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21.01.04 , 15:53 Uhr
B 90/Grüne

Irene Fröhlich zum Gender Mainstreaming

Fraktion im Landtag PRESSEDIENST Schleswig-Holstein Pressesprecherin Es gilt das gesprochene Wort! Claudia Jacob Landeshaus TOP 24 – Umsetzung des Gender Mainstreaming Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel
Dazu sagt die frauenpolitische Sprecherin Durchwahl: 0431/988-1503 Zentrale: 0431/988-1500 der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Telefax: 0431/988-1501 Irene Fröhlich: Mobil: 0172/541 83 53 E-Mail: presse@gruene.ltsh.de Internet: www.gruene-landtag-sh.de

Nr. 016.04 / 21.01.2004 Es hat sich doch gelohnt – Schleswig-Holstein ist Spitze!
Der erste Bericht zur Umsetzung des Gender Mainstreaming-Konzeptes in der Landes- verwaltung macht es deutlich – es hat sich gelohnt, sich mit diesem „neudeutschen“ Prinzip zu befassen. Gelohnt in vielerlei Hinsicht, wie ich im nachfolgenden ausführen möchte.
Es hat sich gelohnt, sich mit der Begrifflichkeit und dem Inhalt dessen, was Gender Mainstreaming meint auseinander zu setzen. Gender Mainstreaming macht Frauförde- rung und Frauenpolitik nicht überflüssig, sondern ergänzt sie. Gender Mainstreaming ist keine Frauenförderung, sondern Gleichstellungspolitik und Gleichberechtigungspolitik – auch für Männer.
Es hat sich gelohnt, konkrete, schrittweise aufeinander aufbauende und vor allem auch nachprüfbare Vorgaben im Rahmen des Gender Mainstreaming-Konzeptes für die Lan- desverwaltung zu machen. Alle Ressorts der Landesregierung haben sich mit der The- matik Gender Mainstreaming auseinander setzten müssen. Sie sind, wie der Bericht zeigt, auf interessante Themen und Problemlagen gestoßen, die auf andere Weise nicht zu Tage getreten wären.
Die verschiedenen Projekte der einzelnen Ressorts machen deutlich, wie wichtig und wie spannend es ist, sich in altbekannten Zusammenhängen neu mit der “Frauen und Män- ner Frage“ auseinander zu setzen. Zum einen tauchen geschlechtsrelevante Entschei- dungsprozesse auf, wo weder man noch frau sie vermutet hätten, zum anderen wird bes- tätigt, was Frauen aus Erfahrung am eigenen Leib schon lange als Benachteiligung er- fahren.


1/2 Es hat sich gelohnt, weil durch Schulung und Sensibilisierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, insbesondere des Führungspersonals, nun jeder und jedem unmittelbar ein- sichtig sein dürfte, wie wenig offensichtlich und wie alltäglich geschlechtsrelevante Aus- wirkungen jeglichen Handelns sind. – Übrigens können wir dem Gleichstellungsbericht entnehmen, dass die Führungsebenen und Entscheidungsgremien mit ganz wenigen Ausnahmen nach wie vor Männerdomänen sind. Deutlich wird, wie wichtig ein Bewusst- sein hiervon ist, um im Vorhinein Ungleichbehandlung von Frauen und Männer zu ver- hindern. Dies spart sogar Kosten und kann ein sehr erfolgreiches Instrument auch von Personalpolitik sein.
Es hat sich gelohnt, weil eine umfassende Veränderung nur dann stattfinden kann, wenn es keine einseitige Bewegung ist, sondern die gleichen Ziele von „oben- nach unten“ und gleichzeitig auch von „unten-nach oben“ verfolgt werden.
Ziele können nur dann erreicht werden, wenn sie zum einen klar definiert sind und dar- über hinaus die Maßnahmen, zur Erreichung des jeweiligen Zielen genau definiert und die Zielerreichung somit nachprüfbar gemacht worden ist. Genau diesen Fortschritt hat das Gender-Mainstreaming-Konzept für die Landesverwaltung geleistet.
Es hat sich gelohnt, weil klar ist, dass ein Gleichstellungsbericht allein nicht ausreichst, um Gleichstellung effektiv, praktisch anfassbar und lebbar umzusetzen. Hier hat uns das Gender Mainstreaming-Konzept einen großen Schritt voran gebracht und hiermit sind wir bundesweit in dieser Frage eindeutig SPITZE!! Ich bin schon heuet gespannt auf den zweiten Bericht, den wir wahrscheinlich im Januar 2005 erwarten dürfen.

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