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11.11.04 , 12:48 Uhr
B 90/Grüne

Angelika Birk zur offenen Ganztagsschule

Fraktion im Landtag PRESSEDIENST Schleswig-Holstein Pressesprecherin Es gilt das gesprochene Wort! Claudia Jacob Landeshaus TOP 53 – Entwicklung Offener Ganztagsschulen Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel
Dazu sagt die bildungspolitische Sprecherin Durchwahl: 0431/988-1503 Zentrale: 0431/988-1500 der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Telefax: 0431/988-1501 Angelika Birk: Mobil: 0172/541 83 53 E-Mail: presse@gruene.ltsh.de Internet: www.sh.gruene-fraktion.de

Nr. 372.04 / 11.11.2004 Ganztagsschulen sind in Schleswig-Holstein ein voller Erfolg!
Erst wollte die CDU das Angebot des Bundes, vier Milliarden Euro Investitionsförderung der Bundesregierung, im Bundesrat ablehnen, inzwischen nimmt jedes Bundesland die Zuschüsse gern, denn die Schulen und Kommunen vor Ort drängen mit Macht auf den Ausbau von Ganztagsschulen.
Anfang der Legislaturperiode gab es in Schleswig-Holstein 22 sogenannte gebundene Ganztagsschulen mit Ganztagsunterricht für alle SchülerInnen. Inzwischen gibt es zwar nur eine gebundene Ganztagsschule mehr, aber insgesamt sage und schreibe zusätzlich 134 offene Ganztagsschulen, in denen ein Teil der Kinder und Jugendlichen mindestens an drei Tagen Mittagessen, Bildungs- und Freizeitangebote erhalten, also insgesamt 157 Ganztagschulen landesweit. Hinzu kommen noch weitere 45 Schulen, die immerhin an zwei Tagen ein entsprechendes Ganztagsangebot machen.
Die 135 Millionen Bundesförderung für entsprechende Investitionen für Ganztagschulen gehen weg wie warme Semmeln.
Aber nicht nur der quantitative Erfolg zählt, sondern auch die neue Qualität. Endlich ist die Öffnung der Schule in die Kommune hinein, die Vernetzung mit Jugendarbeit, mit Kulturangeboten und Sport in breitem Stil gelungen. Zahlreiche Kooperationsrahmenver- träge sind zwischen Land und Anbieter geschlossen worden und auch das Thema ge- sundes Mittagessen steht ganz praktisch auf der Agenda.
Richtig war die vom Landtag eingeforderte Schwerpunktsetzung der Förderung auf Grund- Haupt- und Gesamtschulen, die Einforderung einer Schulentwicklungsplanung seitens der Kommunen, sowie die Möglichkeit, dass auch freie Schulen von dem Ange- boten des Landes und des Bundes profitieren.
1/2 Ich freue mich, dass inzwischen alle Schularten, auch die Sonder- und Förderschulen sich zur Ganztagsschule entwickeln, weiß aber, dass vielerorts gerade für diese Schulart die bisherige laufende Förderung des Landes für das pädagogische Angebot nicht aus- reicht.
Wir müssen darauf achten, dass diese Nachmittagsangebote wirklich allen offen stehen und nicht Gebühren die Teilnahme ausschließen. Deshalb begrüßen wir, dass die Lan- desregierung eine Beratungs- und Koordinierungsstelle zur Vernetzung und Qualitätssi- cherung der Ganztagsschulen auf den Weg bringt.
Vielerorts wird wenigstens am Nachmittag schulartübergreifend gearbeitet. Stellvertre- tend hierfür nenne ich das Schulzentrum Rellingen, oder auch die Zusammenarbeit eines Gymnasiums mit einer Förderschule in Kiel Ellerbek. Die Öffnung der Schule über den Vormittag hinaus, die Partizipation aller, die die Ganztagsschule gestalten, legt die Grundlage für den nächsten Schritt unserer Schulreform: Das gemeinsame Lernen aller Kinder neun Jahre lang bis zum ersten Schulabschluss.

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