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12.12.03 , 10:09 Uhr
FDP

Joachim Behm: Europaschulen selber sind in vielen Bereichen sehr viel weiter

FDP Landtagsfraktion Schleswig-Holstein 1



Presseinformation
Wolfgang Kubicki, MdL Nr. 351/2003 Vorsitzender Dr. Heiner Garg, MdL Kiel, Donnerstag, 11. Dezember 2003 Stellvertretender Vorsitzender Dr. Ekkehard Klug, MdL Sperrfrist: Redebeginn Parlamentarischer Geschäftsführer Christel Aschmoneit-Lücke, MdL Es gilt das gesprochene Wort! Joachim Behm , MdL Günther Hildebrand, MdL Europa/Europaschulen Veronika Kolb, MdL

Joachim Behm: Europaschulen selber sind in vielen



www.fdp-sh.de Bereichen sehr viel weiter In seinem Redebeitrag zu TOP 18 (Europaschulen in Schleswig-Holstein) sagte der europapolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Joachim Behm:
„Anlässlich des Europäischen Jahres der Bildung im Jahr 1996 entstand die Idee, den Gedanken für ein gemeinsames Europa besonders bei den Schülerinnen und Schülern zu fördern. Aus diesem Grund konnten und können sich interessierte Schulen in Schleswig-Holstein um den Status einer „Europaschule“ bewerben. Und das sind inzwischen 21 Schulen. Realschulen, Gymnasien und Berufsschulen.
Voraussetzung für die Anerkennung zur Europaschule ist, dass der Europa- Gedanke durch Projekte, zusätzliche Fremdsprachenangebote und interkulturellem Lernen in unterschiedlichen Bereichen in der Schule untermauert wird. Daneben sollten durch regen Schüler- und Lehreraustausch, durch Schulpartnerschaften, durch die Teilnahme an internationalen Wettbewerben oder durch die Durchführung von gemeinsamen grenzüberschreitenden Projekten der Dialog über die Ländergrenzen hinweg gefördert werden. Bei mehreren Besuchen des Europaausschusses oder auch durch eigene Kontaktaufnahmen mit Europaschulen konnten wir feststellen, dass sich diese Kontakte selbstragend fortentwickeln. Kurz gesagt, eine Erfolgsgeschichte. Dies ist ein guter und richtiger Ansatz. Viele Errungenschaften in Europa sind mittlerweile für uns selbstverständlich geworden: Und dazu gehört nach meiner Meinung nicht nur ein Europa mit offenen Grenzen zwischen den einzelnen Staaten oder die gemeinsame Währung. Dazu gehört für mich ebenso, dass wir in dem Gebilde „Europa“ auf einem breiten Fundament an gemeinsamen Werten und Überzeugungen aufbauen können.
Dieses Bewusstsein gilt es ganz besonders unseren Kindern zu übermitteln.
Dabei legen wir den Grundstein für unser zukünftiges Zusammenleben in Europa. Christian Albrecht, Pressesprecher, V.i.S.d.P., FDP Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431/9881488 Telefax: 0431/9881497, E-Mail: presse@fdp-sh.de, Internet: http://www.fdp-sh.de/ 2 Denn nur durch einen intensiven Austausch mit unseren europäischen Nachbarn kann Fremdes erfahren, Eigenes bewahrt und Gemeinsames gefunden werden. Wer – wenn nicht unsere Kinder – sind als Botschafter für ein gemeinsames Europa mit seinen vielfältigen Möglichkeiten und Kulturen in der Lage, dieses Zusammenwachsen zu ermöglichen? Und unsere Europaschulen leisten einen wesentlichen Beitrag dazu. Können wir nicht auf dieser Ebene viel stärker eine europäische Identität entwickeln als durch Verträge und abstrakten Vereinbarungen? Das haben unsere Europaschulen in Schleswig-Holstein erkannt. Denn diese und hoffentlich eine weiter wachsende Zahl von Schulen tragen durch vielfältige schulische und außerschulische Aktivitäten dazu bei, dass Schleswig-Holstein als ein Teil von Europa wahrgenommen wird.
Der Verein der Europaschulen in Schleswig-Holstein ist dafür Motor und Informationsbörse. Den Vorstand mit seinem Vorsitzenden Michael Fröhlich und Ulrich Wiethaupt will ich dabei besonders erwähnen. Die rührige Geschäftsführerin Eva Karnstädt will ich dabei besonders hervorheben. Alle leisten ihre Arbeit ehrenamtlich. Dabei will ich die weiteren Vorstandsmitglieder und die projektleitenden Lehrer nicht vergessen.
Die Kinder, die von diesen Aktivitäten profitieren, können meiner Meinung nach in einer Woche Ausland mehr über eine europäische Identität lernen als in einem Monat Schulunterricht. Unsere besondere Anerkennung gilt denjenigen, die dazu beitragen, dass der Status „Europaschule“ auch gelebt wird.
Für mich gehört allerdings ebenfalls dazu, dass dieser unermüdliche Einsatz von Seiten des Landes entsprechend unterstützt wird. Es kann nicht sein, dass einerseits durch Schleswig-Holstein Mindestanforderungen vorgegeben werden, damit diese Schulen den Status einer „Europaschule“ nicht nur erwerben, sondern auch behalten können. Andererseits diese Schulen nicht mehr als ein Schulterklopfen von Seiten des Landes erwarten können.
Oder, wie es zu verstehen, wenn einer engagierten Schule mitgeteilt wird, dass sie doch eine 2-jährige Pause im Austauschprogramm einlegen sollte, weil kein Geld mehr da sei - wie bei einer beruflichen Schule hier im Land geschehen?
Auch stellt sich für mich die Frage, inwieweit ein Reisekostenzuschuss in der Höhe von 17 Euro pro Klassenfahrt und Lehrer ausreicht, wenn ein interkultureller Austausch tatsächlich gewünscht ist? Der von Rot-Grün vorgelegte Antrag beschreibt für mich deshalb lediglich die Situation von vor 5 Jahren.
Die Europaschulen selber sind in vielen Bereichen sehr viel weiter. Denn inzwischen arbeiten nicht nur Lehrer sondern auch Eltern und Schüler sowie assoziierte Partner an den Europaschulen in Schleswig-Holstein zusammen.
Wenn die Aktivitäten der Europaschulen nicht nur kurzfristig, sondern auch mittel- und langfristig Erfolg haben sollen, dann sollten wir im Ausschuss sehr konkret darüber diskutieren, wie künftig mehr Austauschprogramme und mehr Fortbildungsmöglichkeiten für Lehrerinnen und Lehrer zur Intensivierung europäischer Kontakte geschaffen werden können.“


Christian Albrecht, Pressesprecher, V.i.S.d.P., FDP Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431/9881488 Telefax: 0431/9881497, E-Mail: presse@fdp-sh.de, Internet: http://www.fdp-sh.de/

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