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Volkskrankheit Herzinfarkt: Prävention tut Not
29/2006 Kiel, 21. Februar 2006Volkskrankheit Herzinfarkt: „Prävention tut Not“Kiel (SHL) – „Wir müssen in unserer immer stärker alternden Gesellschaft ein noch stärkeres Gesundheitsbewusstsein entwickeln.“ Dies forderte Land- tagspräsident Martin Kayenburg heute zum Auftakt der Informationsveranstal- tung „Kampf dem Herztod – die schnellste Hilfe ist die beste Hilfe“ im Kieler Landeshaus.„Die Technologisierung hat uns so viel Arbeitserleichterung verschafft, dass wir an der Erleichterung sterben: Herzinfarkt mangels körperlicher Betätigung – das ist unser tägliches Risiko“, warnte der Landtagspräsident. Vordringlich sei daher in der Bevölkerung auch ein weit verbreitetes Wissen über die benötigte Erste Hilfe im Notfall. Eine Verknüpfung aller bestehenden Präventionsangebote im Lande forderte Ge- sundheitsministerin Dr. Gitta Trauernicht: „Herz-Kreislauf-Erkrankungen stellen eine tägliche Bedrohung dar und sind seit Jahren die häufigste Todesursache in Deutsch- land – bei Männern und Frauen. 290.000 Menschen pro Jahr erleiden einen Herz- infarkt.“ Das Problem der Herz-Kreislauf-Erkrankungen sei damit eines der dring- lichsten in der Gesundheitspolitik. Die Gesundheitsministerin: „Prävention tut Not. Das ist der Schlüssel für die Vermeidung koronarer Herzkrankheiten.“ In Schleswig- Holstein gebe es bereits viele lobenswerte Projekte, die sich der Prävention in den unterschiedlichen Bereichen annähmen – zum Beispiel bei Sportvereinen, Verbrau- cherschutzverbänden, Ärzten und Krankenkassen. „Diesen Weg müssen wir ent- schlossen weiter gehen und die bestehenden Angebote immer stärker miteinander verknüpfen“, betonte Trauernicht. Zusammen mit der Gesundheitsinitiative HerzIntakt und medizinischen Experten hatte der Landtag zur Präventionsveranstaltung eingeladen, zu der rund 130 Interes- sierte gemeldet waren. Die koronare Herzerkrankung ist die häufigste Todesursache in Deutschland. Etwa 270 Menschen sterben pro Tag am plötzlichen Herztod. Die Überlebenschancen der Betroffenen steigen, wenn mehr Bürgerinnen und Bürger wissen, was im Akutfall an Hilfe zu leisten ist.