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Jürgen Weber zu TOP 25: Neues Museumsprojekt finanziell nicht zu verantworten
Sozialdemokratischer Informationsbrief Kiel, 29.08.2003 Landtag Es gilt das gesprochene Wort! aktuell Sperrfrist: RedebeginnTOP 25 – Haus der GeschichteJürgen WeberNeues Museumsprojekt finanziell nicht zu verantwortenWir haben uns den Beschluss, in dieser Legislaturperiode das Projekt „Haus der Ge- schichte für Schleswig-Holstein“ nicht weiterzuverfolgen, nicht leicht gemacht. Aber an- gesichts der finanziellen Möglichkeiten des Landes kann zur Zeit der Einstieg in ein neues kostenträchtiges Museumsprojekt nicht verantwortet werden.Dabei möchte ich betonen, dass ein Landes-„Haus der Geschichte“ unserer Auffassung nach keine Einrichtung ist, die man der Kategorie „nice to have“ zuordnen könnte also wünschenswert, aber auch verzichtbar. Gerade in Schleswig-Holstein gibt es besonders gute Gründe dafür, die Geschichte unseres Landes und die Geschichte der Menschen in unserem Land auf dem dornenreichen Weg in eine demokratische Gesellschaft nachzuzeichnen und museal zu präsentieren. Das Desiderat eines solchen Museums bleibt. Doch wir werden einen längeren Atem benötigen.Auch wenn wir dieses Vorhaben aus finanziellen Gründen erst einmal auf Eis legen müssen, so waren die bisherige Diskussion und die bisherigen Anstrengungen ja nicht vergebens: Uns liegt das Konzept einer Kommission ausgewiesener Experten vor. Und wir haben nicht zuletzt eine öffentliche und geschichtspolitische Diskussion angestoßen, wenn diese auch etwas zuviel über das wo als über das wie geführt wurde. Diese Vorarbeiten bleiben auch die Basis für künftige Überlegungen. Schleswig- HolsteinHerausgeber: SPD-Landtagsfraktion Verantwortlich: Petra Bräutigam Landeshaus Postfach 7121, 24171 Kiel Tel: 0431/ 988-1305/13 07 Fax: 0431/ 988-1308 E-Mail: pressestelle@spd.ltsh.de Internet: www.spd.ltsh.de SPD -2-Der vorliegende Antrag der Kolleginnen Schwarz und Spoorendonk möchte nun eine neue Organisation schaffen, die Geld sammelt, einen Beirat schafft und sich selbst Räumlichkeiten beschafft. Diese, wie sie es nennen, „Organisationsform“ soll Sponso- rengelder, Projektmittel und gar EU-Fördergelder einnehmen für ein Projekt, das es konkret noch gar nicht gibt, geschweige denn einen Standort hat. Ich kenne nur Spon- sorenzusagen, die sich auf eine der Bewe rberstädte beziehen.Und wie Sie EU-Fördergelder einnehmen wollen, ohne ein beschlossenes Projekt zu haben, ist mir nun völlig unklar. Wozu wir einen neuen Beirat brauchen, kann ich ge- nauso wenig einsehen. Wenn einzelne Museen im Land aus dem „Themenkatalog“ ei- nes Hauses der Geschichte Ausstellungen machen wollen, brauchen unsere Fachleute im Land dafür keinen neuen Beirat.Schließlich findet in dem Antrag das Stichwort der „virtuellen Begleitung“ Erwähnung. Bei allem Respekt vor den verschiedenen Geschichts-Homepages im Land und den dort gesammelten Informationen: Ein virtuelles Museum, virtuelle Geschichte ist doch ein bisschen was anderes und auch nicht zum Nulltarif zu haben.Ich fasse zusammen: Der vorliegende Antrag beinhaltet keinen Vorschlag, der für das gemeinsame Ziel von Nutzen ist.