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23.02.06 , 12:06 Uhr
CDU

Schleswig-Holstein soll Vorreiter in der Palliativmedizin und Hospizversorgung werden

Gemeinsame Pressemitteilung aller Fraktionen, des SSW und der Sozialministerin

Schleswig-Holstein soll Vorreiter in der Palliativmedizin und Hospizversorgung werden
Kiel, 23. Februar 2006
Gemeinsame Erklärung der im Schleswig-Holsteinischen Landtag vertretenen Frakti- onen, der Abgeordneten des SSW und der Landesregierung:
Es ist unser Ziel allen Menschen die Möglichkeit zu geben, zu Hause bis zum Tode – ohne Leiden und in Würde - betreut zu werden. Wenn dies für die Sterbenden nicht möglich ist, soll die Begleitung bis zum Tode in den Palliativ-Stationen der Kranken- häuser oder in der stationären Hospizversorgung geschehen. Daran zu arbeiten ist eine ethische und moralische Verpflichtung aller im Landtag vertretenen Parteien, der Landesregierung und darüber hinaus eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Der Ausbau dieser Angebote ist die richtige Antwort auf die Forderungen nach aktiver Sterbehilfe, die wir strikt ablehnen. Dazu erklärt die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Jutta Schümann: „Ziel ist es, die Lebensqualität unheilbar kranker Menschen bis zuletzt zu erhalten. Neben der Schmerztherapie gehört dazu auch der Erhalt der sozialen Kon- takte und die Einbindung in das gesellschaftliche Leben.“ Die gesundheitspolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Ursula Sassen würdigt den großartigen Einsatz der ehrenamtlichen Pflegekräfte und aller in der Pal- liativmedizin Tätigen. Sassen weiter: “Hospizarbeit und Sterbebegleitung müssen in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt werden, damit Werte und Menschenwürde An- erkennung finden.“ Monika Heinold, gesundheitspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, setzt auf eine multiprofessionelle Betreuung: "Wir wollen erreichen, dass flächendeckend in Schleswig-Holstein kompetente Ansprechpartner da sind, wenn schwer kranke Menschen, Angehörige, Freunde, aber auch Ärzte und Pflege- personal Rat oder Unterstützung suchen. Die Bildung von multiprofessionellen „Palli- ativ-Care-Teams“ ist hierzu ein richtiger und guter Ansatz." Der stellvertretende Vorsitzende der FDP-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Dr. Heiner Garg, fordert die enge Verzahnung ambulanter und stationärer Angebote: „Sterbenskranken Menschen die Angst vor Schmerzen in den letzten Le- benswochen oder -monaten zu nehmen, erfordert eine leistungsfähige palliativmedi- zinische Versorgung sowie die enge Verzahnung ambulanter und stationärer Ange- bote. Hochspezialisierte Fachleute in so genannten „Palliativ-Care-Teams“ sind eine ausgezeichnete Ergänzung und tragen zur weiteren Verbesserung vorhandener Strukturen bei.“ 2
Der gesundheitspolitische Sprecher des SSW erklärt dazu: „Die Verbesserung der palliativmedizinischen Versorgung ist ein Projekt für das Land Schleswig-Holstein, bei dem wir zeigen können, dass die Politik durchaus in der Lage ist, gemeinsame Zielsetzungen zu erarbeiten und umzusetzen.“ Für die Landesregierung erklärt Gesundheitsministerin Dr. Gitta Trauernicht ab- schließend: „Wir wollen bei der ambulanten und stationären Hospizversorgung Vor- reiterland werden. Dabei fangen wir nicht bei Null an: Schleswig-Holstein ist bei der Versorgung schon sehr gut aufgestellt. Jetzt wollen wir gemeinsam eine flächende- ckende palliativmedizinische Versorgung der Patientinnen und Patienten voranbrin- gen. In einer Gesellschaft, in der Menschen zunehmend allein leben und die sozialen Strukturen sich verändern, ist die Hospizbewegung unverzichtbar. Unabhängig von häuslichen oder familiären Verhältnissen, medizinischen und pflegerischen Proble- men, ermöglicht ein Hospiz, Sterben als einen wichtigen Teil des Lebens zu begrei- fen und die letzte Lebensphase bewusst und menschenwürdig zu gestalten.“



V.i.S.d.P. Dirk Hundertmark, CDU-Landtagsfraktion, Tel. 0431/988-1440 e-mail: dirk.hundertmark@cdu.ltsh.de

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