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Monika Heinold zur verbindlichen Vorsorgeuntersuchung für Kinder
PRESSEDIENST Fraktion im Landtag Schleswig-Holstein Pressesprecherin Claudia Jacob Landeshaus Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel Durchwahl: 0431/988-1503 Zentrale: 0431/988-1500 Telefax: 0431/988-1501 Mobil: 0172/541 83 53 E-Mail: presse@gruene.ltsh.de Internet: www.sh.gruene-fraktion.deZahlen sprechen für Nr. 164.06 / 23.03.06verbindliche VorsorgeuntersuchungZu verbindlichen Vorsorgeuntersuchungen für Kinder erklärt die Parlamentarische Ge- schäftsführerin von Bündnis 90/Die Grünen, Monika Heinold:Die heute bekannt gewordenen Zahlen, dass 50 Prozent aller Kinder in Schleswig- Holstein bei der Einschulung Gesundheitsschäden aufweisen oder verhaltensauffällig sind, müssen zur Konsequenz haben, dass wir die Früherkennung verbessern.Dafür bedarf es unterschiedlicher Bausteine, von der frühen Unterstützung durch He- bammen bis zu qualitativen pädagogischen Frühförderung in der Kindertagesstätte.Die Grüne Landtagsfraktion hat im Januar einen Gesetzentwurf in den Landtag einge- bracht, der für alle zweijährigen Kinder eine verbindliche Vorsorgeuntersuchung vorsieht. Dazu soll das schleswig-holsteinische Gesundheitsdienstgesetz geändert werden. Zu diesem Gesetzentwurf wird der Sozialausschuss am 27. April eine Anhörung durchfüh- ren.Wir begrüßen die heutige Aussage der Sozialministerin „wir brauchen schon früher ver- bindliche Untersuchungen um rechtzeitig Korrekturen einleiten zu können“ und hoffen auf eine konstruktive Beratung im Sozialausschuss.Dass 50 Prozent aller Seh- und Hörstörungen überhaupt erst bei der Einschulung auffal- len spricht allerdings auch deutliche Worte: Die kassenärztlichen Vorsorgeuntersuchun- gen, an denen zirka 90 Prozent aller Kinder teilnehmen, müssen dringend modernisiert werden, damit Defizite auch erkannt werden. Die Ärzte sind aufgefordert, genauer hinzu- schauen und die Eltern müssen empfohlene Hilfsangebote für ihre Kinder auch anneh- men und kontinuierlich wahr nehmen.Mit der jetzigen Bilanz stellen wir die Chancengleichheit aller Kinder auf einen guten Schulstart nicht sicher – das muss sich ändern. ***