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Uwe Greve: Initiative für ein jährliches Literaturfestival in Schleswig-Holstein
Nr. 71/03 07. Februar 2003 IM SCHLESWIG-HOLSTEINISCHEN LANDTAG PRESSEMITTEILUNG PARLAMENTARISCHER GESCHÄFTSFÜHRER Heinz Maurus Landeshaus, 24100 Kiel Telefon 0431-988-1440 Telefax 0431-988-1444 E-mail: info@cdu.ltsh.de Internet: http://www.cdu.ltsh.deKulturpolitik Uwe Greve: Initiative für ein jährliches Literaturfestival in Schleswig- Holstein Schleswig-Holstein braucht in einer Zeit ständig wachsenden nationalen und internationalen Wettbewerbs dringend neue Impulse.Eine Idee, die Schleswig-Holstein zusätzlich wirtschaftlichen und kulturellen Schwung verschaffen kann, ist ein jährlich stattfindendes Literaturfestival.Es soll: - Schleswig-Holstein als Kulturland stärken, - den Tourismus und ihm nahestehende Wirtschaftszweige ankurbeln, - die Bedeutung des Buches für Bildung und Freizeit erhöhen, - Kinder und Jugendliche an Bücher heranführen.In einzelnen Schritten soll ab 2005 ein Literaturfestival entwickelt werden, das dem Musikfestival an Bedeutung nicht nachsteht.Es soll nach und nach alle wesentlichen Gattungen von Literatur und Buch umfassen: Roman, Erzählung, Novelle, Lyrik, populäre Sachbücher aller Sparten von der Geschichte bis zu den Naturwissenschaften, Biographie und Autobiographie, Reisen und Abenteuer, Kriminalroman, Science Fiction, Frauen-, Sport- und Kinderliteratur, um nur die wichtigsten zu nennen. Auch soll die humoristische Literatur ihren Platz haben.Zum Festival sollen Dichter, Schriftsteller und Autoren all dieser Gattungen eingeladen werden, sowohl aus Deutschland, Österreich und der Schweiz als auch als Staaten außerhalb des deutschen Kulturkreises.Uwe Greve: „Als Höhepunkt stelle ich mir Lesungen von Nobelpreisträgern und Friedenspreisträgern des deutschen Buchhandels vor. Neben Lesungen solle Autoren-Gespräche, Diskussionsrunden, Autogrammstunden, Werkstattveranstaltungen und Gespräche mit Verlegern stattfinden. Kombiniert werden kann dies in jährlicher schrittweiser Erweiterung mit Jahrestagungen von Literaturgesellschaften, Verlagspräsentationen, der Vorstellung von Frühjahrs- Neuerscheinungen, einer mehrtägigen Antiquariatsmesse und Buchpräsentationen von Verlegern.“Die einzelnen Literaturgattungen sollen in attraktiven Groß-, Mittel- und Kleinstädten jeweils schwerpunktmäßig ihre Veranstaltungen durchführen, zum Beispiel Lyrik in Eutin oder Geschichtsliteratur in Schleswig. Repräsentative Räume in Hotels, Säle in Herrensitzen, öffentliche Bibliotheken, Ratssäle, aber auch Schulen sollen als lokale Veranstaltungsorte dienen.Uwe Greve: Nachdenkenswert ist es, ob das jährliche Festival unter ein Leitmotto gestellt werden oder auf eine solche Fixierung lieber verzichtet werden soll.“Die vielfältigen über das ganze Jahr verteilten gegenwärtigen Literaturaktivitäten in Schleswig-Holstein – vom Nordkolleg über das Kieler Literaturhaus bis EUTERPE – sollen selbstverständlich erhalten bleiben. Gefragt sein aber wird der Rat und die Mitwirkung ihrer führenden Persönlichkeiten bei der Entwicklung und Durchführung des Literaturfestivals.Die angestrebte Besucherzahl wird anfangs bei etwa 40.000 liegen, soll sich aber bei voller Entwicklung aller Festivalteile auf bis zu 100.000 ausweiten.Nach der vom Land zu finanzierenden Anschubphase kann sich ein Literaturfestival aus Eintrittsgeldern und über Groß- und Kleinsponsoren selbst tragen. Eingesetzte Landesmittel refinanzieren sich aber durch zusätzliche Steuereinnahmen.Eine gute Zeit für ein solches Literaturfestival wäre die letzte April- und die erste Maiwoche.