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16.02.05 , 13:24 Uhr
CDU

Jost de Jager: Trotz Plänen für Einheitsschule keine Ausweitung des Schulpsychologischen Dienstes

Nr. 62/05 16. Februar 2005


IM SCHLESWIG-HOLSTEINISCHEN LANDTAG
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Bildungspolitik Jost de Jager: Trotz Plänen für Einheitsschule keine Ausweitung des Schulpsychologischen Dienstes „Hinter der rot-grünen Forderung nach einer Einheitsschule für Schleswig-Holstein steckt kein ausgereiftes Personalkonzept“, erklärte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Jost de Jager, im Hinblick auf die Antwort der Landesregierung auf die Kleine Anfrage „Schulpsychologen in Schleswig-Holstein“. Danach sei eine Ausweitung des Schulpsychologischen Dienstes nicht vorgesehen. Dies sei aber eine der wesentlichen Säulen der Einheitsschule in Finnland.
SPD und Grüne täuschten den Wählern Schleswig-Holsteins immer wieder vor, sich in der Schulpolitik am Vorbild Finnlands zu orientieren, damit auch Schleswig-Holstein ähnlich gute Ergebnisse bei internationalen Vergleichsstudien wie PISA erreiche. Dies sei aber falsch, so de Jager. „In Finnland werden die Kinder nicht nur länger gemeinsam unterrichtet, sondern die finnischen Schulen verfügen auch über eine wesentlich höhere Personalausstattung als die schleswig-holsteinischen Schulen. So kommt in Finnland auf jede Schule ein Schulpsy- chologe. In ganz Schleswig-Holstein gibt es hingegen für rund 1.000 Schulen nur 17 Schul- psychologen. Im Kreis Segeberg beispielsweise ist ein Schulpsychologe für mehr als 30.000 Schülerinnen und Schüler verantwortlich.“
Zudem bleibe die Fortbildung für schleswig-holsteinische Schulpsychologen Privatsache. Die Landesregierung wolle weder Fortbildungsmaßnahmen verpflichtend machen noch wolle sie Fortbildungsangebote bereitstellen. Damit scheine für Rot-Grün die Qualität der schulpsy- chologischen Angebote völlig gleichgültig zu sein.
„Die Antwort der Landesregierung ist ein weiteres Indiz dafür, dass SPD und Grüne vom fin- nischen Schulsystem nur das importieren wollen, was ihnen politisch gerade passt, nämlich die gemeinsame Beschulung aller Kinder, wie sie sie schon in den Gesamtschulen ange- strebt haben. Wesentliche Kriterien, die zum Erfolg des finnischen Schulsystems beigetragen haben, wie beispielsweise die starke Förderung in den frühen Schuljahren, verbindliche Lernziele und deren zentrale Kontrolle, das Zentralabitur und eben eine größere Personal- ausstattung insbesondere mit Schulpsychologen bleiben von Rot-Grün völlig unberücksich- tigt. Das, was Rot-Grün in Schleswig-Holstein vorhat, hat mit PISA und Finnland nichts zu tun“, so de Jager abschließend.
http://www.lvn.ltsh.de/infothek/wahl15/drucks/3900/drucksache-15-3978.pdf

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