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03.01.05 , 14:18 Uhr
SSW

Neue Demonstrationen auf Eiderstedt sind unsinnig

Pressemitteilung Nr. 001/2005

Kiel, den 3.01.2005

Pressesprecher Lars Erik Bethge, Tel. 0431-988 1383



Neue Demonstrationen auf Eiderstedt sind unsinnig
Lars Harms unterstützt den neuen Vertragsnaturschutz auf Eiderstedt

Die Demonstrationen gegen den Vertragsnaturschutz auf Eiderstedt sind nach Auffassung des SSW-Landtagsabgeordneten Lars Harms „unsinnig“. „Die Naturschutzmaßnahmen sind auf Betriebe begrenzt, die diese freiwil- lig durchführen, sie sind durch Vertrag zeitlich befristet und nach Vertrags- ende gibt es keinerlei weitere Auflagen. Deshalb macht es keinen Sinn, ge- gen diese Maßnahmen Sturm zu laufen“, sagt der nordfriesische Landtags- abgeordnete nach einem Informationsbesuch in einem der sechs Modell- Betriebe für den Vertragsnaturschutz.

„Das Vertragsnaturschutzprojekt auf Eiderstedt ist Naturschutz wie er sein soll. In Absprache mit den Menschen vor Ort werden ganz gezielt bestimmte Tierar- ten geschützt und gleichzeitig wird die traditionelle Art der Fennenwirtschaft auf Eiderstedt erhalten. Damit werden neben dem reinen Naturschutz auch kul- turhistorische Aspekte der Landschaft auf Eiderstedt berücksichtigt. Diese ganz- heitliche Sichtweise ist sowohl im Sinne der Landwirtschaft wie auch des Tou- rismus, von dem ein Grossteil der Menschen auf Eiderstedt lebt“, sagt der nord- friesische Landtagsabgeordnete. 2

Kern der neuen Art des Vertragsnaturschutzes ist, dass die betroffenen Betriebe ihre gesamte Grünlandfläche in den Vertragsnaturschutz einbringen und je nach dem wie stark die Auflagen für die einzelnen Teilflächen sind, erhält der Landwirt dann gestaffelte Zuschüsse. Dabei werden die durchzuführenden Maßnahmen genau auf die vorher vereinbarten Ziele abgestimmt.
„Wichtig ist, dass die betroffenen Landeigentümer, sofern es sich um Pacht- flächen handelt, mit einbezogen werden. Dies ist bei den sechs Demonstrations- projekten der Fall. Alle Verpächter haben sich einverstanden erklärt, ihre Flächen mit in das Programm aufzunehmen. Daher braucht sich niemand Sorgen ma- chen, dass hier den Menschen etwas übergestülpt wird. Die Maßnahmen, die stattfinden, beschränken sich auf den jeweiligen Betrieb, Nachbarflächen blei- ben völlig unberührt. Die Naturschutzmaßnahmen sind auch durch Vertrag zeit- lich befristet und nach Vertragsende gibt es keinerlei weitere Auflagen. Deshalb sind die Demonstrationen gegen diese Vertragsnaturschutzmaßnahmen auch unsinnig.
Der SSW hat immer einen Naturschutz gefordert, der gemeinsam mit den Men- schen vor Ort durchgeführt wird. Das Modellprojekt zeigt, wie dieses gemacht werden kann. Deshalb freut es uns, dass sich sechs Betriebe dieser Herausforde- rung stellen und neue Wege im Naturschutz suchen. Ich kann jedem nur emp- fehlen sich vor Ort darüber aufklären zu lassen“, sagt Lars Harms nach seinem Besuch auf dem Bauernhof von Monika und Redlef Volquardsen in Tetenbüll.

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