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28.02.03 , 15:10 Uhr
B 90/Grüne

Angelika Birk zu Ganztagsschulen

Fraktion im Landtag PRESSEDIENST Schleswig-Holstein Pressesprecherin Claudia Jacob Landeshaus Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel
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Nr. 054.03 / 28.02.2003


Wir wollen Ganztagsschulen mit pädagogischem Konzept und keine Verwahranstalten mit Suppenküche!
Vor den Verhandlungen über das Vier-Milliarden-Euro-Programm für neue Ganztags- schulen erklären Grietje Bettin, bildungspolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion und Angelika Birk, bildungspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen:
Mit dem Vier-Milliarden-Euro-Programm für neue Ganztagsschulen macht die rot-grüne Bundesregierung Schluss mit einer deutschen Eigenheit: Kaum ein anderes Land setzt seine SchülerInnen bereits mittags vor die Schultür. Der konsequente Ausbau des Ganz- tagsangebotes ist eine angemessene Reaktion auf das schlechte deutsche Abschneiden bei der PISA-Studie. Bisher ist unser Schulsystem eines der unsozialsten der Welt: Arme Kinder haben viel schlechtere Chancen auf das Abitur als Professorensöhne. Deshalb stellen wir an die Umsetzung des Vier-Milliarden-Projekts konkrete Forderungen:
Wir wollen Ganztagsschulen mit pädagogischem Konzept und keine Verwahranstalten mit Suppenküche! Die Schülerinnen und Schüler im 45-Minuten-Takt bis in den späten Nachmittag durch- pauken zu lassen oder nur eine Kletterwand bereitzustellen reicht nicht aus. Erfolgreiche Bildungsprozesse brauchen ein pädagogisches Konzept. Eine unabhängige nationale Qualitätsagentur hilft den Ländern, gemeinsame Standards auch für den Ganztagsbe- reich zu entwickeln und zu überprüfen. Die Schulen brauchen Freiheit! Die Länder müssen nun die Richtlinien für die Vergabe der Mittel möglichst offen gestal- ten, damit die Schulen ihr pädagogisches Konzept eigenverantwortlich auf die Bedürfnis- se vor Ort abstimmen können. Eine Schule in Kiel muss anders arbeiten als eine Schule auf der Insel Sylt.
Die Ganztagsangebote müssen vor allem in sozialen Brennpunkten ausgebaut werden! Sie helfen, Familie und Beruf miteinander zu vereinbaren und unterstützen die Arbeit der Jugendhilfe. Auch das ist ein Beitrag zur sozialen Chancengleichheit.
Das Geld muss wirklich bei den Schulen ankommen! Wir unterstützen daher, dass die Finanzspritze als zweckgebundene Investitionshilfe be- reitgestellt und nicht über eine Umverteilung der Umsatzsteuer geleistet wird. D

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