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Wolfgang Baasch zu TOP 35: Alle Kapazitäten nutzen, um Ausbildung zu ermöglichen
Sozialdemokratischer Informationsbrief Kiel, 29.09.2005 Landtag Es gilt das gesprochene Wort! Sperrfrist: Redebeginn aktuellTOP 35 – Bericht der Landesregierung über die Umsetzung von Hartz IV zum Abbau der Jugend- arbeitslosigkeit (Drucksache16/206)Wolfgang Baasch:Alle Kapazitäten nutzen, um Ausbildung zu ermöglichenKein Jugendlicher, keine Jugendliche soll das Arbeitsleben mit Arbeitslosigkeit beginnen und unsere Politik muss dazu beitragen, dass arbeitslose junge Menschen die Ausbil- dung oder Arbeit finden, die ihren Eignungen, Neigungen und ihrer Leistungsfähigkeit entspricht. Der uns vorliegende Bericht schließt mit dem Vorsatz „Vorfahrt für Vermitt- lung!“ und die hilfebedürftigen Betroffenen unter 25 Jahren erwarten zu Recht konkrete und schnelle Unterstützung ohne Behördenchaos und lebensfremde Verwaltungsbe- stimmungen.Diesen Aussagen stimmen wir uneingeschränkt zu und, Herr Minister Döring, Ihr Bericht ist interessant und zielgerichtet. Er ist informativ und wir danken ausdrücklich für diesen Bericht.Es wird deutlich, dass die Umsetzung des Rechtsanspruchs auf Vermittlung von jungen Menschen in Schleswig-Holstein noch sehr unterschiedlich bearbeitet wird. Bis Mitte Mai nahmen 4.300 Jugendliche und junge Erwachsene an Maßnahmen der Arbeitsgemeinschaften und Optionsgemeinden teil. Als besonders erfolgreiche Vor- gehensweisen werden die enge Zusammenarbeit der Arbeitsgemeinschaften mit den Berufsberatungen der Arbeitsagenturen, die rechtzeitige Einleitung von Präventions- maßnahmen, um junge Menschen für die Vermittlung in Arbeit oder Ausbildung zu quali- Schleswig- HolsteinHerausgeber: SPD-Landtagsfraktion Verantwortlich: Petra Bräutigam Landeshaus Postfach 7121, 24171 Kiel Tel: 0431/ 988-1305/1307 Fax: 0431/ 988-1308 E-Mail: pressestelle@spd.ltsh.de Internet: www.spd.ltsh.de SPD -2-fizieren, und die netzwerkartige Zusammenarbeit der Arbeitsgemeinschaften mit der Ju- gendhilfe genannt. Hier ist es auch sehr wichtig, dass die Umsetzung des Betreuungs- schlüssels von 1:75 in Schleswig-Holstein fast durchgängig erfüllt ist. Der Bericht sagt aus, dass wir gegenwärtig einen Betreuungsschlüssel bei den Arbeitsgemeinschaften von 1:76, d.h. ein Berater auf 76 junge Menschen, haben. Und dass dieser Betreuungs- schlüssel zum Teil noch günstiger ist, habe ich bei einem Besuch bei der Arbeitsge- meinschaft in Flensburg erfahren, wo derzeit 72 Jugendliche von einer Sachbearbeiterin / einem Sachbearbeiter betreut werden.Die Landesregierung unterstützt die Maßnahmen zum Abbau der Jugendarbeitslosigkeit mit dem Schwerpunkt „Jugendliche im Arbeitsmarktprogramm ASH 2000“ und hier ins- besondere im Bereich der berufsorientierenden und qualifizierenden Maßnahmen. Aber die Landesregierung fördert auch innovative Projekte mit ESF-Mitteln und besonders hervorzuheben ist hier das Projekt „1000 Plätze für 1000 Jugendliche mit 1000 Eu- ro“, das in der Landeshauptstadt Kiel umgesetzt wird.Sehr interessant ist auch die Auflistung von Eingliederungsleistungen, wie sie in ande- ren Bundesländern mit Landesprogrammen unterstützt werden. Dies macht deutlich, dass man sehr wohl von guten und erfolgreichen Aktivitäten anderer lernen kann. Es zeigt aber auch deutlich, dass wir in Schleswig-Holstein mit vielfältigen Aktivitäten der Arbeitslosigkeit von Jugendlichen und jungen Menschen entgegen wirken. Das flä- chendeckende Netz der Ausbildungsakquirierung bei Kammern und anderen Trä- gern sei hier genannt, ebenso die zusätzlichen betrieblichen Ausbildungsplätze, die ü- ber ASH für benachteiligte Jugendliche angeboten werden. Der Sprachunterricht für Migrantinnen und Migranten, aber auch die Ausbildungsbetreuung sind Aktivitäten, die mit ASH gefördert werden.Die präventive Förderung benachteiligter Jugendlicher, die schon in der Schule durch Fördernetzwerke gewährleistet ist, wie auch das Bündnis für Ausbildung sind weitere -3-Aktivitäten, die im Bericht beschrieben werden und die es gilt, auch für die Zukunft so zu gestalten, dass sie effektiv für die jungen Menschen zum Einsatz kommen. Natürlich gilt es aus meiner Erfahrung heraus, auch in der Zukunft einiges noch aufzugreifen oder zu verbessern.Wir sollten nicht nur Ausbildungshemmnisse bei jungen Menschen und Jugendlichen aufzeigen und beheben, sondern wir sollten Ausbildungshemmnisse auch bei den Be- trieben präzise benennen und den Betrieben noch vermehrt individuelle Unterstüt- zung anbieten, um diese Ausbildungshemmnisse zu beseitigen.Natürlich gehört auch dazu, dass wir alle Kapazitäten für Ausbildung in den öffentlichen Verwaltungen nutzen. Hier einzusparen, wird sich später immer rächen. Wir sollten so genannte „best practise“-Aktivitäten organisieren, um die Arbeitsgemeinschaften, die mit ihren Ergebnissen noch unter dem Landesdurchschnitt liegen, aufzufordern, doch von anderen lobenswerten Aktivitäten in Schleswig-Holstein zu lernen und gute Projekte auch umzusetzen. Hier kann ich wirklich nur die sehr engagierte Arbeit der Arbeitsge- meinschaft in Flensburg empfehlen als ein Beispiel von „best practise“.Das Resümee des Berichtes habe ich bereits am Anfang erwähnt. Die Landesregierung stellt die Förderung und Vermittlung unter dem Motto „Vorfahrt für Vermittlung“ ins Zent- rum ihrer Bemühungen und hat dabei unsere volle Unterstützung.