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Zweite Phase der Lehrerbildung
Südschleswigscher Wählerverband Schleswig-Holsteinischer Landtag im Schleswig-Holsteinischen Landtag Düsternbrooker Weg 70 D - 24105 Kiel Tel. (0431) 988 13 80 Fax (0431) 988 13 82PRESSEINFORMATION SSW-Landtagsvertretung Norderstr. 74 D – 24939 Flensburg Tel. (0461) 14 40 83 00 Fax (0461) 14 40 83 05 Kiel, d. 28.08.2003 Es gilt das gesprochene WortTOP 26 Zweite Phase der Lehrerbildung (Drs. 15/2842) Anke Spoorendonk: Während Punkt 1 des vorliegenden FDP-Antrages noch als „ergebnisoffen“ verstanden wer-den kann, wird in den Punkten 2 und 3 eindeutig die Richtung vorgegeben. Ich wage also zubehaupten, dass es dem Kollegen Klug um nichts anderes als um den Erhalt der Regionalse-minare des alten IPTS geht. Das ist legitim. Trotzdem hätte ich mir gewünscht, wenn diesesklar zum Ausdruck gekommen wäre. Stattdessen werden Behauptungen aufgestellt, die es insich haben. - „Die mit einer Verlagerung der Referendarausbildung an die Schulen verbunde-ne Atomisierung der Ausbildung und die Vereinzelung der Lehramtsanwärter und Referenda-re im Ausbildungsprozess bergen damit in sich das Risiko einer Entprofessionalisierung, d.h.einer Verschlechterung der Lehrerbildung“, heißt es zum Beispiel. - Wieso eigentlich, könnteman hier fragen.Hinzu kommt, dass der Kollege Klug von vornherein davon ausgeht, dass die von der Lan-desgierung gewollte Reform der zweiten Phase der Lehrerbildung „erhebliche Kosten nachsich ziehen bzw. eine große Zahl von Lehrstellen in Anspruch nehmen würde.“Damit meine ich nicht, dass es keine relevante Frage ist, nach den Kosten der Reform zu fra-gen. Im Gegenteil, die Frage ist wichtig, weil keiner von uns mit Strukturänderungen zufrie-den sein kann, die nur auf dem Papier funktionieren. Internet: http://www.ssw-sh.de; e-mail:info@ssw-sh.de Die Reform der Lehrerbildung ist ein Projekt das nunmehr seit zwei Jahren weiterentwickeltwird. Ein Blick ins Lernnetz Schleswig-Holstein belegt weiterhin, dass viele daran mitwirken.Das haben wir schon in früheren Debatten zu diesem Thema begrüßt, weil es ganz einfachnicht möglich sein wird, wenn keine Akzeptanz vorhanden ist.Seit Februar diesen Jahres gibt es nun das neue Institut für Qualitätsentwicklung an SchulenSchleswig-Holstein (IQSH). Damit sind auch die Weichen für die zweite Phase der Lehrerbil-dung neu gestellt worden. Aus einer Pressemitteilung der Bildungsministerin vom 22.08. gehtnoch mal in aller Kürze hervor, was die Inhalte der Reform sind. Daher sage ich: Aus Sichtdes SSW macht es Sinn, dass die Ausbildung von Lehrkräften künftig an den Hochschulenund an den Schulen stattfinden soll. Nur so werden wir eine bessere Verzahnung von Theorieund Praxis hinbekommen. Was nicht heißt, dass die Regionalseminare keine gute Arbeit ge-leistet haben. Darum geht es nicht.Wenn wir aber davon ausgehen, dass sich die Aufforderungen an unsere Schüler in den letz-ten Jahren verändert haben - und alle PISA-Debatten des Landtages haben dies parteiübergrei-fend bestätigt - dann muss auch die Lehrerbildung geändert und modernisiert werden. Darangeht aus Sicht des SSW kein Weg vorbei.Das IQSH soll künftig für die Qualitätsentwicklung der Schulen zuständig sein. Es ist daherfolgerichtig zu sagen, dass ein wesentlicher Aspekt darin besteht, die Ausbilder für ihre Auf-gabe zu qualifizieren und dass die Schule selbst somit stärker zum Ort der Ausbildung wird.Durch die wirksamere Integration der Referendare in den Schulen wird sich die Lehrerbildungkonsequent an der Schulpraxis orientieren. Richtig ist unserer Meinung nach auch, dass dasIQSH verstärkt die fachspezifischen und laufbahnbezogenen Teile der Lehrerbildung über-nimmt. Dadurch wird sichergestellt, dass die kleinen Fächer nicht hinten runter fallen. Dabeidenke ich unter anderem an den Unterricht in den Minderheitensprachen Friesisch und Dä-nisch, die aus unserer Sicht weiter gestärkt werden müssen. Internet: http://www.ssw-sh.de; e-mail:info@ssw-sh.de