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29.09.05 , 17:23 Uhr
FDP

Günther Hildebrand: Forschung und Anwendung Grüner Gentechnik ermöglichen

FDP Landtagsfraktion Schleswig-Holstein 1



Presseinformation Wolfgang Kubicki, MdL Vorsitzender Nr. 230/2005 Dr. Heiner Garg, MdL Stellvertretender Vorsitzender Kiel, Donnerstag, 29. September 2005 Dr. Ekkehard Klug, MdL Parlamentarischer Geschäftsführer Sperrfrist: Redebeginn Günther Hildebrand, MdL

Es gilt das gesprochene Wort!
Agrarpolitik/Umwelt



www.fdp-sh.de Günther Hildebrand: Forschung und Anwendung Grüner Gentechnik ermöglichen ins einem Redebeitrag zu TOP 37 (Gentechnik / Biotechnologie in der Landwirtschaft) sagte der agrarpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Günther Hildebrand:
„Zunächst möchte ich mich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume für den Bericht zur Biotechnologie in der Landwirtschaft bedanken. Er zeichnet sich für meinen Geschmack wohltuend durch seine Sachlichkeit aus – in Schleswig- Holstein sind wir mit dieser Tonlage beim Thema Gentechnik nicht gerade verwöhnt.
Insgesamt wird aus dem Bericht deutlich, dass wir in Schleswig-Holstein durch die Grüne Gentechnik derzeit nichts zu befürchten haben. Im positiven wie im negativen Sinne: Denn es gibt aktuell keine Ausbreitung von gentechnisch veränderten Organismen im Lande, ebenso sind keine gentechnisch veränderten Organismen in wirtschafteigenen Futterpflanzen vorhanden und die Wahlfreiheit von Verbrauchern und Landwirten in punkto Koexistenz wird gewährleistet.
Allerdings werden in Schleswig-Holstein zur Zeit auch keine gentechnisch veränderten Pflanzen freigesetzt bzw. angebaut.
Unterm Strich ist das also eine eher magere Bilanz. Sie macht aber deutlich, welche verheerenden Folgen die jahrelang geschürte „Anti-Haltung“ der Grünen gegen die Grüne Gentechnik hat – nicht nur in Schleswig-Holstein; sondern bundesweit.
Besonders eindrucksvoll lässt sich das aktuell im ersten deutschen Gentechnologiebericht der rot/grünen Bundesregierung nachlesen, der Anfang des Monats erschienen ist.



Christian Albrecht, Pressesprecher, V.i.S.d.P., FDP Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431/9881488 Telefax: 0431/9881497, E-Mail: presse@fdp-sh.de, Internet: http://www.fdp-sh.de/ 2 Darin beklagen die Wissenschaftlicher, dass die Gentechnologie in der Landwirtschaft geradezu ausgebremst werde: „Die potentiellen landwirtschaftlichen und ökologischen Vorteile werden nicht genutzt, die Diskussionsfronten sind verhärtet. … Das Gentechnikgesetz hemmt die Forschung und verhindert de facto eine breite Anwendung Grüner Gentechnik.“
Wir müssen endlich umdenken.
Während in China bereits mit gentechnisch veränderten Pflanzen der zweiten und dritten Generation gearbeitet wird, behalten bei uns nach wie vor die Ober-Bedenkenträger Oberwasser. Das ist falsch.
Gentechnik ist keine Risikotechnologie. Und es geht auch schon lange nicht mehr um das „Ob“, sondern nur noch um das „Wie“ des Umgangs mit dieser Technologie. Der Bericht beschreibt das sehr treffend.
Tatsache ist, dass es hierzulande einen eklatanten Nachholbedarf insbesondere in der Anwendung der Grünen Gentechnik gibt. Unser Ziel muss es deshalb sein, schleunigst zu einer eindeutigen und verlässlichen Wissenschaftspolitik zu finden, die die Forschung und Anwendung Grüner Gentechnik ermöglicht.
Ansonsten können wir uns die Forschung auf diesem Gebiet, können wir uns die Züchtungsforschung unter Einschluss aller biotechnologischer Verfahren gleich ganz sparen – im wahrsten Sinne des Wortes. Allerdings verabschieden wir uns dann auch von allen Visionen für eine leistungsfähige und ressourcenschonenden Pflanzenproduktion.
Ich hätte mir gewünscht, dass die Landesregierung vor diesem Hintergrund den Bericht auch dazu genutzt hätte, ihre bislang erklärte positiven Grundeinstellung zur Grünen Gentechnik in den Bericht einfließen zu lassen – wenn es Ministerpräsident Peter Harry Carstensen und sein Landwirt- schaftsminister Christian von Boetticher mit ihren Äußerungen ernst meinen.
So hatte der Ministerpräsident bereits Ende Juni diesen Jahres gefordert, die Chancen der modernen Bio- und Gentechnologie in der Landwirtschaft zu nutzen. Und sein Minister bekannte sich im Juli nicht nur zu den Chancen der Grünen Gentechnik, er plädierte sogar für eine Intensivierung der norddeutschen Agrarforschung.
Lassen Sie ihren Worten deshalb auch Taten folgen. Damit es im nächsten Bericht zur Grünen Gentechnik nicht nur heißt „Keine Gefahr“, sondern auch, dass die Arbeit mit gentechnisch veränderten Pflanzen auch zur Anwendung kommt.“



Christian Albrecht, Pressesprecher, V.i.S.d.P., FDP Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431/9881488 Telefax: 0431/9881497, E-Mail: presse@fdp-sh.de, Internet: http://www.fdp-sh.de/

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