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26.05.05 , 16:55 Uhr
FDP

Günther Hildebrand: Visionen für eine leistungsstarke Landwirtschaft

FDP Landtagsfraktion Schleswig-Holstein 1



Presseinformation Wolfgang Kubicki, MdL Vorsitzender Nr. 105/2005 Dr. Heiner Garg, MdL Stellvertretender Vorsitzender Kiel, Donnerstag, 26. Mai 2005 Dr. Ekkehard Klug, MdL Parlamentarischer Geschäftsführer Sperrfrist: Redebeginn Günther Hildebrand, MdL

Es gilt das gesprochene Wort!
Landwirtschaft/Gentechnik



www.fdp-sh.de Günther Hildebrand: Visionen für eine leistungsstarke Landwirtschaft In seinem Redebeitrag zu TOP 18 (Gentechnik in der Landwirtschaft) sagte der agrarpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Günther Hildebrand:
„Bereits im Januar diesen Jahres haben wir über Gentechnik in der Landwirtschaft diskutiert; schlimmer noch, Ziffer 1 des heutigen grünen Antrages entspricht exakt dem damaligen Antrag. Damals wie heute halte ich inhaltlich überhaupt nichts davon, denn er zielt auf das faktische Aus der Grünen Gentechnik in Schleswig-Holstein.
Gleichzeitig ignoriert er sämtliche Bemühungen europa- und weltweit für ein gedeihliches Nebeneinander von konventioneller und gentechnisch modifizierter Landwirtschaft.
Tatsache ist, dass es die geradezu museale Landwirtschaft, wie sie die Grünen hierzulande beschwören, schon lange nicht mehr gibt. Seitdem es vor mehr als 20 Jahren zum ersten Mal gelungen ist, fertile gentechnisch veränderte Pflanzen zu erzeugen, hat diese Methode seit Ende der achtziger Jahre Einzug in die praktische Sortenzüchtung gehalten. Und seitdem 1996 zum ersten Mal gentechnisch veränderte Pflanzen in nennenswertem Maße angebaut worden sind, hat sich deren Fläche bis im Jahr 2004 auf über 80 Millionen ha ausgeweitet, weltweit.
Über 80 Millionen ha (!) – ohne Schreckensszenario. Einfach nur über 80 Millionen ha Anbaufläche mit gentechnisch veränderten Pflanzen.
Selbstverständlich kann man für oder gegen Grüne Gentechnik sein.



Christian Albrecht, Pressesprecher, V.i.S.d.P., FDP Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431/9881488 Telefax: 0431/9881497, E-Mail: presse@fdp-sh.de, Internet: http://www.fdp-sh.de/ 2 Ich halte deshalb sehr viel davon, wenn sich jede Bürgerin und jeder Bürger selbst entscheiden kann, ob sie oder er beispielsweise ein Lebensmittel aus oder mit gentechnisch veränderten Pflanzen haben will oder nicht. Dank der Kennzeichnungspflicht sind wir da einen gehörigen Schritt weiter gekommen.
Wovon ich aber gar nichts halte, ist die Doppelzüngigkeit mit der die rot/grüne Bundesregierung die politische Debatte um gentechnisch veränderte Pflanzen führt: Einerseits wird die Pflanzengenomforschung in diesem Lande mit erheblichen finanziellen Mitteln des BmBF unterstützt. Andererseits wird gleichzeitig die Anwendung von gentechnisch veränderten Pflanzen durch das BmVEL mit allen Mitteln verhindert. Auf Landesebene war das in den letzten Jahren nicht anders.
Damit ist jetzt Schluss. Auch Bündnis 90/Die Grünen sollten das anerkennen und deshalb Schluss machen mit derartig rückwärts gewandten Anträgen. Zu bestimmen haben sie in dieser Frage sowieso nichts mehr.
Und hören Sie auch auf, Stimmung zu machen gegen eine Züchtungsforschung einschließlich ihrer Anwendung, die Visionen eröffnet für eine leistungsfähige und ressourcenschonende Pflanzenproduktion unter Einschluss aller biotechnologischen Verfahren. Mehr – aber auch leider nicht weniger – können sie mit ihrem Antrag ohnehin nicht erreichen.
Die FDP-Fraktion hat dem Antrag der Grünen ganz bewusst einen eigenen Antrag entgegengesetzt.
Wir sind davon überzeugt, dass sich die aktuellen Probleme in der Landwirtschaft – sinkende Erzeugerpreise, teilweise Überproduktionen, Abhängigkeiten von Subventionen – sicher nicht lösen lassen, wenn anstelle einer effizienten, auf Ertragsmaximierung orientierten Landwirtschaft weiter die organische Wirtschaftsweise propagiert wird. Das wäre schon gar nicht bezahlbar.
Das heißt jetzt nicht: nur noch Biotechnologie. Aber wir dürfen uns den Möglichkeiten der Biotechnologie nicht länger verschließen. Schon gar nicht, wenn Deutschland Einfluss behalten und nicht den Anschluss an die internationale Entwicklung verlieren will. Diesen Fehler haben wir schon in der Insulin-Forschung gemacht.
Bereits heute hat die Züchtungsforschung so herausragende Leistungen erbracht - ich erinnere nur an die Leistungssteigerung in der Getreideproduktion durch die Veränderung der Pflanzenarchitektur durch die Einführung von Kurzstrohgenen oder die Züchtung von Hybridsorten -, dass es außer Frage steht, dass wir auch in Zukunft leistungsfähige und sich an internationalen Standards orientierende Züchtungsmöglichkeiten brauchen – theoretische wie praktische –.
Unser Antrag ist deshalb ein Beitrag zur Versachlichung der Diskussion zur Grünen Gentechnik. Er ist vor allem ein Aufbrauchsignal für Schleswig-Holstein an Wissenschaft, Wirtschaft und Politik zu einer weiteren Öffnung der Anwendung der Pflanzenbiotechnologie in der Landwirtschaft.
Ich bitte Sie um ihre Zustimmung. Den Bericht der Landesregierung erbitten wir für die September-Tagung.“

Christian Albrecht, Pressesprecher, V.i.S.d.P., FDP Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431/9881488 Telefax: 0431/9881497, E-Mail: presse@fdp-sh.de, Internet: http://www.fdp-sh.de/

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