Diese Webseite verwendet ausschließlich für die Funktionen der Website zwingend erforderliche Cookies.
Karl-Martin Hentschel zum Flughafen Kiel-Holtenau
PRESSEDIENST Fraktion im Landtag Schleswig-Holstein Pressesprecherin Claudia Jacob Landeshaus Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel Durchwahl: 0431/988-1503 Zentrale: 0431/988-1500 Telefax: 0431/988-1501 Mobil: 0172/541 83 53 E-Mail: presse@gruene.ltsh.de Internet: www.sh-gruene.de Flughafen Holtenau: Nr. 014.05 / 25.01.2005 Klares Votum gegen den AusbauZu den Ergebnissen der gestrigen Kieler Einwohnerversammlung (24.01.2005) zum Flughafen Kiel-Holtenau erklärt der Vorsitzende der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Karl-Martin Hentschel:Die gestrige Einwohnerversammlung zum Flugplatz Kiel-Holtenau hat klare Ergebnisse gebracht. 90 Prozent der anwesenden Kieler BürgerInnen stimmten für den Abbruch der Ausbauplanung und gegen eine zweite Untersuchungsphase zur Vorbereitung der Plan- feststellung. Fast einstimmig sprach sich die Versammlung für die Unterstützung einer schnellen Schienenanbindung Kiels an den Hamburger Airport und den Hamburger Hauptbahnhof aus. Dieser Metroexpress würde den Flughafenausbau erübrigen.Und es macht tatsächlich keinen Sinn, 644.000 Euro für die Bearbeitungsphase II aus- zugeben, wenn schon jetzt völlig klar ist, dass der Finanzdeckel der Landeshauptstadt Kiel von 19,6 Mio. Euro für den Ausbau gesprengt wird. Dies ist bereits das Ergebnis der vorliegenden Untersuchung und dabei sind viele Risiken noch nicht bewertet, es kann al- so nur noch teurer werden.Die Geschäftsgrundlage für den Ausbaubeschluss existiert nicht mehr. Die Notwendigkeit der Startbahnverlängerung wurde mit der hohen Nachfrage nach Flügen von und nach Kiel begründet. Genau das ist nicht eingetreten. Jetzt heißt es, wir müssen die Startbahn verlängern, weil so wenige Menschen fliegen. Der Kieler Home-Carrier „Cimber Air“ soll gern die Linie Kiel-Frankfurt weiter betreiben, Cimber Air braucht nach eigenen Aussa- gen keine Startbahnverlängerung.Unser wichtigster Flughafen ist der Hamburger Airport. Weder für Kreuzfahrtgäste noch für vielfliegende Geschäftsleute wird ein Flughafen in Kiel eine ernst zu nehmende Alter- native zum Hamburg Airport darstellen. Ihn nutzen pro Jahr drei Mio. Passagiere aus Schleswig-Holstein, gegenüber jährlich 53.000 beim Kieler Flughafen. Mit dem Metroex- press könnte man vom Hamburger Airport in 55 Minuten bequem in Kiel und bei den Ter- minals der neuen Cruise & Ferry Anlage sein – und damit schneller als vom Franz-Josef- Strauß-Flughafen in die Münchener City. ***