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Angelika Birk zu Pflegeberatungsstellen
Fraktion im Landtag PRESSEDIENST Schleswig-Holstein Pressesprecherin Es gilt das gesprochene Wort! Claudia Jacob Landeshaus TOP 18 – Trägerunabhängige Pflegeberatungsstellen Düsternbrooker Weg 70 24105 KielDazu sagt die sozialpolitische Sprecherin Durchwahl: 0431/988-1503 Zentrale: 0431/988-1500 der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Telefax: 0431/988-1501 Angelika Birk: Mobil: 0172/541 83 53 E-Mail: presse@gruene.ltsh.de Internet: www.gruene-landtag-sh.de Nr. 223.04 / 16.06.2004Pflegeberatung ist unerlässlich und spart sogar noch GeldWenn es sie nicht schon in einigen Landkreisen und Kreisfreien Städte gäbe, müssten wir sie schleunigst erfinden: Die Pflegeberatungsstellen.Schon längst hätten die Kommunen oder Landkreise solche Beratungsstellen im Eigeninteresse direkt nach Einführung der Pflegeversicherung schaffen müssen, um allen, die nicht wissen, welche Angebote es für ihren speziellen Pflegebedarf gibt und wie sie sich finanzieren, rasch und zielgenau weiterzuhelfen. Dies gehört heutzutage zur Daseinsvorsorge.Es brauchte aber Anstöße und die Anreizfinanzierung vom Land, bis die ersten Bera- tungsstellen gegründet wurden. Und die CDU regierten Kreise- wie Ostholstein schließen diese sinnvolle und angesichts der zunehmenden Alterung der Bevölkerung immer wich- tigere Beratungseinrichtung schon wieder. Und auch im Landtag zeigt die CDU tiefe Ah- nungslosigkeit zu diesem Thema.Kommunen, die keine Pflegeberatungsstellen haben, wollen vom Pflegebedarf ihrer Be- völkerung nichts wissen.Dabei rechnen sich diese Beratungseinrichtungen sogar, wie beispielsweise in Osthol- stein bewiesen wurde. Denn zu vielen, oft überstürzten Einweisungen in Pflegeheime gibt es oft alternative Pflegearrangements, die kostengünstiger sind und vor allem den al- ten Menschen mehr Freiheit lassen, aber genau darüber müssen Pflegebedürftige und ihre Angehörigen orts- und zeitnah auch im Notfall beraten werden- und zwar von einer neutralen heimunabhängigen Instanz.1/2 Unabhängigkeit der Beratung ist auch eine notwendige Voraussetzung, wenn zukünftig das zentrale Notruftelefon unter Beibehaltung mit seiner landesweiten Nummer auf die Pflegeberatungsstellen dezentralisiert werden soll. Gerade die jüngsten Vorkommisse in den Heimen des DRK zeigen, wie unverzichtbar solche Beschwerdestellen sind.Nach unseren Vorstellungen sollten die Pflegeberatungsstellen darüber hinaus aber sys- tematisch bei der Pflegeinfrastruktur der Kommunen und Kreise einbezogen werden, denn sie wissen am besten, welche Hilfen besonders nachgefragt werden.Vorausgesetzt es gibt überhaupt eine solche trägerunabhängige örtliche Entwicklungs- planung für die Vielfalt der Pflegebedarfe, insbesondere für neue Wohnformen außerhalb der Heime, aber genau daran hapert es noch bei vielen Kommunen und Landkreisen. ***