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04.11.03 , 13:21 Uhr
Landtag

Arens: Niederdeutsch muss zurück in die Lehrerprüfungsordnung

131/2003 Kiel, 4. November 2003



Arens: Niederdeutsch muss zurück in die Lehrerprüfungsordnung

Kiel (SHL) - Deutliche Kritik übt der Beirat Niederdeutsch beim Schleswig- Holsteinischen Landtag an dem seit 1.10.2003 in Kraft getretenen Erlass des Kultusministeriums zur Herausnahme des Faches Niederdeutsch aus der Lehrerprüfungsordnung:
„Die Herausnahme aus der Lehrerprüfungsordnung ist eine eindeutige und gravierende Schwächung des Niederdeutschen“, so Landtagspräsi- dent Heinz-Werner Arens, der zugleich Vorsitzender des Beirats Nieder- deutsch ist. „Sie widerspricht zudem der Staatszielbestimmung in der Schleswig-Holsteinischen Verfassung, welche die Förderung und den Er- halt der niederdeutschen Kultur und Sprache festschreibt.“
Entgegen der Auffassung des Kultusministeriums, das in der Herausnah- me sogar eine Stärkung sieht, stellt Arens fest: „Eine kompensationslose Streichung aus der Prüfungsordnung kann für sich genommen schon kei- ne Stärkung sein.“
Der Beirat Niederdeutsch hat daher in seiner gestrigen Sitzung einstimmig beschlossen, das Kultusministerium aufzufordern, die alte Erlassregelung mit dem Fach Niederdeutsch in der Prüfungsordnung wiederherzustellen. Zudem wird gefordert, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Lehr- veranstaltungen Niederdeutsch im Hauptstudium Deutsch zukünftig nicht nur einen Teilnahmenachweis, sondern auch einen Leistungsnachweis erbringen müssen.
„Es müssen Mindestqualitätsstandards bei der Lehrerausbildung festge- setzt werden, um dem Niederdeutschen zukünftig wieder etwas festen Boden zu verschaffen. Eine bloße Teilnahme an einer Lehrveranstaltung ist dabei zu wenig“, fordert Landtagspräsident Arens.

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