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Jost de Jager: Leistungsvergleich ohne PISA-Siegerländer
Nr. 17/05 19. Januar 2005 IM SCHLESWIG-HOLSTEINISCHEN LANDTAG PRESSEMITTEILUNG PRESSESPRECHER Torsten Haase Landeshaus, 24105 Kiel Telefon 0431-988-1440 Telefax 0431-988-1444 E-mail: info@cdu.ltsh.de Internet: http://www.cdu.ltsh.deBildungspolitik Jost de Jager: Leistungsvergleich ohne PISA-Siegerländer Zu den heute veröffentlichten Ergebnissen der VERA-Vergleichsarbeiten erklärt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU-Landtagsfraktion und Bildungsexperte im Kompetenzteam von Peter Harry Carstensen zur Landtagswahl 2005, Jost de Ja- ger:Die Vergleichsarbeiten VERA täuschen eine falsche Realität vor. Der Vergleich hinkt, denn hier werden nur SPD-regierte Bundesländer, die bei PISA mittelmäßig bis schlecht abgeschnitten haben, miteinander verglichen. Ein Vergleich mit den PISA- Siegerländern wie Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen findet hier nicht statt. Für die CDU sind die Ergebnisse daher nicht aussagekräftig genug. Ziel unserer Bil- dungspolitik ist es, sich auch mit den Besten vergleichen zu können.Bei genauerer Betrachtung der Ergebnisse ist für Schleswig-Holstein zudem festzu- stellen, dass die Ergebnisse gar nicht so gut sind, wie von Bildungsministerin Erd- siek-Rave behauptet. Der Anteil der Viertklässler mit nur schwachen Leistungen im Sachrechnen und Lesen ist mit 38 % bzw. 29 % sehr hoch und damit nicht zufrieden stellend ist. Auch wird deutlich, dass Viertklässler nichtdeutscher Muttersprache es in Schleswig-Holstein besonders schwer haben. Der Anteil der Viertklässler mit schwa- chen Fähigkeiten beträgt jeweils 49 %. Nur 14 bzw. 11% schaffen es im Lesen und Sachrechnen zu den Besten zu gehören. Es gelingt den Grundschulen demnach derzeit nicht, ausländische Kinder ausreichend zu integrieren, was starke Auswirkun- gen auf ihre weitere Schullaufbahn hat und erklärt, warum die Risikogruppe in den weiterführenden Schulen in Schleswig-Holstein so hoch ist. Ein Blick nach Bayern zeigt, dass dies besser gemacht werden kann. Dort haben bei PISA ausländische Kinder fast das Niveau, das im Bundesdurchschnitt Kinder deutscher Eltern haben.Die CDU sieht sich bestätigt, an ihren bildungspolitischen Zielen festhalten und ins- besondere die Grundschulen durch zusätzliche 650 Lehrerstellen zu stärken. So werden wir mehr Unterricht und mehr individuelle Förderung erreichen. Wir wollen, dass sich Schleswig-Holsteins Schülerinnen und Schüler zukünftig auch mit denen der PISA-Siegerländer messen können und den gleichen Ansprüchen, die dort schon seit längerer Zeit in Vergleichsarbeiten gestellt werden, gerecht werden können.