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09.06.05 , 12:50 Uhr
SPD

Anette Langner: Ausbildungspakt: Da sind alle gefragt

Sozialdemokratischer Informationsbrief
Kiel, 09.06.2005, Nr.: 079/2005



Anette Langner
Ausbildungspakt: Da sind alle gefragt

Zu den Vorwürfen der CDU/CSU Bundestagsfraktion gegen die Ausbildungspolitik der Bundesregierung („CDU: Rot-Grün ist schuld“, FR von heute) erklärt die Wirtschaftspo- litikerin der SPD-Landtagsfraktion, Anette Langner:

Mit dem Ausbildungspakt haben sich Bundesregierung, Wirtschaftsverbände und Bun- desagentur für Arbeit verpflichtet, gemeinsam allen ausbildungswilligen und ausbil- dungsfähigen Jugendlichen jeweils bis Jahresende ein Ausbildungsangebot zu unter- breiten. Der Ausbildungspakt war die Antwort auf eine über Jahre hinweg nachlassen- de Ausbildungsbereitschaft der Wirtschaft. Die Bundesregierung hat auf Freiwilligkeit gesetzt. Sie hat weit reichende Zugeständnisse gemacht und hat in den letzten Jahren Rahmenbedingungen geschaffen, um der Wirtschaft die Einstellung von Auszubilden- den zu erleichtern. Hierzu zählen neben vielen anderen Maßnahmen auch die Anpas- sung von Ausbildungsordnungen und der befristete Verzicht auf die Ausbildereig- nungsprüfung für ausbildende Betriebe.

Mit dem Sozialgesetzbuch II, seit 1.1.2005 in Kraft, wurde allen Jugendlichen und jun- gen Menschen unter 25 ein Rechtsanspruch auf Ausbildung, Beschäftigung oder Qua- lifizierung eingeräumt. Es sieht einen günstigen Betreuungsschlüssel, eine intensive individuelle Ausgestaltung der Unterstützung unter Beteiligung der Jugendlichen und nicht zuletzt die Begleitung ins Erwerbsleben vor. Dieser Rechtsanspruch ist ein gewal- tiger Fortschritt in Sachen Berufseinstieg.


Schleswig- Holstein

Herausgeber: SPD-Landtagsfraktion Verantwortlich: Petra Bräutigam Landeshaus Postfach 7121, 24171 Kiel Tel: 0431/ 988-1305/1307 Fax: 0431/ 988-1308 E-Mail: pressestelle@spd.ltsh.de Internet: www.spd.ltsh.de SPD -2-



Weiterhin gibt es das Modell der Jugendkonferenzen, Ende 2004 ins Leben gerufen von Bundeswirtschaftsministerium und Bundesagentur für Arbeit. Die Länder haben weitere Möglichkeiten, die Ausbildungsbereitschaft zu fördern: Zum Beispiel durch ei- nen Ausbau der berufsvorbereitenden Maßnahmen, wie sie in Schleswig-Holstein un- ter anderem vom Jugendaufbauwerk durchgeführt werden. Oder durch Ausbildungs- akquisiteure, die gezielt Betriebe ansprechen und bei der Schaffung von Ausbildungs- plätzen unterstützen. Oder durch die Förderung einer engen Zusammenarbeit zwi- schen Wirtschaft und Schule, die in Schleswig-Holstein gut funktioniert. Oder durch die Moderation so erfolgreicher Zusammenschlüsse wie dem schleswig-holsteinischen Bündnis für Ausbildung, mit dem es seit Jahren gelungen ist, bei den Ausbildungszah- len bundesweit im Spitzenfeld zu bleiben – in enger Kooperation zwischen Wirtschaft, Politik und Gewerkschaften.

Von Untätigkeit kann also keine Rede sein. Aber Ausbildungsstellen schaffen kann die Politik selbst nicht. Wir können Rahmenbedingungen schaffen, Voraussetzungen er- leichtern, Betriebe unterstützen und Zusammenschlüsse moderieren. Die Ausbil- dungsplätze selbst muss die Wirtschaft dann zur Verfügung stellen. Das wird, davon bin ich überzeugt, in Schleswig-Holstein auch 2005 wieder überdurchschnittlich gut funktionieren – dank unserer engen Kooperation mit den Partnern aus allen gesell- schaftlichen Bereichen.

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