Diese Webseite verwendet ausschließlich für die Funktionen der Website zwingend erforderliche Cookies.
"Bündnis für Demokratie und Toleranz" vergibt Geldpreise an vier schleswig-holsteinische Initiativen
27/2004 Kiel, 17. Februar 2004„Bündnis für Demokratie und Toleranz“ vergibt Geldpreise an vier schles- wig-holsteinische Initiativen: „Ermutigendes Engagement für Flüchtlinge“Kiel (SHL) – Anlässlich der Preisverleihung an den Verein FIMM e.V. in Eutin am18. Februar 2004 gratuliert der Beauftragte für Flüchtlings-, Asyl- und Zuwanderungsfragen des Landes Schleswig-Holstein, Helmut Frenz, den vier schleswig-holsteinischen Initiativen und Organisationen, die vom „Bündnis für Demokratie und Toleranz“ mit Geldpreisen ausgezeichnet werden.„Aktiv für Demokratie und Toleranz 2003“ – unter diesem Motto hat das bundesweite „Bündnis für Demokratie und Toleranz“ einen Wett- bewerb durchgeführt. Vier schleswig-holsteinische Organisationen er- halten morgen in Eutin Geldpreise für ihre vorbildliche Arbeit. Die Ar- beit der Schleswig-Holsteiner wird als „nachahmenswertes beachtli- ches und ermutigendes zivilgesellschaftliches Engagement“ gewertet.„Das ist eine erfreuliche Anerkennung der Arbeit dieser Initiativen, die sich für die Schwächsten in unserer Gesellschaft einsetzen“, freut sich der Flüchtlingsbeauftragte Helmut Frenz. „Man darf allerdings auch nicht vergessen, dass die in Berlin gemachte Politik für die schwierigen Lebensbedingungen der Flüchtlinge in Deutschland ursächlich ist“, betont Frenz.Einer der Preisträger ist das Bündnis Bleiberecht Schleswig- Holstein mit seiner Kampagne „Hier geblieben – Integrieren!“. Dieses regionale Bündnis wird von 25 Organisationen, Wohlfahrtsverbänden, 2Kirchen, Gewerkschaften sowie regionalen und lokalen Initiativen ge- tragen sowie von dem Flüchtlingsbeauftragten des Landes unterstützt. Das Bündnis will auf die prekäre Lage von langjährig im nördlichen Bundesland lebenden Flüchtlingen mit ungesichertem Aufenthalt auf- merksam machen und eine Bleiberechtsregelung erwirken.Ausgezeichnet wird auch der Freundeskreis Flüchtlinge Pinneberg. Er wurde im Jahre 1991 als Reaktion auf die damaligen fremdenfeind- lichen Anschläge gegründet, damit Flüchtlinge ohne Angst und men- schenwürdig in Pinneberg leben können. Der „Freundeskreis Flüchtlin- ge Pinneberg“ organisiert unter anderem. jährlich die Interkulturellen Wochen „Menschen einer Welt“ in Pinneberg und bietet Beratung und Betreuung für durch Folter und Gewalt traumatisierte Flüchtlinge an.Der relativ junge Verein FIMM e.V. (Förderverein für die Integration von Migrantinnen und Migranten e.V.) vermittelt unter anderem Paten- schaften und bietet Einzelfallhilfen für Flüchtlinge in Eutin und Umge- bung an. Außerdem werden Sprachkurse vermittelt, Informationsaben- de durchgeführt sowie die Interkulturellen Wochen in Ostholstein mit vorbereitet.Belohnt wurde auch das Engagement des Vereins Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein e.V. Der Flüchtlingsrat ist ein unabhängiger Zu- sammenschluss von Initiativen, Gruppen und Organisationen sowie Einzelpersonen der solidarischen Flüchtlingshilfe. Zu seinen themati- schen Schwerpunkten gehört die berufliche Weiterbildung von Flücht- lingen, die Vernetzung von in der Flüchtlingshilfe tätigen Organisatio- nen, die Unterstützung von Privatvormundschaften für unbegleitete minderjährige jugendliche Flüchtlinge sowie die Qualifizierung von Eh- renamtlichen.Hintergrund: Das „Bündnis für Demokratie und Toleranz“ wurde das am 23. Mai 2000 – dem Tag des Grundgesetzes – gegründet. Zum Unterstützerkreis gehören unter anderem Dr. Heiner Geißler, Hans Koschnick, Giovanni di Lorenzo, Bundestagspräsident Wolfgang Thierse und Nachrichtensprecher Ulrich Wickert. Der Preisverleihung in Eutin sollen noch weitere in Pinneberg und Kiel folgen.