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05.02.03 , 12:49 Uhr
FDP

Ekkehard Klug: Die Landesregierung muss ihre Pläne für die "Einführung der verlässlichen Grundschule" modifizieren

FDP Landtagsfraktion Schleswig-Holstein



Presseinformation Wolfgang Kubicki, MdL Vorsitzender Dr. Heiner Garg, MdL Stellvertretender Vorsitzender Dr. Ekkehard Klug, MdL Parlamentarischer Geschäftsführer Nr. 038/2003 Christel Aschmoneit-Lücke, MdL Joachim Behm , MdL Kiel, Mittwoch, 5. Februar 2003 Günther Hildebrand, MdL
Bildungspolitik/Schulen/“Verlässliche Grundschule“ Veronika Kolb, MdL


Ekkehard Klug: Die Landesregierung muss ihre



www.fdp-sh.de Pläne für die „Einführung der verlässlichen Grundschule“ modifizieren Der bildungspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Ekkehard Klug, hat heute einen Antrag für die nächste Landtagssitzung vorgelegt, in dem die Landesregierung aufgefordert wird, ihre Pläne zur „Einführung der Verlässlichen Grundschule“ zu überarbeiten.
Nach seinen Vorschlägen soll die Vorgabe eines starren Zeitrahmens entfallen. Außerdem sollen die für die Einführung der „Verlässlichen Grundschule“ in der 1. Phase – im Hamburger Umland - vorgesehenen 50 Lehrerstellen auf die betroffenen Schulen umverteilt werden. Dies soll wahlweise a) in Stellenanteilen, b) nach dem Prinzip „Geld statt Stellen“ geschehen. Hinzu treten soll die Möglichkeit, dass die Schulen vor Ort eigenverantwortlich und flexibel gemeinsam mit den verschiedenen Trägern der Betreuungsangebote handeln können. Abschließend wird die Landesregierung aufgefordert, Mitte des Schuljahres 2003/2004 einen Erfahrungsbericht vorzulegen.
Klug nannte im Pressedienst seiner Fraktion folgende Punkte zur Begründung:
1. Die im bisherigen Regierungskonzept vorgesehenen 50 Lehrerstellen reichen nicht aus, um in der betroffenen Region (Hamburger Umland) bei Vorgabe eines starren Zeitrahmens eine sinnvolle Ausgestaltung der „Verlässlichen Grundschule“ zu gewährleisten. Im Nachbarland Hamburg wurden für die Einführung der „Verlässlichen Halbtagsgrundschule“ ausweislich des Abschlussberichts der Hamburger Schulbehörde (Seite 8) hierzu 465 Lehrerstellen benötigt und eingesetzt.
2. Die im bisherigen Regierungskonzept enthaltenen Vorgaben sind selbst in Schulen mit durchschnittlichen Klassenfrequenzen von mehr als 23 Schülern nur dann einzuhalten, wenn alle Stunden, die bislang für Förder- und Differenzierungsmaßnahmen (Deutsch für Ausländerkinder, Förderstunden für Kinder mit Lese-Rechtschreib-Schwäche u.ä.), Arbeitsgemeinschaften, Christian Albrecht, Pressesprecher, V.i.S.d.P., FDP Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431/9881488 Telefax: 0431/9881497, E-Mail: presse@fdp-sh.de, Internet: http://www.fdp-sh.de/ Psychomotorik o.ä. eingesetzt werden, vollständig zur Sicherung des vorgegebenen Zeitrahmens verwendet werden. Damit aber würden sowohl die Umsetzung vorhandener Schulprogramme als auch die Sicherung eines in vielen Bereichen unabweisbaren pädagogischen Förderbedarfs verhindert.
3. Vorhandene Betreuungsangebote (Betreute Grundschule, Horte) würden gefährdet, sofern man diese nicht vor Ort auf sinnvolle Weise in das Konzept zur Einführung verlässlicher Grundschulzeiten einbezieht.
4. Vergleichsweise „teure“ Lehrerstunden sollten nicht im bislang vorgesehenen Umfang für Ergänzungs- und Betreuungszeiten eingesetzt werden, sondern müssen - unter Beibehaltung einer hinreichenden Vertretungsreserve - vorrangig Unterrichtszwecken dienen.

Anlage: Antrag zur Landtagssitzung



Christian Albrecht, Pressesprecher, V.i.S.d.P., FDP Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431/9881488 Telefax: 0431/9881497, E-Mail: presse@fdp-sh.de, Internet: http://www.fdp-sh.de/ SCHLESWIG-HOLSTEINISCHER LANDTAG Drucksache 15/ #N!# 15. Wahlperiode 04.02.2003



Antrag
der Fraktion der FDP



Ausgestaltung des Regierungsprogramms "Einführung der Verlässlichen Grundschule"



Der Landtag wolle beschließen:
Der Schleswig-Holsteinische Landtag fordert die Landesregierung auf, ihre Planungen zur schrittweisen Einführung der „Verlässlichen Grundschule“ in Schleswig-Holstein wie folgt zu modifizieren:
1. Auf die Vorgabe eines starren Zeitrahmens für die „Verlässliche Grundschule“ wird verzichtet.
2. Die für die Einführung der „Verlässlichen Grundschule“ in der 1. Phase – im Hamburger Umland - vorgesehenen 50 Lehrerstellen werden auf die betroffenen Schulen umverteilt, und zwar wahlweise a) in Stellenanteilen, b) nach dem Prinzip „Geld statt Stellen“.
3. Die Schulen werden beauftragt, in eigener Verantwortung mit den ihnen zugewiesenen Ressourcen und unter Einbeziehung der örtlich seitens der Kommunen, Elterninitiativen oder anderer Träger bereitgestellten Betreuungsangebote in geeigneter Form einen verlässlichen Zeitrahmen für die Grundschulzeit bei wahlweise gegen Kostenbeteiligung zusätzlich verfügbaren Betreuungsmöglichkeiten sicherzustellen. Im Unterrichtsangebot ist dabei für alle Schüler vorrangig eine schulische Regelversorgung zu gewährleisten.
4. Die Landesregierung wird beauftragt, dem Landtag zur Mitte des Schuljahres 2003/04 darüber zu berichten, in welcher Form und in welchem Umfang die Schulen im Rahmen dieses Konzeptes die dargestellte Aufgabe eigenverantwortlich wahrgenommen haben (Erfahrungsbericht zur Einführung der „Verlässlichen Grundschule“).
Dr. Ekkehard Klug und Fraktion Christian Albrecht, Pressesprecher, V.i.S.d.P., FDP Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431/9881488 Telefax: 0431/9881497, E-Mail: presse@fdp-sh.de, Internet: http://www.fdp-sh.de/

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