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Dr. Henning Höppner: Ein großes Stück voran
Sozialdemokratischer Informationsbrief Kiel, 06.12.2005, Nr.: 195/2005Dr. Henning Höppner:Ein großes Stück voranZum heute vorgestellten Eckpunktepapier zur Änderung des Schulgesetzes erklärt der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Dr. Henning Höppner:Ich kenne kaum eine Vorlage, die so intensiv in Arbeitskreissitzungen, Vorstandssit- zungen auf Fraktionsebene und gemeinsam auf Klausurtagungen zwischen den Koali- tionspartnern diskutiert wurde wie das von der Bildungsministerin vorgelegte Eckpunk- tepapier zur anstehenden Schulgesetznovelle. Deshalb finden beide Partner der Gro- ßen Koalition ihre schulpolitischen Schwerpunktsetzungen in diesem Papier wieder: die CDU zum Beispiel ihre Forderungen nach zentralen Abschlussprüfungen für alle Schularten und nach Beibehaltung des dreigliedrigen Schulsystems.Wir Sozialdemokraten setzen insbesondere auf die Formen des längeren gemeinsa- men Lernens und hier auf die Möglichkeit der Errichtung von Gemeinschaftsschulen. Da sich die Gemeinschaftsschule an den Bildungsgängen der bestehenden Schularten und ihren Abschlüssen orientiert, wird sie keine Konkurrenzschule zu den Schulen des gegliederten Systems werden und nicht mit den Problemen der integrierten Gesamt- schulen behaftet sein, die nur eingerichtet werden können, wenn ein erreichbares An- gebot des gegliederten Schulsystems vorhanden ist.Für viele Schulstandorte im ländlichen Raum wird die Gemeinschaftsschule eine große Chance bieten, ein ortsnahes Schulangebot vorzuhalten, das auf alle Bildungsab- schlüsse bis zum Ende der Sekundarstufe I ausgerichtet ist, insbesondere bei den prognostizierten sinkenden Schülerzahlen. Schleswig- HolsteinHerausgeber: SPD-Landtagsfraktion Verantwortlich: Petra Bräutigam Landeshaus Postfach 7121, 24171 Kiel Tel: 0431/ 988-1305/1307 Fax: 0431/ 988-1308 E-Mail: pressestelle@spd.ltsh.de Internet: www.spd.ltsh.de SPD -2-Das Eckpunktepapier entspricht den Vorgaben des Koalitionsvertrages. Wir haben viel Kritik aus unseren Reihen einstecken müssen für die Reform des Gymnasiums und für die zentralen Abschlussprüfungen. Wir stehen aber zu diesen Vereinbarungen. Beide Koalitionspartner sind nach meiner Meinung aufgefordert, ihren Parteigliederungen klar zu machen, dass das Paket über die Schulentwicklung im Koalitionsvertrag nicht wieder aufgeschnürt und nachverhandelt werden kann. Ein Blick in andere Bundesländer zeigt uns, dass die Große Koalition in Kiel bildungs- politisch auf dem richtigen Weg ist.