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Angelika Birk zu den Zielvereinbarungen mit den Hochschulen
Fraktion im Landtag PRESSEDIENST Schleswig-Holstein Es gilt das gesprochene Wort! Pressesprecherin Claudia Jacob TOP 42– Zielvereinbarungen mit den Hochschulen Landeshaus Düsternbrooker Weg 70 24105 KielDazu sagt die bildungspolitische Sprecherin Durchwahl: 0431/988-1503 Zentrale: 0431/988-1500 der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Telefax: 0431/988-1501 Angelika Birk: Mobil: 0172/541 83 53 E-Mail: presse@gruene.ltsh.de Internet: www.gruene-landtag-sh.de Nr. 332.03 / 10.12.2003Ein großer Tag für die Hochschulen und für das LandWährend in anderen Bundesländern zu Recht Studierende auf die Barrikaden gehen, weil massiv bei den Hochschulen gespart wird und sie sich zudem mit Studiengebühren konfrontiert sehen, beginnen in Schleswig Holstein umfassende Reformen an den Hoch- schulen. So können die Landesregierung und die Hochschulen mit den termingerecht vorliegenden Zielvereinbarungen auf ein gutes Ergebnis eines konstruktiven Beratungs- prozess blicken.Wie vereinbart beschließen wir deshalb heute den aktuellen und mittelfristigen Finanz- rahmen für einen Hochschulvertrag bis 2008. Herzlichen Dank an alle, die hierzu beige- tragen haben, insbesondere an Studierende und Lehrende. Die Landesregierung und al- le Beteiligten haben für dieses Verhandlungsergebnis die Unterstützung des ganzen Hauses verdient. Ich appelliere deshalb an die Opposition, die Mittel für die Umsetzung der Zielvereinbarungen auch mit ihrer Stimme zu unterstützen.Wir wissen, dass es auch bei dieser Umstrukturierung Verluste gibt und haben uns des- halb die Verlagerung der sogenannten Bauschule in Eckernförde nicht leicht gemacht. Wir hoffen, dass die Impulse und Qualität insbesondere des ökologischen Bauens in Lü- beck ihre Fortsetzung finden.Im Bereich der Lehrerbildung hätten wir uns gern mehr inhaltliche Reformen und die Übersiedlung der Realschullehrerausbildung nach Flensburg gewünscht, aber wir sind froh darüber, dass es gelungen ist, die innovativen internationalen Studiengänge des nachhaltigen Wirtschaftens und Umweltmanagements an der Fachhochschule und Uni- versität Flensburg zu erhalten.1/2 Insgesamt halten wir fest: Mit den Hochschulgesetzänderungen, die ebenfalls diese Wo- che verabschiedet werden und dem Instrumentarium des Hochschulvertrages beginnt ei- ne neue Phase der Hochschulgestaltung: Qualitätsmanagement, externe Evaluation, Budgetverantwortung mit Kennzahlengesteuertem Berichtswesen, Juniorprofessuren, Einführung der internationalen Studienabschlüsse Bachelor und Master, sowie Umset- zung neuer Instrumente der Frauenförderung auf allen Ebenen. Außerdem ein Rahmen, der die Hochschulen zum umweltethischen Handeln, Nachhaltigkeit und Technologiekri- tik, wissenschaftlich- kritischer unabhängiger Arbeit verpflichtet.Auch dies in Zeiten, da anderswo - wie in Bremen kritische Studiengänge geschlossen oder verdiente Leiter ab berufen werden - ein ermutigender Ausgangspunkt, ebenso wie die Sicherung des hochschulübergreifenden Innovationsfonds von fünf Millionen Euro jährlich, für den wir uns sehr eingesetzt haben.