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Einzelmaßnahmen der Gesamtbaumaßnahme Landeshaus
Anlage zur Presseerklärung 10. Juni 2004:Einzelmaßnahmen der Gesamtbaumaßnahme LandeshausDie Leitung und Steuerung dieser öffentlichen Baumaßnahme mit offiziellen Beginn am 1. Febr. 2001 erfolgte durch die Gebäudemanagement Schleswig-Holstein AöR (GMSH).Der Neubau des Plenarsaals erfolgte nach einem Entwurf des Han- noveraner Büros Pax und Hadamcik, Arndt, Brüning (PHAB), die im Jahr 1999 einen internationalen Architektenwettbewerb gewinnen konnten. Der neue Plenarsaal einschließlich der Eingangshalle wurde am 28. Februar 2003 fertig gestellt und wird seitdem mit Erfolg ge- nutzt. Das dazugehörige Besucherinformationszentrum, die Presse- bereiche, die Tribüne und die Dolmetscherarbeitsplätze haben sich im Sitzungsbetrieb, aber auch bei sonstigen Tagungen bewährt. Glei- ches gilt für den sehr klar und qualitätsvoll umgestalteten Zugangsbe- reich mit seinen Informationseinrichtungen und den Foyerbereichen vor dem Plenarsaal. Hier sind insbesondere die Kaffeebar, das Besu- cherforum und die sog. Havannalounge beliebte Aufenthaltsbereiche.Mit der beeindruckenden, stützenfreien Überdachung des Nordho- fes wurde der bis dahin ungenutzte Innenhof zu einem attraktiven Kantinenbetrieb umgestaltet. Die Übergabe erfolgte am 15. August 2003. Die in 14 Meter Höhe gespannte filigrane Stahl- und Glaskon- struktion lässt ganzjährig so viel Licht durch, dass ein heller, offener Raum entstanden ist, der gleichzeitig auch die umliegenden denkmal- geschützten Gebäudeteile ins rechte Licht rückt. Für die Planung und die Ausführung zeichnet die GMSH verantwortlich, für die Berechnung der besonderen Kuppelkonstruktion wurde das spezialisierte Stuttgar- ter Ingenieurbüro Werner Sobek gewonnen.Die Umgestaltung des 1. Obergeschosses im Bereich des Mittelri- salites wird am morgigen Tag abgeschlossen und übergeben. Die gesamte Ebene ist zukünftig multifunktional nutzbar. Zeitgemäße me- dientechnische Einrichtungen und Anschlüsse, die natürlich auch mit dem Erdgeschoss und dem Plenarsal vernetzt sind, ermöglichen eine vielfältige Nutzung. Mit der Planung wurde das Büro Pax und Brüning beauftragt, dieses hat auch in den Details eine gestalterische Einheit mit den Erdgeschossbereichen geschaffen. So finden sich die Boden- und Deckengestaltung des Eingangsbereiches auch im Oberge- schoss wieder. Hervorzuheben ist der Umbau des alten Plenarsaals zum neuen Schleswig-Holstein-Saal. Wenn auch die historische Bestuhlung der neuen Funktion weichen musste, so sind dennoch im Bereich der Lichtdecke oder der ehemaligen Tribünenanlage Teile des histori- schen Bestandes des ehemaligen Plenarsaals zeitgemäß in die neue Nutzung integriert. Im gegenüberliegenden Sitzungssaal, über dem Haupteingang des Landeshauses, wurden unter Erhalt der ehemali- gen Raumgestaltung Modernisierungsmaßnahmen im Bereich der Akustik und Medientechnik durchgeführt.Somit ist im 1. Obergeschoss eine neue, transparente, vielfältig nutz- bare Veranstaltungsebene entstanden, die nicht nur über die großzü- gige Haupttreppe erschlossen wird, sondern auch behindertengerecht über den neuen gläsernen Aufzug.Fertig gestellt und übergeben werden des Weiteren die Umbauten im 3. Obergeschoss. Anstelle des Kantinenbereichs wurden 2 Sitzungs- räume eingerichtet, die durch eine flexible Wand getrennt sind und bei Bedarf zusammengeschaltet werden können. Die insgesamt zurück- haltend, aber in wärmeren Farbtönen gestalteten beiden Sitzungs- räume bieten einen angemessenen Rahmen für offizielle Veranstal- tungen des Landtages. In den ehemaligen Küchennebenräumen ent- standen Büroräume. In diesem Zusammenhang wurde der jetzige Presseraum erweitert und vom Fußbodenbelag über die Wand- und Deckengestaltung bis hin zur Integration von Medientechnik moderni- siert. Auch die Zugangssituation wurde verbessert. Alle diese Maß- nahmen wurden von der GMSH geplant und durchgeführt.Ebenfalls fertig gestellt und übergeben werden die neu gestalteten Freianlagen des Landeshauses. Beauftragt wurde das Büro Brien, Wessels und Werning, die im Jahr 2001 Sieger eines Wettbewerbes waren. Die Neugestaltung hatte das Ziel, das Landeshaus vollständig mit einem echten „Freiraum“ zu umgeben, um sowohl die Förde vom Landtag aus als auch den Landtag selbst von der Wasserseite wieder erlebbarer zu machen. Die ehemaligen stacheligen Pflanzenbarrieren wurden durch großzügige, abgetreppte Böschungen mit Sitzstufen und Rasenplateaus ersetzt. 13 neue heimische Bäume, 6 - 7 Meter hoch, schaffen im Verbund mit dem vorhandenen Baumbestand den Eindruck eines offenen Landschaftsparks. Bei der Neugestaltung des Eingangs auf der Westseite wurden eine niveaugleiche Vorfahrt ge- schaffen und der ruhende Verkehr neu geordnet. Die Eingangssituati- on der neuen Kantine im Nordhof wurde im Rahmen des Gesamtkon- zeptes gestaltet.Aufgestellt wurde auch das Kunstwerk mit dem Titel „Arbeitslampe“ von Stefan Kern, das eine Fachjury aufgrund seiner künstlerischen Qualität und skulpturalen Prägnanz aus den eingereichten Arbeiten eines Wettbewerbs ausgewählt hat. Eine 5,70 Meter hohe Säule aus weißem Stahl, die auf 8 schrägen Pfeilern steht, wird im Rahmen der Übergabe enthüllt. Eine rote Lampe auf ihrer Spitze soll jeweils bei Sitzungen des Schleswig-Holsteinischen Landtages leuchten.Vergessen werden darf auch nicht eine 15 Meter hohe Want der Gorch Fock. Dieses Symbol der Partnerschaft zwischen den Landtag und dem Segelschulschiff wird nördlich des Landeshauses in einem Stahlrahmen ausgestellt.