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Ekkehard Klug: "Haltung des Bildungsministeriums gegenüber der IGS Wedel ist ein Musterbeispiel für ideologische Borniertheit"
FDP Landtagsfraktion Schleswig-Holstein 1Presseinformation Wolfgang Kubicki, MdL Vorsitzender Nr. 179/2005 Dr. Heiner Garg, MdL Stellvertretender Vorsitzender Kiel, Montag, 29. August 2005 Dr. Ekkehard Klug, MdL Parlamentarischer Geschäftsführer Schulpolitik/IGS Wedel Günther Hildebrand, MdLEkkehard Klug: „Haltung des Bildungsministeriums www.fdp-sh.de gegenüber der IGS Wedel ist ein Musterbeispiel für ideologische Borniertheit“ Zwischen der Integrierten Gesamtschule Wedel und dem Kieler Bildungs- ministerium schwelt ein Streit über die Fortsetzung der seit vier Jahren an dieser Schule praktizierten klassenbezogenen Differenzierung in den Jahrgangsstufen 9 und 10. Was unter Rot-Grün problemlos als Schulversuch zugelassen war, will das SPD-geführte Bildungsministerium der Großen Koalition nunmehr verbieten. Ein in der vorletzten Woche scheinbar gefundener Kompromiss droht zu scheitern, weil Schule und Ministerium die vagen Kompromissformeln unterschiedlich interpretieren. Zu diesem Konflikt erklärt der bildungspolitische Sprecher der schleswig-holsteinischen FDP- Landtagsfraktion, Dr. Ekkehard Klug:„Die Haltung des Kieler Bildungsministerium ist ein Musterbeispiel für ideologische Borniertheit. Die IGS Wedel hat mit sichtbarem Erfolg einen Weg gefunden, wie man auch im Rahmen eines Gesamtschulmodells eine leistungsbezogene Differenzierung bei gleichzeitiger Durchlässigkeit ‚nach oben’ erreichen kann.Wenn die Obrigkeit dieses auf höhere Bildungsqualität ausgerichtete Konzept der Schule in Wedel jetzt ‚par ordre de Mufti’ untersagen will, dann ist dies eine verheerende Fehlentscheidung zu Lasten der betroffenen Schüler“.Klug fügte hinzu, das Vorgehen der Schulaufsicht zeige, dass alle regierungsamtlichen Erklärungen zur erweiterten Eigenverantwortung der Schulen in Schleswig-Holstein nichts anderes als bloße Lippenbekenntnisse seien. Der FDP-Abgeordnete forderte Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave (SPD) auf, sich persönlich mit dem Konflikt zu befassen und die Entscheidung ihrer Schulaufsichtsbeamten im Sinne der IGS Wedel zu ändern. „Es wäre wirklich eine absurde Situation, falls die CDU/SPD- Landesregierung jetzt in der Gesamtschulpolitik eine ideologisch noch verbiesterte Linie vertreten würde, als es zuvor die rot-grüne Landesregierung getan hat“, meinte Klug unter Hinweis auf die mehrere Jahre lang seitens des Bildungsministeriums akzeptierte Praxis an der IGS Wedel. „Wenn ein Konzept als Schulversuch zugelassen wird und sich dann als außerordentlich erfolgreich erweist, gibt es überhaupt keinen Grund, esChristian Albrecht, Pressesprecher, V.i.S.d.P., FDP Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, 1 Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431/9881488 Telefax: 0431/9881497, E-Mail: presse@fdp-sh.de, Internet: http://www.fdp-sh.de/ 2 nach mehreren Jahren der Bewährung aus rein ideologischen Gründen zu verbieten“.Klug hob hervor, dass die IGS Wedel sich unter ihrer jetzigen Schulleitung sehr positiv entwickelt habe. Unter anderem habe die Schule eine Steigerung der jährlichen Anmeldezahlen von zuvor rund 60 auf nunmehr jährlich rund 150 Anmeldungen erreicht. Dass der Schulleiter der IGS Wedel nach der ministeriellen Anweisung zum Stopp des Schulversuchs sogar öffentlich seinen Rücktritt in Erwägung gezogen habe, sei daher ein Alarmzeichen.Der FDP-Abgeordnete kritisierte auch die Vorgehensweise des Kieler Bildungsministeriums: Ohne dass zuvor in der Sache ein Gespräch geführt worden sei, habe die Obrigkeit der Schule am letzten Ferientag per Fax mitgeteilt, dass der Schulversuch nicht weitergeführt werden solle. „Das Ministerium von Frau Erdsiek-Rave erteilt Befehle, statt mit den Betroffenen zu diskutieren“, stellte Klug fest. „Es ist erstaunlich, dass Schwarz-Rot eine ideologisch festgezurrte Bildungspolitik starrsinniger und autoritärer vertritt, als es zuvor Rot-Grün getan hat - und dass die CDU dies aus Koalitionsräson stillschweigend hinnimmt.“Christian Albrecht, Pressesprecher, V.i.S.d.P., FDP Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, 2 Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431/9881488 Telefax: 0431/9881497, E-Mail: presse@fdp-sh.de, Internet: http://www.fdp-sh.de/