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Veronika Kolb: "Ein hervorragender Beitrag für die Verständigung im Nahen Osten."
FDP Landtagsfraktion Schleswig-Holstein 1Presseinformation Wolfgang Kubicki, MdL Vorsitzender Nr. 333/2004 Dr. Heiner Garg, MdL Stellvertretender Vorsitzender Kiel, Dienstag, 28. September 2004 Dr. Ekkehard Klug, MdL Parlamentarischer Geschäftsführer Sperrfrist: Redebeginn Christel Aschmoneit-Lücke, MdL Joachim Behm , MdL Es gilt das gesprochene Wort! Günther Hildebrand, MdL Veronika Kolb, MdLVeronika Kolb: „Ein hervorragender Beitrag für die www.fdp-sh.de Verständigung im Nahen Osten.“ Anlässlich der Lesung von Frau Dr. Halima Alaiyan im Landeshaus aus ihrer Autobiografie „Vertreibung aus dem Paradies“ sagte die sozialpolitische Sprecherin der FDP-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Veronika Kolb:„Europa und der Nahe Osten sind auf vielfältige Weise besonders eng miteinander verbundene Regionen. Der Nahe Osten hatte maßgeblichen Anteil an der Entwicklung dessen, was heute europäische Kultur ist. Um so mehr ist die Stabilität des Nahen Ostens und der gesamten Region für eine friedliche und erfolgreiche Entwicklung Europas entscheidend.Niemand kann in Ruhe leben, wenn seine Nachbarn von politischer und sozialer Unsicherheit bedroht sind. Einen solchen Frieden im Nahen Osten können die Beteiligten aber nur selber schließen. Und hierbei können und wollen wir gerne helfen.Auch Europäer mussten vor über fünfzig Jahren vollkommen neu beginnen. Deutschland wurde von seinen Nachbarn in Europa, aus dessen humanistischer Tradition es sich selbst ausgeschlossen hatte, wieder aufgenommen - zunächst mit verständlichem Misstrauen, dann aber im Geiste der Nachbarschaft, der zum Schlüssel der europäischen Einigung wurde.Kann die europäische Erfahrung ein Muster sein, das auch in anderen Weltteilen erprobt werden könnte, auch in Israel und im gesamten Nahen Osten? Das ist eine oft gestellte Frage. Konflikte sind nicht vergleichbar; die Lösung eines Konfliktes kann nur selten zur Blaupause für die Lösung anderer Konflikte werden.Einen Schluss dürfen wir aber ziehen: Aus Kriegen heraus zu einem geordneten Zusammenleben zu kommen, ist jenseits aller Verträge nur durch Einigung auf einen gemeinsamen Grundgedanken möglich: Es gilt, nationale Egoismen in produktives gemeinsames Handeln umzuwandeln. Das ist der Kern des europäischen Erfolges. Christian Albrecht, Pressesprecher, V.i.S.d.P., FDP Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431/9881488 Telefax: 0431/9881497, E-Mail: presse@fdp-sh.de, Internet: http://www.fdp-sh.de/ 2Aus vermeintlicher Unversöhnbarkeit kann ein geregeltes Nebeneinander und schließlich ein Miteinander entstehen.Natürlich verbieten die Besonderheiten im Nahen Osten vom europäischen Einigungswerk voreilig auf die Lösung der israelisch-arabischen Gegensätze zu schließen. Dennoch können wir aus der Vergangenheit lernen, dass es eine „ewige“ Feindschaft nicht geben muss und darf. Geschichte kann auch gelingen! Damit dies gelingt, ist es vor allem wichtig, dass sich die junge israelische und palästinensische Generation kennen lernt, sich gemeinsam mit der Vergangenheit und Gegenwart auseinandersetzt und eine gemeinsame Zukunft sucht. Gerade jungen Menschen sind wahrhaftige Botschafter ihres Landes.Und ohne den Umgang unter den Kindern beider Gebiete wird sich die Zukunft aller im Nahen Osten nicht so entwickeln können, wie wir uns das wünschen.Um so mehr beeindruckt mich das Engagement unseres heutigen Gastes, Frau Dr. Halima Alaiyan, die ihr persönliches Schicksal mit ihrer Stiftungsinitiative verbunden hat, Möglichkeiten der Begegnung und des Kennenlernens israelischer und palästinensischer Kinder in Deutschland zu schaffen.Welches Deutschland können israelische und palästinensische Jugendliche heute kennen lernen? Die Bundesrepublik Deutschland ist eine lebendige, pluralistische Demokratie. In unserem Gemeinwesen können sich Minderheiten entfalten; unterschiedliche Kulturen finden vielfältige Ausdrucksformen. Manche nennen unser Land multireligiös und multikulturell.Natürlich erleben wir auch Fremdenfeindlichkeit, Integrationsprobleme, und es gibt auch Antisemitismus. Das zu leugnen, wäre falsch und gefährlich. Hier stehen wir weiterhin vor großen Aufgaben. Manchmal sind diese Probleme aber gerade da am geringsten, wo es die meisten Bürger nichtdeutscher Herkunft gibt, zum Beispiel in den Ballungszentren Westdeutschlands.Einen Fremden zu hassen, fällt eben allemal leichter, wenn man ihn nicht kennt. Deutschland will ein offenes, liberales und gastfreundliches Land sein, in dem Menschen unterschiedlicher Religionen und Kulturen ihren Platz haben und zusammenleben können.Das setzt die Bereitschaft zur guten Nachbarschaft voraus, die sich im Alltag bewähren muss. Wenn wir alle hier in Deutschland einen Beitrag dazu leisten können, dass palästinensische und israelische Kinder außerhalb ihres Landes die Normalität des Alltags erleben dürfen und so bei allen kulturellen, historischen und religiösen Unterschieden gemeinsame Werte – das Verbindende – finden, dann ist viel erreicht.Um so wichtiger ist es, wenn wir – aufbauend auf unsere historische Erfahrung - eine private Initiative unterstützen können, die genau das im Nahen Osten im kleinen praktiziert, von dem wir Deutschen seit über fünf Jahrzehnten profitiert haben.Deshalb freue ich mich sehr, heute von Frau Dr. Alaiyan nicht nur mehr aus ihrer Autobiografie erfahren zu dürfen, sondern gemeinsam mit Ihnen über die Arbeit ihrer Stiftung und des ersten Besuches von 11 Kindern in diesem Sommer (vom 21. bis 31. August) diskutieren zu können.“Christian Albrecht, Pressesprecher, V.i.S.d.P., FDP Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431/9881488 Telefax: 0431/9881497, E-Mail: presse@fdp-sh.de, Internet: http://www.fdp-sh.de/