwurf die anstehenden Veränderungen unter anderem damit, dass gerade die Verwaltungsfachhochschule die an sie gestellten Anfor- derungen gut erfüllen muss.
Denn sie legt mit der Aus- und Fortbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowohl für das Land als auch für die Kommunen und für acht Rentenversicherungsträger die Grundlage dafür, dass Nachwuchskräfte und MitarbeiterInnen für die Funktionsebene des gehobenen Dienstes so ausgebildet werden, dass sie anschließend alle an die Ver- waltung gestellten Aufgaben optimal erfüllen können.
Die wesentliche Änderung im Gesetzentwurf ist, dass das Hochschulrecht zukünftig weitgehend Anwendung findet. Dieses begrüßt meine Fraktion außerordentlich.
Schon 1997 haben wir mit unseren Vorschlägen zur Verwaltungsstrukturreform dafür plädiert, dass sich Altenholz öffnet und mittelfristig zu einer frei zugänglichen Fachhoch- schule für öffentliche Verwaltung wird.
Dieser Schritt wird mit dem vorgelegten Gesetzentwurf noch nicht gemacht, aber es wird die Grundlage dafür gelegt, dass sich die Verwaltungsfachhochschule zu einer „echten“ Hochschule mausern kann. Die im Vergleich zu anderen Fachhochschulen bestehenden Unterschiede bleiben erst einmal bestehen. Aber Altenholz wird zukünftig auch in Fachkreisen mit zu den Hochschulen im Land ge- zählt werden müssen, denn die Ausbildung für den gehobenen Dienst findet zukünftig im Rahmen der allgemeinen Hochschulausbildung statt.
Ursprünglich hatte meine Fraktion das Ziel, aus Altenholz sehr zügig eine „normale Hochschule“ zu machen. Aber wir verschließen uns nicht vor den Erfahrungen anderer Bundesländer.
So ist Bremen diesen Weg gegangen und hat als Ersatz für die klassische Verwaltungs- ausbildung einen Studiengang „Wirtschaft und Verwaltung“ eingerichtet. Das Ergebnis ist, dass 95 Prozent der AbsolventInnen in die Privatwirtschaft gehen und nur 5 Prozent in die öffentliche Verwaltung. Nun ist Bremen darauf angewiesen, aus anderen Bundes- ländern Nachwuchskräfte anzuwerben. Dieser Weg löst also auch nicht alle Probleme.
Der Gesetzentwurf der Landesregierung findet in seiner jetzigen Form unsere Unterstüt- zung. Er schriebt auch weiterhin die Mitbestimmung der Arbeitgeber und die Auswahl der StudentInnen durch die Arbeitgeber fest und er ermöglicht, dass die StudentInnen auch weiterhin schon während ihrer Ausbildung vom Arbeitgeber bezahlt werden.
Der Innen- und Rechtsausschuss, aber nach unserer Auffassung auch der Bildungsaus- schuss, müssen nun das Konstrukt des neuen Ausbildungszentrums im Detail beraten.
Aus meiner Sicht ist die Umwandlung der Verwaltungsfachhochschule in eine Körper- schaft des öffentlichen Rechtes ein akzeptables Modell. In der Praxis wird sich dann zei- gen müssen, wie die neue Fachaufsicht des Hochschulministeriums mit dem Einfluss der Arbeitgeber auf die zukünftige Verwatungsakademie (Land, Kommunen, Rentenversiche- rungen) kooperieren kann.
Das Ministerium hat als nächsten Schritt die Reform der Studieninhalte und der Studien- form angekündigt. Dabei ist es aus meiner Sicht sehr positiv, dass zukünftig die Vernet- zung von Theorie und Praxis, die schon jetzt zur Ausbildung in Altenholz gehört, noch verbessert werden soll.
Meine Fraktion unterstützt es, dass bei der zukünftigen Ausbildungs- und Prüfungsord- nung die Ausbildung verstärkt für andere Verwaltungstätigkeiten qualifiziert und dass sie damit flexibler wird.
Ich wünsche der neuen Verwaltungsakademie viel Erfolg auf ihrem Weg hin zu einer „normalen“ Hochschule.
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