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Umbau und Neugestaltung des Landeshauses abgeschlossen
10. Juni 2004, 14:00 Uhr„Was Mitte der 80er Jahre begonnen wurde, findet nun nach rund 20 Jahren Bautätigkeit seinen erfolgreichen Abschluss“, so kommen- tierte Landtagspräsident Heinz-Werner Arens die Übergabe der Baumaßnahmen am und im Landeshaus in Kiel und damit die Fertig- stellung des Umbaus und der Erweiterung der alten kaiserlichen Ma- rineakademie an der Förde zu einem modernen, funktionsgerechten Parlamentsgebäude.Am morgigen Tag wird durch den technischen Geschäftsführer der Gebäudemanagement Schleswig-Holstein AöR (GMSH) die abge- schlossene Baumaßnahme Landeshaus an Landtagpräsident Arens übergeben, die als letzter Bauabschnitt des Umbaus des Landes- hauses am 1. Februar 2001 eingeleitet wurde. Arens bedankte sich insbesondere bei der GMSH, den Hannovera- ner Architekten Wolfgang-M. Pax und Anja Brüning sowie allen wei- teren Baubeteiligten im Namen der Baukommission des Schleswig- Holsteinischen Landtages für die konstruktive und zielführende Zu- sammenarbeit. „Grundlegend für den Erfolg der Maßnahme war die fraktionsübergreifende Zusammenarbeit innerhalb der Baukommissi- on, die zu jedem Zeitpunkt reibungslos und optimal funktioniert hat. Das kann auch bei der Abarbeitung anderer Themen gerne mal Schule machen“, betonte Arens.„Es ist alles so, wie wir uns das vorgestellt haben: Schleswig- Holsteins Parlament hat einen angemessenen und attraktiven neuen Plenarsaal sowie moderne und funktionsgerechte Arbeits- und Ver- anstaltungsräume. Insbesondere die neue Gestaltung der Freianla- gen um das Landeshaus herum öffnet das Gebäude zur Wasserseite und macht das Landeshaus nun wirklich zum ‚Haus an der Förde’“, so Arens. Es sei immer der Wille der Fraktionen des Landtages ge- wesen, dass das Landeshaus über seine Außengestaltung zur An- näherung der Bürgerinnen und Bürger einlädt. Dies sei mit der Neu- gestaltung hervorragend gelungen, erklärte der Landtagspräsident.„Der Schleswig-Holsteinische Landtag versteht sich als Haus der Bürgerinnen und Bürger Schleswig-Holsteins. Dies soll auch durch den ‚Tag der offenen Tür’ am 4. September dieses Jahres zum Aus- druck kommen, an dem sich alle Schleswig-Holsteiner von dem ge- lungenen Umbau des Landeshauses überzeugen können“, lud Arens bereits jetzt ein.„Wir schließen eine für die GMSH wichtige und repräsentative ar- chitektonische Aufgabe erfolgreich ab“, gab sich Holger Basten von der GMSH mit der geleisteten Arbeit zufrieden. „Insgesamt ist eine architektonische Lösung gefunden worden, die neben zeitgemäßen Funktionalitäten eine von innen und außen erlebbare große Trans- parenz geschaffen hat. Dabei darf nicht vergessen werden, dass von insgesamt 355 Auftragnehmern rund 70 % aus Schleswig- Holstein waren und insgesamt 56 Ingenieurbüros und Spezialisten mitgewirkt haben.“Ende der 70er Jahre wurde durch die Mitglieder des Schleswig- Holsteinschen Landtags beschlossen, dass man keinen Neubau des Parlaments, sondern den Umbau der alten kaiserlichen Marineaka- demie zu einem modernen Parlamentsgebäude vollziehen wollte. Dies geschah maßgeblich vor dem Hintergrund der Einschätzung, dass der Umbau des Landeshauses lediglich die Hälfte an Kosten gegenüber einem Neubau verursachen würde. Die Gesamtkosten aller seit 1984 durchgeführten Umbaumaßnah- men der Marineakademie belaufen sich auf rund 36,3 Millionen Euro.1984 wurde mit den ersten Baumaßnahmen begonnen. Anfang der 90erJahre kam es zu einer Bauunterbrechung. Verursacht wurde diese durch die Notwendigkeit einer Umplanung: Die ursprüngliche Absicht, den alten Plenarsaal zu modernisieren und zu erweitern, ließ sich aus bautechnischen Gründen nicht verwirklichen, so dass in die- sem Bereich ein Neubau ins Auge gefasst werden musste. Da gleichzeitig Unsicherheit bezüglich der Folgekosten für das Land durch die Deutsche Einheit bestand, wurde eine Bauunterbrechung vorgenommen. Erst Ende der 90er Jahre wurde beschlossen, die begonnenen Umbau und Erweiterungsmaßnahmen am Landeshaus nunmehr zu vollenden.Der jetzt abgeschlossene letzte Bauabschnitt hat ein Kostenvolumen von insgesamt rund 23 Millionen Euro. Vorgesehen war bei Planungsbeginn im Jahre 1999 für den ab- schließenden Bauabschnitt eine Deckelung der Kosten für alle Maß- nahmen auf 17 Mio. Euro. Dieser Kostenrahmen ist für die seinerzeit vorgesehenen Maßnahmen um insgesamt 1,5 Mio. Euro unterschrit- ten worden. Diese Summe sowie weitere Gelder in Höhe von rund 6 Mio. Euro sind für Maßnahmen verwandt worden, die zu Beginn des Baupro- zesses nicht eingeplant waren und erst im Zuge der Durchführung der Baumaßnahmen durch die Baukommission zusätzlich genehmigt wurden.Im Einzelnen gliedern sich die Kosten wie folgt:Die Gesamtbaumaßnahme umfasst 8 Teilmaßnahmen:Erneuerung von Fenstern sowie Abrissarbeiten alte Terrasse EURO 984.200,00 Neubau Plenarsaal EURO 8.058.300,00 * und ** Neugestaltung der Eingangshalle EURO 1.380.500,00 Umbau des alten Plenarsaals zum Schleswig-Holstein-Saal EURO 2.195.000,00 Freianlagen EURO 1.428.000,00 Ersteinrichtung und Honorarkosten EURO 1.503.080,00Nordhofüberbauung im Landeshaus – Einbau einer Restauration EURO 4.025.000,00 ** Umgestaltung 3. Obergeschoss, Rückbau der Kantine EURO 987.520,00 ** Sicherheitskonzept für das Landeshaus EURO 2.520.000,00 **Gesamtkosten EURO 23.081.600,00(* Nicht absehbare und notwendig gewordene Mehrkosten. Im Zuge des Neubaus Plenarsaal: Mehrkosten für Gründungsarbei- ten anteilig an der angegebenen Gesamtsumme iHv. rund 400 T€)(** Nachträgliche und ergänzend genehmigte Mehrkosten. Im Zuge des Neubaus Plenarsaal: Mehrkosten für technische Ver- besserungen/Ergänzungen zur Energieeinsparung sowie Konfe- renztechnik anteilig an der angegebenen Gesamtsumme iHv. rund 540 T€. Ansonsten Mehrkosten durch ergänzende nachträgliche Maßnah- men wie in Auflistung angegeben)