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Joachim Behm zum Deutsch-Deutschen Grenzweg
FDP Landtagsfraktion Schleswig-Holstein 1Presseinformation Wolfgang Kubicki, MdL Vorsitzender Dr. Heiner Garg, MdL Nr. 098/2004 Stellvertretender Vorsitzender Dr. Ekkehard Klug, MdL Kiel, Donnerstag 11. März 2004 Parlamentarischer Geschäftsführer Christel Aschmoneit-Lücke, MdL Sperrfrist: Redebeginn Joachim Behm , MdL Günther Hildebrand, MdL Es gilt das gesprochene Wort! Veronika Kolb, MdLDeutsch-Deutscher Grenzweg www.fdp-sh.de Joachim Behm zum Deutsch-Deutschen Grenzweg In seinem Redebeitrag zu TOP 15 (Deutsch-Deutscher-Grenzweg) erklärte der Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Joachim Behm:„Der Prüfauftrag von Herrn Mathiessen beweist es. Bei den Grünen gibt es eine grenzübergreifende Zusammenarbeit der Landesverbände Mecklenburg- Vorpommern und Schleswig-Holsteins.Egal, wenn eine Forderung Sinn macht, dann dürfen die Grünen im Lande auch von ihren Parteifreunden in Mecklenburg-Vorpommern abschreiben.Der Deutsch-Deutsche Grenzweg dokumentiert einen traurigen Teil der Geschichte unseres Landes. Über vierzig Jahre lang war Deutschland getrennt. Seit den 60er Jahren durch einen unmenschlichen, fast unüberwindlichen eisernen Vorhang mit Zäunen, Mauern, Selbstschussanlagen, KfZ-Sperrgräben, Kolonnenwegen, Wachtürmen und Minen.Allein die Freude zu bekunden, dass sich hier die Natur ungestört zum längsten Biotopverbund entwickeln konnte, reicht nicht aus. Wir müssen immer bedenken zu welchem Preis dies geschah. Nämlich zum Preis der Unfreiheit vieler Landsleute hinter diesem eisernen Vorhang.Die Gestaltung des Deutsch-Deutschen Grenzweges sollte uns deshalb auch dazu dienen, uns bewußt zu werden, welches Privileg wir nun alle genießen in einem Staat zu leben,- der uns individuelle Freiheiten lässt, - in dem wir unsere Meinung frei äußern dürfen und - in dem das oberste Gericht eben nicht Bespitzelungen jeder Art zuläßt, wie letzte Woche noch gesehen.Christian Albrecht, Pressesprecher, V.i.S.d.P., FDP Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431/9881488 Telefax: 0431/9881497, E-Mail: presse@fdp-sh.de, Internet: http://www.fdp-sh.de/ 2 Ich erinnere mich noch genau an die traurigen Gesichter meiner Bekannten, wenn ich im Bahnhof Friedrichsstraße in Berlin den Zug in den Westen nahm und meine Freunde hinter dem eisernen Vorhang zurückbleiben mussten.Der Deutsch-Deutsche Grenzweg hat aber nicht nur die beiden deutschen Staaten geteilt, er hat auch die Welt in zwei Blöcke geteilt. Daher ist er nicht nur für uns, für unsere Geschichte wichtig, sondern besitzt auch für Gäste aus aller Welt eine Bedeutung.Ich stimme daher den Antragstellern dem Grunde nach zu, wenn sie dieses Erbe bewahren wollen.Will man aber den Grenzweg gestalten, dann reicht nach meiner Auffassung die Nutzung als Radweg nicht aus. Wobei darauf hinzuweisen ist, dass dieser Radweg auf dem alten Streifenwegen der Nationalen Volksarmee nirgendwo über schleswig-holsteinisches Gebiet führt. Dennoch könnte er auch von schleswig-holsteinischer Seite touristisch genutzt werden.Mir kommt es auch darauf an, den Grenzweg und seine Geschichte für Touristen und Einheimische erlebbar zu machen und beispielsweise durch das Aufstellen entsprechender Tafeln entlang des Weges pädagogisch zu gestalten.Man kann sich auch Gedanken darüber machen, ob es die eine oder andere geeignete Stelle für eine Gedenkstätte gibt, ähnlich wie in Behrungen oder Mödlareuth. Dort an der thüringisch-bayrischen Grenze können sich Besucher ein anschauliches Bild von der ehemaligen innerdeutschen Grenze machen.Man kann dort den früheren Grenzweg sowie den Schutzstreifen-Signalzaun besichtigen, daneben führen der Erdbunker der Grenztruppen sowie ein Wachturm dem Besucher die lebensgefährliche Situation der innerdeutschen Grenze vor Augen.All diese Ideen sind allerdings von der finanziellen Machbarkeit abhängig. Wenn, wie im Bericht ausgesagt wird, allein die Herstellung eines Radweges auf dem ehemaligen Streifenweg in Mecklenburg-Vorpommern über 4 Millionen Euro kosten soll, dann kann man nur erahnen, was eine entsprechende historische Aufbereitung des Weges kosten würde.Die Grundidee, die hinter diesem Vorhaben steckt, kann ich aber nur begrüßen. Weitere Gespräche mit den Kommunen vor Ort sind notwendig. Wir werden die Idee nicht von heute auf morgen umsetzen können, aber mit dem Bericht ist ja immerhin ein erster Schritt getan.“Christian Albrecht, Pressesprecher, V.i.S.d.P., FDP Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431/9881488 Telefax: 0431/9881497, E-Mail: presse@fdp-sh.de, Internet: http://www.fdp-sh.de/