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Jost de Jager: KMK-Vereinbarungen zu Bachelor und Master nachbessern
Nr. 267/04 26. Mai 2004 IM SCHLESWIG-HOLSTEINISCHEN LANDTAG PRESSEMITTEILUNG PRESSESPRECHER Torsten Haase Landeshaus, 24105 Kiel Telefon 0431-988-1440 Telefax 0431-988-1444 E-mail: info@cdu.ltsh.de Internet: http://www.cdu.ltsh.deHochschulpolitik TOP 34 Jost de Jager: KMK-Vereinbarungen zu Bachelor und Master nachbessern Eine Nachbesserung der bisherigen Vereinbarungen der Kultusministerkonferenz zur Einführung von Bachelor und Master an den deutschen Hochschulen hat der hochschulpolitische Sprecher und stellvertretende Vorsitzende der CDU- Landtagsfraktion, Jost de Jager, MdL, gefordert. Insbesondere bei der Zulassung von Bachelorabsolventen zu einem Masterstudium dürfe es keine zentralen und starren Regelungen geben. Die Zulassungsregelungen vom Bachelor- zum Masterstudiengang müssten weitgehend in die Autonomie der Hochschulen verlegt werden.Insgesamt spreche sich die CDU-Fraktion für eine Einführung zweigestufter Studiengänge nach dem internationalen anerkannten Bachelor- und Mastersystem aus. Angesichts der Einigkeit der Länder in der KMK sei es unrealistisch, von etwas anderem auszugehen. Allerdings sei es nach Auffassung de Jagers zwingend erforderlich, dass die Länder ihre rechtlichen Spielräume nutzen. Dies gelte vor allem für die Übergangszeiträume. Derzeit gäbe es in weiten Teilen, vor allem in der mittelständischen Wirtschaft, keinen Arbeitsmarkt für Bachelor. Im Hinblick auf diese Akzeptanzprobleme forderte de Jager Übergangsfristen, die möglichst lange das Diplom als Zusatzprüfung zulassen.Kritisch bewertete de Jager ebenfalls, dass die KMK im Begriff sei, generell eine Mehrheit der Studierenden von der Teilnahme am Masterstudiengang auszuschließen. Hier müsse es von Studiengang zu Studiengang unterschiedliche Regelungen geben. Aus diesem Grunde spreche sich die CDU-Fraktion dagegen aus, zentrale Übergangsquoten zu schaffen. Vielmehr müsse die einzelne Hochschule rechtlich in die Lage versetzt werden, von Studiengang zu Studiengang zu entscheiden, wie viele Bachelorstudenten für Masterstudiengänge zugelassen werden sollen. Dies hänge genauso von dem jeweiligen Studiengang wie von den zugelassenen Bewerbern ab.Das Bachelor-Master-Modell sei nach Auffassung der CDU-Fraktion grundsätzlich auch für die Lehramtstudiengänge anwendbar, so de Jager. Allerdings warnte er vor überstürzten Abenteuern. Die Einführung von Bachelor-Master-Studiengängen im Lehramt sei von zwei Voraussetzungen abhängig. 1. Auch bei Bachelor-Master- Studiengängen müsse der Schulartenbezug erhalten bleiben. 2. Sei die Einführung von Bachelor-Master-Abschlüssen im Lehramt nur bei einer bundeseinheitlichen Regelung denkbar. Die gegenseitige Anerkennung von Lehramtskandidaten sei zwingende Voraussetzung für die Einheitlichkeit des deutschen Bildungswesens. Aus diesem Grund sei es kritisch zu bewerten, dass auch an schleswig-holsteinischen Hochschulen unter erheblichen Zeitdruck bereits an Modellen gebastelt wird, bevor es KMK-Empfehlungen gäbe.