Diese Webseite verwendet ausschließlich für die Funktionen der Website zwingend erforderliche Cookies.
Lars Harms: Friesische Ortsnamen in Schulatlanten aufnehmen
Pressemitteilung Nr. 092/2004Flensburg, den 2.08.2004Friesische Ortsnamen in Schulatlanten aufnehmenDer SSW fordert die Aufnahme friesischer topographischer Bezeichnungen in deutschen Schulbüchern. „Friesische Ortsnamen in Atlanten und auf Wandkarten fördern die friesische Sprache und verdeutlichen die kulturelle Besonderheit Schleswig-Holsteins“, sagt der Landtagsabgeordnete Lars Harms.„Die Erfahrungen mit sorbischen Ortsnamen in Schulatlanten sind gut. Deshalb muss jetzt auch dem Wunsch der Friesen entsprochen werden, zweisprachige Bezeich- nungen für die Orte, Inseln und Regionen in Nordfriesland einzuführen. Die Verwen- dung friesischer Namen in den Atlanten fördert die friesische Sprache im Alltag und stärkt die regionale Verbundenheit. Außerdem werden die Schülerinnen und Schüler bundesweit auf die besondere sprachliche Vielfalt Schleswig-Holsteins aufmerksam gemacht. Wir erwarten, dass die Landesregierung sich jetzt offensiv dafür einsetzt.“Auf Initiative des SSW hatte die Landesregierung im Jahr 2000 erklärt, sich für einen diesbezüglichen Beschluss der Kultusministerkonferenz (KMK) einzusetzen, wenn die bereits beschlossene Aufnahme sorbischer Ortsnamen in Schulatlanten positiv ver- liefe. Die Landesregierung hat jetzt in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage des Abge- ordneten Harms (Drs. 15/3580) darauf verwiesen, dass die ersten Erfahrungen mit der praktischen Umsetzung positiv sind. Das Bildungsministerium hat gebeten, das The- ma im Oktober im Zuständigen KMK-Ausschuss zu behandeln.Die Sorben sind eine slawische Minderheit, deren Siedlungsgebiet in den Bundes- ländern Brandburg und Sachsen liegt. Pressesprecher Lars Erik Bethge, Tel. 0431-988 1383