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17.09.03 , 15:19 Uhr
CDU

Jost de Jager: OECD-Studie führt zu falschen Folgerungen für Hochschulen

Nr. 378/03 17. September 2003
IM SCHLESWIG-HOLSTEINISCHEN LANDTAG
PRESSEMITTEILUNG PRESSESPRECHER Torsten Haase Landeshaus, 24100 Kiel Telefon 0431-988-1440 Telefax 0431-988-1444 E-mail: info@cdu.ltsh.de Internet: http://www.cdu.ltsh.de

Hochschulpolitik Jost de Jager: OECD-Studie führt zu falschen Folgerungen für Hochschulen Die neue Bildungsstudie der OECD könne für den Hochschulbereich zu falschen Schlussfolgerungen führen. Darauf wies der hochschulpolitische Sprecher und stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Jost de Jager, MdL, am Mittwoch in Kiel hin. Das Problem des Hochschulwesens in Deutschland und Schleswig-Holstein sei nicht die zu geringe Zahl von Studierenden sondern die Unterfinanzierung von Universitäten und Fachhochschulen. Bildungsbeteiligung sei nicht mehr das Thema. Ziel der Hochschulpolitik der CDU sei nicht die Steigerung der Quantität an Studierenden, sondern die Qualität von Forschung und Lehre.
Eine rein quantitative Beschreibung erwecke einen falschen Eindruck. Auch in anderen OECD-Ländern seien nicht 47 % eines Jahrgangs an Fachhochschulen und Universitäten eingeschrieben. Vielmehr gebe es im Ausland einen anderen Begriff von Studium, der Angebote der verschulten beruflichen Bildung beinhalte. In Deutschland gelten die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II sowie Teilnehmer der beruflichen Bildungsgänge grundsätzlich nicht als Studenten, im Ausland mitunter hingegen doch.
„Eindeutigen Handlungsbedarf gibt es in Deutschland hinsichtlich der Abbrecherquote und der Studiendauer. Dies hat sowohl etwas mit einer falschen Studienwahl als auch mit einer nachteiligen Betreuungsrelation an vielen Hochschulen zu tun,“ so de Jager.
Seiner Meinung nach sei der Zusammenhang zwischen Bildungssystem und Wirtschaftswachstum nicht auf die Zahlen der Teilnehmer zu reduzieren, sondern auf die Qualität der Bildung in Schule und Hochschule. Hier hätten Deutschland und Schleswig-Holstein einen klaren Nachholbedarf, wie sich durch die Abwanderung von immer mehr Studierenden und Lehrenden vor allem an die Hochschulen im englischsprachigem Raum zeige.

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