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Jost de Jager: Schnelles Handeln statt Schulstrukturdebatte erforderlich
Nr. 562/04 06. Dezember 2004 IM SCHLESWIG-HOLSTEINISCHEN LANDTAG PRESSEMITTEILUNG PRESSESPRECHER Torsten Haase Landeshaus, 24105 Kiel Telefon 0431-988-1440 Telefax 0431-988-1444 E-mail: info@cdu.ltsh.de Internet: http://www.cdu.ltsh.deBildungspolitik Jost de Jager: Schnelles Handeln statt Schulstrukturdebatte erforderlich Zu den Ergebnissen der zweiten PISA-Studie erklärte der stellvertretende Fraktions- vorsitzende, Jost de Jager: „Auch die neuen PISA-Ergebnisse zeigen deutlich, dass immer noch akuter Handlungsbedarf zur Verbesserung der Bildungssituation in Deutschland und auch in Schleswig-Holstein besteht. Wir müssen jetzt handeln, um auch der gegenwärtigen Schülergeneration noch eine Chance auf gute Bildung zu geben. Vor allem in Schleswig-Holstein müssen wir endlich die von SPD und Bündnis 90 / Die Grünen bisher unterlassenen aber notwendigen Reformen einleiten.Mit dem Experiment der rot-grünen Gemeinschaftsschule auf dem Rücken unserer Kinder werden wir unsere massiven Probleme aber nicht in den Griff bekommen. Ei- ne Gemeinschaftsschule für die Klassen 5-10 ist nichts anderes als eine gigantische Gesamtschule, die mehr Probleme schaffen als lösen wird. Man darf aus PISA nicht die falschen Schlussfolgerungen ziehen. Die PISA-Sieger, wie Finnland, bieten weit mehr als nur Gesamtschulen. In erfolgreichen Bildungssys- temen zählt vor allem die Leistung, die durch regelmäßige Evaluationen kontrolliert wird. Hier stehen die Lernergebnisse im Mittelpunkt und nicht die Lernprozesse. Zu- dem geben diese Länder wesentlich mehr Geld und Lehrerstellen in ihre Schulen, insbesondere in den Primarbereich. Diesen Weg will die CDU in Schleswig-Holstein gehen, weil unsere Schulen mehr können, als sie zurzeit dürfen.“Die CDU wird daher mit der Umsetzung konkreter Maßnahmen direkt nach der Wahl beginnen. Wir werden als erstes den Grundschulbereich massiv stärken. Denn nach wie vor geben wir im Vergleich zu anderen Ländern sehr viel Geld in die älteren Jahrgänge und zu wenig in die Grundschulen. Die CDU wird daher bereits im nächsten Jahr be- ginnen 650 zusätzliche Lehrerstellen im Grundschulbereich zu schaffen. Wir wollen, dass unsere Kinder gerade in den ersten und wichtigsten Schuljahren 100 % Unter- richt erhalten und von genügend Lehrkräften individuell unterstützt werden können.Zudem werden wir unsere Schulen von der bürokratischen Bevormundung der rot- grünen Landespolitik befreien und ihnen mehr pädagogische Eigenverantwortung geben. Wir haben großes Vertrauen in unsere Lehrerinnen und Lehrer. Sie sollen zukünftig selbst entscheiden, wie sie ihren Unterricht aber auch ihre Lernumgebung gestalten. Mehr Eigenverantwortung bedarf auf der anderen Seite einer stärkeren Erfolgskon- trolle. Deshalb wird die CDU Bildungsziele formulieren und in zentralen Vergleichs- und Abschlussarbeiten prüfen. Wir dürfen uns nicht mehr so viele Gedanken darüber machen, welche neuen Vorschriften wir in die Schulen hineingeben, sondern dar- über, welches Bildungsziel wir erreichen wollen.Durch eine größere Eigenverantwortung der Schulen auf der einen Seite und Er- folgskontrolle auf der anderen Seite werden wir unsere Schulen wieder auf den Weg an die Spitze im internationalen Vergleich bringen.“