Diese Webseite verwendet ausschließlich für die Funktionen der Website zwingend erforderliche Cookies.
Silke Hinrichsen zur Gesundheitsreform: Praxisgebühr schnell wieder abschaffen
Südschleswigscher Wählerverband Schleswig-Holsteinischer Landtag im Schleswig-Holsteinischen Landtag Düsternbrooker Weg 70 D - 24105 Kiel Tel. (0431) 988 13 80 Fax (0431) 988 13 82 SSW-Landtagsvertretung Norderstr. 74PRESSEINFORMATION D – 24939 Flensburg Tel. (0461) 14 40 83 00 Fax (0461) 14 40 83 05 Kiel, den 18.02.2004 Es gilt das gesprochene WortGesundheitsreform:Praxisgebühr schnell wieder abschaffen Bei der Landtagsdebatte zu den Auswirkung des Gesundheitsmodernisierungs- gesetzes (TOP 9, Drs. 15/3191) sagte die gesundheitspolitische Sprecherin des SSW im Landtag, Silke Hinrichsen:Angesichts des ungebremsten Anstiegs der Kosten im Gesundheitssystem musste zwar drin- gend eine Strukturreform durchgeführt werden. Der von SPD und CDU gefundene Kom- promiss zur Gesundheitsreform ist aber hierzu völlig unzureichend. Die Versicherten tragen den größten Teil der finanziellen Lasten, und es wird nur am bestehenden unzureichenden System „herumgedoktert“. Trotz mehrerer Strukturreformen ist eine grundlegende Trend- wende ausgeblieben.Es ist offensichtlich, dass einmal mehr die Patienten die Verlierer sind. Die Leistungsanbieter und die Pharmaindustrie können weiter machen wie bisher. Dabei spielen gerade sie eine nicht unbeträchtliche Rolle bei den Kostensteigerungen, weil sie die Nachfrage nach ihren eigenen Dienstleistungen zum Teil selbst steuern können.Selbstverständlich macht es Sinn, beim Verbraucher das Bewusstsein dafür zu schärfen, welche Kosten er durch die Inanspruchnahme des Gesundheitswesens verursacht. Es ist altbekannt, dass die Deutschen durch besonders häufige Arztbesuche auffallen. Durch die Praxisgebühr lassen sich aber nicht unbedingt jene abschrecken, die regelmäßig unnötiger weise zum Arzt laufen. Im Gegenteil sie könnte leicht einen unbeabsichtigten Effekt bekommen: Menschen mit niedrigem Einkommen werden trotz Krankheit durch die Gebühr abgeschreckt und lassen sich nicht behandeln, was langfristig eher zu höheren Ausgaben führt. Die obligatorische Gebühr von 10 Euro pro Quartal ist also falsch und sollte daher schnellst möglichst abgeschafft werden.