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23.01.03 , 10:29 Uhr
B 90/Grüne

Angelika Birk zur Auflösung der Schuleinzugsbereiche

Fraktion im Landtag PRESSEDIENST Schleswig-Holstein Pressesprecherin Es gilt das gesprochene Wort! Claudia Jacob Landeshaus TOP 7 – Änderung des Schulgesetzes Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel
Dazu sagt die bildungspolitische Sprecherin Durchwahl: 0431/988-1503 Zentrale: 0431/988-1500 der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Telefax: 0431/988-1501 Angelika Birk: Mobil: 0172/541 83 53 E-Mail: presse@gruene.ltsh.de Internet: www.gruene-landtag-sh.de

Nr. 018.03 / 23.01.2003 Schulbezirke auflösen: Ein diskussionswürdiger Vorschlag
Meine Fraktion begrüßt eine Diskussion um die Auflösung der Schulbezirke. Wenn die Schulen autonom ein Schulprofil entwickeln und untereinander um die besten die Mög- lichkeiten konkurrieren, dann ist es nur konsequent, wenn die Eltern für ihre Kinder eine wirkliche Wahl treffen können. Dazu müssen die Schulbezirksgrenzen aufgehoben wer- den.
Zwar sollen Schulentwicklungs- und Jugendhilfeplanung vor Ort gemeinsam konzipiert werden und darauf bauen, dass die Kinder und Jugendlichen auch dort zur Schule gehen und ihre Freizeit gestalten, wo sie wohnen. Die Kinder sind in ihrem Freizeitverhalten a- ber längst nicht mehr ortsgebunden.
Auch seitens der Behörden erfolgt leider immer noch die Jugendhilfe- und Schulentwick- lungsplanung selten aufeinander abgestimmt. Wir hoffen, dass dieses durch die vom Land unterstützten Initiativen zur Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schule, sowie zur Zusammenarbeit von Kindertagesstätten und Schulen besser wird. Eine Aufhebung der Schulbezirke verlangt dann allerdings genaue zeitnahe Beobachtung und Planungs- flexibilität.
Für die Wahl der weiterführenden Schulen gibt es ohnehin keine starren Einzugsbereiche mehr, insbesondere nicht für Gymnasien und Gesamtschulen. Jedoch auch im Grund- schulbereich gibt es aufgrund der unterschiedlichen Betreuungsangebote schon heute viele berufstätige Eltern, die durchsetzen, dass ihr Kind dort zur Schule geht, wo sie es verlässlich länger betreut wissen. Für die wenigen Schulen in freier Trägerschaft können sowieso keine starren Schulbezirke gelten. Die Gefahren: Soziale Segregation, sogar ethnische Segregation und die größeren Schwierigkeiten bei der Planbarkeit der Angebote sind uns ebenso bekannt, wie die Tat- sache, dass es in dünn besiedelten Regionen sowieso nur jeweils eine Schule in erreich- barer Nähe gibt.
Trotzdem finden wir eine ernsthafte Prüfung, die Schulbezirke aufzulösen, hilfreich, um die bisherige Praxis kritisch zu durchleuchten und pragmatische Alternativszenarien zu entwerfen.

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