Diese Webseite verwendet ausschließlich für die Funktionen der Website zwingend erforderliche Cookies.
Klaus-Dieter Müller zu TOP 36: Wichtigstes Instrument im Technologietransfer
Sozialdemokratischer Informationsbrief Kiel, 26.09.2003 Landtag Es gilt das gesprochene Wort! aktuell Sperrfrist: RedebeginnTOP 36 – Tätigkeit der Technolgiestiftung Schleswig-HolsteinKlaus-Dieter Müller:Wichtigstes Instrument im TechnologietransferDie Technologiestiftung Schleswig-Holstein ist seit mehr als zehn Jahren einer der wichtigsten Impulsgeber unseres Landes im Technologietransfer. Ohne die TSH gäbe es in unserem Land etwa in der Oberflächentechnik und in der Informationstechnologie nicht a nnähernd die vitalen Strukturen, die wir heute vorfinden. Auch im Berichtszeit- raum wurden im Bereich der Materialwissenscha ften fünf Projekte auf den Weg ge- bracht; gleiches gilt für das Programm e-Region Schleswig-Holstein, durch das die TSH in 2002 a llein 14 Qualifizierungsprojekte fördern konnte.Seit Jahren steht Schleswig-Holstein als Gründerland auf dem Treppchen der erfolg- reichsten Bundesländer. Die TSH hat sich auch hier verdient gemacht. In 2002 haben im Rahmen des Fondsprojektes „Gründerjobs“ alle nder die Angebote der TSH angenommen. Die Biotechnologie und die Medizintechnik sind weitere wichtige Förderschwerpunkte. Das aber war nicht immer so. Die TSH hat hier wertvolle Kernar- beit geleistet. Auch ich möchte, wie es Minister Dr. Bernd Rohwer bereits getan hat, einen weiteren Schwerpunkt hervorheben.Die TSH hat ein klar erkennbares, für unser Land auf Dauer verhängnisvolles gesell- schaftliches Defizit aufgegriffen und mit sechs neuen Projekten gefördert. Es geht um das fe hlende Interesse und die unzureichenden Kenntnisse von Schülern und Lehrern Schleswig- HolsteinHerausgeber: SPD-Landtagsfraktion Verantwortlich: Petra Bräutigam Landeshaus Postfach 7121, 24171 Kiel Tel: 0431/ 988-1305/13 07 Fax: 0431/ 988-1308 E-Mail: pressestelle@spd.ltsh.de Internet: www.spd.ltsh.de SPD -2-in Bezug auf Naturwissenschaften und neue Technologien und die mit ihnen verbun- den wirtschaftlichen und arbeitsmarktrelevanten Chancen.Nach über zehn Jahren haben im Januar 2003 Stiftungsrat und Wissenschaftlicher Beirat der TSH in einer Sondersitzung die Arbeit der Stiftung evaluiert und in völliger reinstimmung über die Parteigrenzen hinweg den Stiftungszweck und die arbeits- strategischen Grundlagen der bisherigen Arbeit bestätigt: Die TSH muss auch weiter- hin Technologietrends aufspüren; diese Spürnasenfunktion ist die Basis der Technolo- giestiftung. Es kommt dann allerdings darauf an, große Trends auf Schleswig-Holstein herunterzubrechen. Die Stiftung muss sich auf Schwerpunkte konzentrieren, sie muss die Ressourcen in Wissenschaft und Wirtschaft unseres Landes richtig einschätzen.Zwar arbeitet die TSH themenorientiert, die ttz firmen- und produktorientiert, aber auch für die TSH gilt, alles Handeln muss von der Wirtschaftsstruktur unseres Landes aus- gehen. Die TSH ist nicht bloßer Drittmittellieferant unserer Hochschulen, sie ist unser wichtigstes Instrument im Technologietransfer. So hat sich die Stiftung auch immer selbst definiert.Und wir haben es nicht nur mit idealen Voraussetzungen im Technologietransfer zu tun. Die überwiegend mittelständische Wirtschaft unseres Landes hat nach wie vor all- zu oft Vorbehalte, was eine enge Zusammenarbeit mit Hochschulen angeht; ich würde von einer immer noch zu bedauernden Technologieträgheit kleiner und mittlerer Un- ternehmen sprechen. Vor diesem Hintergrund ist die TSH unerlässlicher Partner zwi- schen Wissenschaft und Wirtschaft.Die TSH hat es künftig mit neuen Herausforderungen zu tun, etwa mit niedrigeren Er- trägen aus dem Stiftungsvermögen infolge geringerer Kapitalmarktzinsen. Aber auch durch die beabsichtigte Zusammenführung von Energiestiftung und TSH. Nach der Zusage der Mitstifter der Energiewirtschaft, Eon und Schleswag im April, konstruktiv mitzuarbeiten, nimmt dieses lobenswerte Vorhaben der Landesregierung konkrete Formen an. Dabei gilt für uns: -3- Ø Die neue Stiftung muss eine Stiftung mit schlanker Organisation werden. Ø Es soll grundsätzlich die anwendungsnahe Forschung gefördert werden. Ø Es erfolgt eine Konzentration auf strategische Themenschwerpunkte, die vom Stiftungsrat festgelegt werden.Diese Fusion von Gleichen unter gleichen bündelt Kräfte und schafft zusätzliche Mög- lichkeiten im Technologietransfer. Der richtige Weg!Lassen Sie auch mich mit dem ausdrücklichen Dank an Prof. Block und seiner Mitar- beiterinnen und Mitarbeiter schließen. Diese Stiftung ist und bleibt eine Erfolgsge- schichte.