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22.01.04 , 10:59 Uhr
B 90/Grüne

Detlef Matthiessen zur Innovationsstiftung SH

Fraktion im Landtag PRESSEDIENST Schleswig-Holstein Pressesprecherin Es gilt das gesprochene Wort! Claudia Jacob Landeshaus TOP 7 – Innovationsstiftung Schleswig-Holstein Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel
Durchwahl: 0431/988-1503 Zentrale: 0431/988-1500 Dazu sagt der energiepolitische Sprecher Telefax: 0431/988-1501 der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Mobil: 0172/541 83 53 E-Mail: presse@gruene.ltsh.de Detlef Matthiessen: Internet: www.gruene-landtag-sh.de

Nr. 021.04 / 22.01.2004
Innovationsstiftung Schleswig-Holstein:
Synergiegewinn für die Wirtschaft im Lande
Wir begrüßen den vorgelegten Gesetzentwurf der Landesregierung. Mit der Zusammen- legung zu einer Innovationsstiftung Schleswig-Holstein lassen sich skalenökonomische Gewinne erzielen, z.B. durch eine gemeinsame Personalverwaltung. Dadurch können die knappen Ressourcen besser für den Stiftungszweck organisiert werden.
Noch interessanter sind aber die zu erwartenden Synergien zwischen Technologie und Energie, wobei Energie in der Aufgabenstellung in weiten Teilen als technische Innovati- on zu betrachten ist, was die vielen Beispiele der Pilot- und Demonstrationsprojekte zei- gen. Durch eine engere Verzahnung mit der ttz kann die Transferleistung solcher Projek- te wahrscheinlich noch gesteigert werden.
Beispiele für Synergien kann die Verknüpfung moderner Deponietechnik mit der Depo- niegasnutzung sein. Oder eine schleswig-holsteinische Firma hier in der Nähe von Kiel, die eine sehr leistungsfähige ultraschnelle Fräse entwickelt hat, mit der auch sehr große Werkstücke bearbeitet werden können. Wir kennen das rapid prototyping, das an der Fachhochschule Westküste entwickelt wurde. Etwas Ähnliches kann die neue Fräse jetzt im Bereich Rotorblätter für große Windkraftanlagen leisten. Und nicht nur Formgebung durch Spantechnik sondern auch Auftragung zum Laminieren großer Werkstücke wären denkbar.
Genauso interessant ist die direkte Umwandlung mechanischer Windkraft zum Zwecke der Wasserentsalzung. Auch dies ein Beispiel der Überschneidung von Energietechnik mit anderen Technikgebieten.
1/2 Die neue Stiftung kann also ein Synergiegewinn für die Entwicklung der schleswig- holsteinischen Wirtschaft werden.
Nicht untergehen darf dabei jedoch, dass das Thema Energie mehr ist als bloße Technik. Hier kommt es entscheidend auch darauf an, im Bereich menschlichen Verhaltens Ände- rungen zu bewirken. Damit ist Aufklärung und Bewusstseinsarbeit gemeint. Als Beispiel sei erwähnt die Kampagne für niedrigen Verbrauch an standby-Strom oder Aufklärung, wie in Wohnungen richtig zu lüften sei.
Weitere Beispiele, dass es beim Thema Energie nicht nur um Technik geht, sind ökono- mische Steuerungselemente wie der Eckernförder Tarif zur Beeinflussung der Lastkurve durch Preissignale auf der Verbraucherseite, auf neudeutsch demand side management. Damit kann die Verbrauchsspitze sehr erfolgreich gekappt werden und der volkswirt- schaftliche Aufwand für Reserveleistung erheblich reduziert werden. Zu den ökonomi- schen Instrumenten gehört auch der Emissionshandel. Dieses Thema hat die Energiestif- tung mit dem Projekt Emissionshandel Nord sehr kompetent und engagiert und in perso- nam der Projektleiterin auch sehr charmant bearbeitet.
Mit diesen Beispielen möchte ich der Erwartung Ausdruck geben, dass auch in der neu- en Stiftung Energie nicht nur als Technikthema gesehen werden darf, wie auch die Auf- gabenerledigung von Energie und Technologie in der neuen Stiftung in Relation zu den bisherigen einzelnen Stiftungsvermögen gewichtet werden sollte. Ich bin sehr gespannt auf die Ausschussberatung.

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