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22.09.04 , 10:25 Uhr
FDP

Ekkehard Klug: "Rot-Grüne Einheitsschule ist der letzte Akt einer gescheiterten Bildungspolitik".

FDP Landtagsfraktion Schleswig-Holstein 1



Presseinformation Wolfgang Kubicki, MdL Vorsitzender Dr. Heiner Garg, MdL Nr. 307/2004 Stellvertretender Vorsitzender Dr. Ekkehard Klug, MdL Kiel, Mittwoch, 22. September 2004 Parlamentarischer Geschäftsführer Christel Aschmoneit-Lücke, MdL Sperrfrist: Redebeginn Joachim Behm , MdL Günther Hilde brand, MdL Es gilt das gesprochene Wort! Veronika Kolb, MdL
Bildungspolitik/OECD-Bericht



www.fdp-sh.de Ekkehard Klug: „Rot-Grüne Einheitsschule ist der letzte Akt einer gescheiterten Bildungspolitik“. In der Landtagsdebatte zu TOP 1 (Aktuelle Stunde zum OECD- Bildungsbericht) erklärte der bildungspolitische Sprecher der FDP- Landtagsfraktion, Dr. Ekkehard Klug:
„Aktuell ist das Thema OECD-Bildungsbericht zweifellos. Die Regeln einer Aktuellen Stunde im Parlament erlauben aber nur ein ‚Schnellgericht’: die bildungspolitische 5-Minuten-Terrine, die der SSW hier angerührt hat.
Weder der aktuelle OECD-Bericht noch die PISA-Studie liefern empirische Belege für die von SPD, Grünen und SSW behauptete Überlegenheit eines Einheitsschulsystems bis Klasse 9 oder 10.
Dänemark hat bei „PISA 2000“ mit einem solchen Schulsystem kaum besser und teils sogar schlechter abgeschnitten als Deutschland.
In der nördlich unserer Grenze zur PISA-Studie geführten Debatte verwies die dänische Unterrichtsministerin Ulla Tørnæ außerdem - s nachzulesen im „Nordschleswiger“ - „auf die Erkenntnis, dass in Dänemark das ‚soziale Erbe’, also gesellschaftliche Stellung und Bildungsniveau des Elternhauses, größten Einfluss auf den Schulerfolg der Kinder haben.
‚Es sind Probleme, die nicht allein von den Schulen gelöst werden können’, so die Ministerin, die gesamte Sozialpolitik spiele dabei eine Rolle. Ulla Tørnæ nennt es besonders beunruhigend, dass jeder fünfte s Schüler, der die Volksschule verlässt, nur unzureichend lesen kann. Daran sei vor allem das soziale Umfeld dieser Jugendlichen schuld. Sie möchte verstärkt differenzierten Unterricht anbieten, um den schwachen Schülern unter die Arme zu greifen“.


Christian Albrecht, Pressesprecher, V.i.S.d.P., FDP Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, 1 Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431/9881488 Telefax: 0431/9881497, E-Mail: presse@fdp-sh.de, Internet: http://www.fdp-sh.de/ 2 Tatsächlich kann zum Beispiel Österreich mit seinem gegliederten Schulwesen bei der Förderung der Lesekompetenz von Kindern aus Familien mit geringem Einkommen ähnliche Resultate vorweisen wie Norwegen - und deutlich bessere als Dänemark!
Das Fiasko der Luxemburger, die mit ihrer Vorschulpflicht für Vierjährige, mit ihrer sechsjährigen Grundschule, mit ihren rekordverdächtigen Ausgaben für den Primarbereich, mit Sekundarschulen, die kaum differenzieren, gleichwohl den letzten PISA-Rangplatz vor Mexiko und Brasilien erreicht haben, sollte auch nicht unerwähnt bleiben.
SPD, Grüne und SSW stellen mit ihren Plänen zu einem Schulsystemwechsel nicht nur einen ungedeckten Scheck aus. Sie unterschätzen auch die Intelligenz der Bürger – und zwar gewaltig.
Wer hat denn in Schleswig-Holstein in den neunziger Jahren die Vorklassen der Grundschulen abgeschafft? – Die SPD!
Wer hat denn zuletzt noch vor wenigen Monaten ein Hochschulstudium für Erzieher und Vorschulpädagogen abgelehnt, wie wir es hier beantragt haben? Auch da waren die Sozialdemokraten mit von der Partie.
Und wer hat Ende letzten Jahres die FDP-Haushaltsanträge auf eine höhere Landesförderung für KiTas abgelehnt? – SPD, Grüne und SSW.
Diejenigen, die seit 1988 in diesem Land die Regierungsverantwortung tragen, haben in Wirklichkeit wesentliche Schritte zur Verbesserung der frühkindlichen Bildung entweder verweigert oder sogar, wie bei Abschaffung der Vorklassen, solche Bildungsangebote zerstört. Heute wären wir froh über solche Strukturen - wo es doch darum geht, den Vorschulbereich zu stärken, dem es in Deutschland im internationalen Vergleich an Bildungsqualität fehlt.
Und wenn es um die Förderung der leistungsschwächeren Schüler geht: Wer ist denn dafür verantwortlich, dass in diesem Land an Hauptschulen fast jede fünfte nach den Stundentafeln vorgesehene Unterrichtsstunde nicht erteilt wird ? (Vgl. die „Bemerkungen 2003“ des Landesrechnungshofes, S.269).
Wer hat denn die Verantwortung dafür, dass von den 200 zusätzlichen Lehrerstellen, die der Landeshaushalt 2004 zur Verfügung stellt, nicht eine einzige bei den Hauptschulen angekommen ist – und das trotz der auch dort noch wachsenden Schülerzahl? Keine andere Schülergruppe ist von Rot-Grün so schäbig behandelt worden wie die Hauptschüler!
Die FDP-Fraktion hat allein seit Beginn dieser Wahlperiode für jedes Haushaltsjahr jeweils 25 zusätzliche Lehrerstellen für die Hauptschulen beantragt. In der Addition hätte das zu einer spürbaren, wirksamen und dringend gebotenen Förderung der Hauptschüler beigetragen - allein, die Mehrheitsverhältnisse haben dies nicht zugelassen.
Vor drei Jahren, bei Veröffentlichung der PISA-Studie, sagte Frau Erdsiek-Rave noch, sie sei gegen eine Neuauflage der alten Schulartdebatten; und wörtlich: „Wir würden nur Kraft vergeuden, statt das zu tun, was getan werden muss“. (Kieler Nachrichten, 5.12.2001).
Eben weil in diesem Lande nicht das getan worden ist, was eigentlich getan werden musste, greift eine abgewirtschaftete Landesregierung nun doch zum Rettungsanker bodenloser Versprechungen auf ein vorgeblich besseres Schulsystem.
Die rot-grüne Einheitsschule ist nichts anderes als der letzte Akt einer gescheiterten Bildungspolitik.“ Christian Albrecht, Pressesprecher, V.i.S.d.P., FDP Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, 2 Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431/9881488 Telefax: 0431/9881497, E-Mail: presse@fdp-sh.de, Internet: http://www.fdp-sh.de/

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