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08.04.04 , 12:30 Uhr
CDU

Martin Kayenburg: Falsche Signale aus Berlin! In Schleswig-Holstein gehen die Lichter aus

Nr. 184/04 8. April 2004


IM SCHLESWIG-HOLSTEINISCHEN LANDTAG
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Wirtschaftspolitik Martin Kayenburg: Falsche Signale aus Berlin! In Schleswig-Holstein gehen die Lichter aus
Als erschreckend und katastrophal für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes bezeichnet der CDU-Fraktionsvorsitzende und Oppositionsführer im Schleswig-Hol- steinischen Landtag, Martin Kayenburg, MdL, den beabsichtigten Stellenabbau vieler schleswig-holsteinischer Unternehmen. Nachdem in den vergangenen Monaten be- reits massiv Arbeitsplätze bei HDW, der Flender-Werft, Mobil COM und der Heidel- berger Druckmaschinen AG abgebaut worden sind, wird das Land jetzt von einer neuen Welle von Arbeitsplatzabbau getroffen. Allein in den vergangenen Wochen kündigten Betriebe wie Danfoss in Flensburg, Vossloh in Kiel, Kuhnke in Malente, Möbel Kraft in Bad Segeberg und Ortopedia in Kiel massiven Stellenabbau an. Und das ist nur die Spitze des Eisbergs. Der Mittelstand stirbt leise.
„Mehr als 1.100 Arbeitsplätze stehen allein in diesen Unternehmen zur Disposition. Wenn dieser Entwicklung nicht unverzüglich durch Bundes- und Landesregierung entgegengewirkt wird, dann werden in Schleswig-Holstein sehr schnell die Lichter ausgehen“, befürchtet Martin Kayenburg. Betriebswirtschaftlich könne er die Unter- nehmer durchaus verstehen, so Kayenburg weiter. Die Wurzel allen Übels seien die zu hohen Lohnzusatzkosten und die dadurch notwendige Verlagerung der Produk- tion ins Ausland. Das wisse man aber nicht erst seit heute. Darum sei es für ihn nicht mehr erklärbar, warum Wirtschaftsminister Rohwer immer nur bei Ankündigungen bleibe und niemals Druck mache.
Kayenburg schlägt vor, zusammen mit den betroffenen Unternehmen neue Akzente in der Wirtschaftspolitik zu erörtern. An erster Stelle stehe die Absicherung der noch vorhandenen Arbeitsplätze, die Standorttreue der Firmen und die Standortsicherung gemeinsam mit den Unternehmen, die durch betriebswirtschaftlich notwendiges Outsourcing von Unternehmensteilen beziehungsweise durch die Verlagerung der Vorproduktion auch Arbeitsplätze im Inland langfristig sichern.

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