Diese Webseite verwendet ausschließlich für die Funktionen der Website zwingend erforderliche Cookies.

Datenschutzerklärung

29.08.03 , 15:44 Uhr
SSW

Haus der Geschichte: Den Faden richt abreißen lassen

Südschleswigscher Wählerverband Schleswig-Holsteinischer Landtag im Schleswig-Holsteinischen Landtag Düsternbrooker Weg 70 D - 24105 Kiel Tel. (0431) 988 13 80 Fax (0431) 988 13 82

PRESSEINFORMATION SSW-Landtagsvertretung Norderstr. 74 D – 24939 Flensburg Tel. (0461) 14 40 83 00 Fax (0461) 14 40 83 05

Kiel, den 29.08.2003 Anke Spoorendonk Es gilt das gesprochene Wort
„Wir dürfen den Faden nicht abreißen lassen.“

TOP 25 Haus der Geschichte (Drs. 15/2841)

Die Debatte um ein schleswig-holsteinisches „Haus der Geschichte“ fand in den letzten zwei
Jahren sowohl im Plenum des Landtages als auch im Bildungsausschuss statt. Es liegen uns
weiterhin vor: ein Bericht der Landesregierung, der Abschlussbericht einer Expertenkommis-
sion, die Dokumentation einer öffentlichen Veranstaltung des Bildungsausschusses, die Bi-
lanz des virtuellen Bürgerforums der Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte
und die Bewerbungen dreier Städte. Und schließlich liegen uns viele Briefe von Bürgern vor,
die sich für diese Sache engagieren.

Kurz und gut: Die Debatte hat nicht gerade unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattgefunden.
Daher haben wir außerordentlich bedauert, dass die Konklusion der SPD am 20. Mai lautete:
Außer Spesen, nichts gewesen - aber vielen Dank an alle die sich an der Projektarbeit und der
landesweiten Diskussion beteiligt haben. Daher haben wir uns sehr gefreut, dass die Kollegin
Schwarz die Initiative ergriffen hat, um das „Haus der Geschichte“ in angemessener Weise in
den Landtag zurück zu holen. Und daher ist es auch ebenso putzig wie interessant gewesen,
dass die Kollegen Fischer, Weber und Birk sich am vergangenen Freitag als heiße Verfechter
eines Hauses der Geschichte in Kiel geoutet haben.

Das ist auch gut so, denn wir haben es mit einem unerledigten Arbeitsauftrag zu tun, der sich
nicht durch eine Pressemitteilung der SPD erledigen lässt. Eben so sah es aber aus, als sie mit 2



Verweis auf die angespannte Haushaltssituation des Landes alle Überlegungen in Sachen
„Haus der Geschichte“ bis irgendwann zwischen 2005 und 2010 auf Eis gelegt hat.

Vor dem Hintergrund der intensiven politischen und öffentlichen Diskussion ist es aber nicht
im Sinne des Landtages zu sagen: „ Schön, dass wir einmal darüber geredet haben“. Deshalb
haben sich die Sprecher der Fraktionen ja auch im Frühjahr zusammengesetzt, um gemeinsam
einen Vorschlag zu erarbeiten. Es sollten Strukturen gefunden werden, die trotz der fehlenden
Mittel dazu geeignet sind, den Faden nicht abreißen zu lassen. Es war klar, dass es vorläufig
nicht möglich sein wird, ein „richtiges“ Museum an einem bestimmten Standort einzurichten.
Daher war das Ziel unserer gemeinsamen Überlegungen, vorläufige Strukturen zu schaffen, die keine späteren Entscheidungen vorwegnehmen. Alle waren sich einig, dass dies ein gang-
barer Weg wäre. Vor diesem Hintergrund war es schon enttäuschend, dass daraus nichts wur-
de, weil die SPD mit ihrem Fraktionsbeschluss dem gemeinsamen Ansinnen die Luft nahm.

Aus den schon erwähnten Gründen sind wir aber dennoch der Meinung, dass Handlungsbe-
darf besteht. Wir schlagen deshalb die Umsetzung von drei Kernpunkten vor, die jetzt schon
angegangen werden können: 1.) die Schaffung eines formalen Rahmens für die Weiterarbeit
an einem „Haus der Geschichte“. Es muss möglich sein, Sponsorengelder zu parken und Pro-
jektmittel anzuwerben. 2.) soll auch die museumsfachliche Arbeit weiter geführt werden,
denn das Interesse für ein solches Museum ist groß – das wissen wir ja jetzt schon. 3.) Es
muss möglich gemacht werden, Exponate zu sammeln und zu deponieren, daher der Wunsch
nach einer „Operationsbasis“. Außerdem sollte es möglich sein, sozusagen als „dezentrales
Haus der Geschichte“ Ausstellungen zu organisieren– u.a. mit Hilfe der genannten Sponso-
rengelder.

Das vom Landtag einstimmig beschlossene Projekt „Haus der Geschichte“ muss in ein geord-
netes Verfahren hinein gebracht werden. Das ist die Intention unseres Antrages. Das schulden
wir nicht zuletzt den Bewerbern um ein solches Museum. Wir schulden es aber auch uns
selbst als Parlament, wenn wir uns denn ernst nehmen.


www.ssw-sh.de - info@ssw-sh.de

Download PDF

Pressefilter

Zurücksetzen