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Angelika Birk zur Unterrichtsversorgung
Fraktion im Landtag PRESSEDIENST Schleswig-Holstein Pressesprecherin Es gilt das gesprochene Wort! Claudia Jacob Landeshaus TOP 31 – Unterrichtssituation 2003/04 Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel Durchwahl: 0431/988-1503 Zentrale: 0431/988-1500 Dazu sagt die bildungspolitische Sprecherin Telefax: 0431/988-1501 der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Mobil: 0172/541 83 53 E-Mail: presse@gruene.ltsh.de Angelika Birk: Internet: www.gruene-landtag-sh.de Nr. 287.04 / 26.08.2004Unterrichtsversorgung fast im grünen BereichTrotz ansteigender Schülerzahlen hat sich die Unterrichtsversorgung im vergangenen Schuljahr deutlich verbessert und die verlässliche Grundschule und mehr Ganztagsan- gebote wurden sogar ausgeweitet. Dies ist möglich aufgrund durch ein Plus von zwei- hundert Lehrerstellen und durch die Maßnahmen des Programms „Jede Stunde zählt“ gegen den Unterrichtsausfall. Wer das selber nachprüfen möchte, kann sich ab diesem Herbst durch monatliche aktuelle Daten im Internet davon überzeugen. All dies hatte das Parlament und insbesondere meine Fraktion auch immer gefordert.Unverständlich ist vor diesem Hintergrund, dass einige Verbände, wie z.B. der Philolo- genverband im September ihre landesweiten Jahreshauptversammlungen mit Fachpro- grammen immer noch an einem Vormittag stattfinden lassen. Gleichzeitig kämpfen Leh- rerInnen mancherorts verzweifelt um den Erhalt von Projekttagen oder Exkursionen in Naturschutzgebiete oder zu naturwissenschaftlichen Ausstellungen wie der Phänomenta, weil sich immer noch nicht überall herum gesprochen hat, dass Unterricht auch anders aussehen kann, als die klassische 45-Minuten-Stunde.Nach wie vor sind die Klassen in Schleswig Holstein im Durchschnitt kleiner als in ande- ren Bundesländern, nach wie vor gibt es weit mehr Lehrernachwuchs als eingestellt wer- den kann, darunter auch viele BewerberInnen aus anderen Bundesländern. Die Kas- sandrarufe der Opposition laufen ins Leere.Wie sieht es nun aus mit der Verteilung der pädagogischen Kapazitäten in den unter- schiedlichen Jahrgängen und Schularten?1/2 Am besten ist die Unterrichtsversorgung immer noch in der gymnasialen Oberstufe, al- lerdings ist deutlich eine erste Umsteuerung der pädagogischen Ressourcen zugunsten der Grundschule zu erkennen. Diesen Weg gilt es weiter zu gehen und zu beschleuni- gen.Ein genaues Hinsehen erfordert die Situation im förderpädagogischen Bereich. Erfreu- lich: In den letzten 10 Jahren hat sich der Anteil der Kinder, die integrativ beschult wer- den verdoppelt, entsprechend haben die Förderschulen ihre Klassen verringert. Ander- seits gibt es immer mehr Kinder mit förderpädagogischen Bedarf und Kritik an zuwenig Ressourcen für eine gelingende Integration.Die schlechte Versorgung von Hauptschulen und Berufsschulen lässt sich allerdings nicht allein durch Verteilung von Lehrerstellen lösen, sondern ist auch ein Indiz dafür, dass unser ständisches Schulsystem diese Schularten benachteiligt. Dagegen setzen wir unser Programm „Neun gemeinsame Schuljahre für alle Kinder“. Dies würde sich päda- gogisch und auch finanziell auszahlen. Der Generationswechsel in den Lehrerkollegien, die finanziellen Sonderanstrengungen für Schulsanierung und Neubau sind eine große Chance hierfür. Dem muss allerdings die Schulentwicklungsplanung der Kommunen und des Landes Rechnung tragen. ***