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Detlef Matthiessen zur Freigabe des Handels mit dem Genmais Bt11
Fraktion im Landtag PRESSEDIENST Schleswig-Holstein Pressesprecherin Claudia Jacob Landeshaus Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel Durchwahl: 0431/988-1503 Zentrale: 0431/988-1500 Telefax: 0431/988-1501 Mobil: 0172/541 83 53 Gen-Mais so überflüssig E-Mail: presse@gruene.ltsh.de Internet: www.gruene-landtag-sh.de wie Bauchweh Nr. 185.04 / 19.05.2004Zur Freigabe des Handels mit der gentechnisch veränderten Süßmaissorte Bt11 durch die EU-Kommission erklärt der umweltpolitische Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Detlef Matthiessen:Es gibt immer wieder handfeste Beweise dafür, dass gentechnisch veränderte Organis- men bei Verzehr eine ungeahnte Wirkung erzielen. So sei erst kürzlich nachgewiesen worden, dass Ratten unter einer Reihe von Beschwerden litten, nachdem sie mit gen- technisch verändertem Mais gefüttert worden waren. Deshalb verurteile ich die Handels- freigabe aufs Schärfste.Was mit künstlich verändertem Erbgut passiert, das aus den Äckern in die freie Wildbahn gelangt, ist viel zu wenig erforscht. Naheliegend sind mögliche Auswirkungen auf unsere Gesundheit, wenn Gene freigesetzt werden, die die Resistenz gegen Antiobiotika bewir- ken. Aus diesem Grunde hatte beispielsweise die spanische Biosicherheitsbehörde die Genehmigung für die Freisetzung von Syngentas Gentechnik-Mais Bt176 zurückgezo- gen. Wird gentechnisch veränderter Raps oder Mais angebaut, müssen Landwirte und insbesondere Imker um die Reinheit ihrer Produkte fürchten. Selbst in Schleswig- Holstein werden heutzutage alternative Schädlingsbekämpfungsverfahren entwickelt, die ohne die Manipulation des Erbgutes auskommen.Überflüssig ist der Gen-Mais aber vor allem deshalb, weil weder die VerbraucherInnen noch der Handel Lust auf manipulierte Nahrung haben. 70 Prozent der Menschen in der EU lehnen gentechnisch veränderte Nahrung ab. Etliche Handelsketten in der Bundesre- publik Deutschland legen deshalb Wert auf gentechnikfreie Waren. Dank der erst im April in Kraft getretenen Kennzeichnungspflicht wird der neue Mais sofort erkannt werden.Wichtig wird in den nächsten Monaten sein, wie sich VerbraucherInnen und auch die Po- litik zur Warteliste weiterer Gentec-Lebensmittel stellen wird. Wird der Gen-Mais von uns Konsumenten gekauft, geht die Saat der Genmultis auf. Wenn nicht, stärkt das den Wi- derstand auch gegen die Einführung von gentechnisch verändertem Saatgut. ***