Diese Webseite verwendet ausschließlich für die Funktionen der Website zwingend erforderliche Cookies.

Datenschutzerklärung

03.08.05 , 12:22 Uhr
B 90/Grüne

Monika Heinold zur Kürzung der Mittel für die Sprachförderung von Kindern

PRESSEDIENST Fraktion im Landtag Schleswig-Holstein Pressesprecherin Claudia Jacob Landeshaus Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel
Durchwahl: 0431/988-1503 Zentrale: 0431/988-1500 Telefax: 0431/988-1501 Mobil: 0172/541 83 53 E-Mail: presse@gruene.ltsh.de Internet: www.sh-gruene.de

Nr. 188.05 / 03.08.2005
Bildungspolitisch unverantwortlich: Mittel zur Sprachförderung von Kindern gestrichen Mit dem Nachtragshaushalt streicht die Landesregierung fast die Hälfte der Zuschüsse für die Sprachförderung (insbesondere für Kinder mit Migrationshintergrund) und die Förderung weiterer Grundkompetenzen vor der Einschulung. Bisher standen dafür 90.000 Euro zur Verfügung.
Diese Kürzung ist unverantwortlich. Alle reden davon, dass gerade die sprachliche Kom- petenz von Kindern vor ihrer Einschulung deutlich verbessert werden muss. Für Chan- cengleichheit und gemeinsames Lernen in der Grundschule ist es aber Voraussetzung, dass auch alle Kinder dem Unterricht folgen können. Dies muss ein vordringliches bil- dungspolitisches Ziel bleiben. Wer 35 Millionen Euro für einen Schleswig-Holstein-Fonds in den Haushalt einstellt, für die unter anderem Strassen gebaut werden sollen, der wird kaum rechtfertigen können, warum er bei der Sprachförderung unserer Kinder unbedingt 40.000 Euro einsparen muss.
„Beton statt Bildung“: die CDU hat sich auch hier voll durchgesetzt und die Kultusministe- rin muss dieses mitfinanzieren. Wie kurzsichtig dies ist, zeigt ein weiterer Blick in den Nachtragshaushalt. Da muss der Titel „Kosten für vom Schulbesuch zurückgestellte Kin- der an Kindertagesstätten“ um 100.000 Euro aufgestockt werden, da die Anzahl der Kin- der, die wegen Zurückstellung einen Kindergarten besuchen müssen, gestiegen ist. Die- se Zahl wird aber noch weiter steigen, wenn die Sprachförderung, wie geplant, zusammengestrichen wird.
Wie kann eine Landesregierung derart kurzsichtig und bildungspolitisch unverantwort- lich handeln?
***

Download PDF

Pressefilter

Zurücksetzen