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Kommunale Verwaltungsregionen sind eine Totgeburt
Pressemitteilung Nr. 060/2006 Kiel, den 25.04.2006 Pressesprecher Lars Erik Bethge, Tel. 0431-988 1383Verwaltungsregionen sind eine TotgeburtZu den heute von Innenminister Stegner vorgestellten Plänen für dieEinrichtung kreisübergreifender kommunaler Verwaltungsregionen erklärtder stellvertretende Vorsitzende des SSW im Landtag, Lars Harms:„Diese Schnapsidee verursacht mehr Kosten und Bürokratie, verkompliziertden Staat und macht ihn für die Bürger weniger durchschaubar.Alle Erfahrungen zeigen, dass neue Verwaltungsebenen zusätzliches Geldund Personal kosten, den Koordinierungsbedarf zwischen den Verwaltungenerhöhen und verantwortungsscheue Strukturen zementieren. DieAufgabenverteilung wird für die Bürger noch undurchschaubarer und diedemokratische Kontrolle wird geschwächt, weil das Verwaltungshandelnähnlich wie auf Amtsebene nur durch Ausschüsse kontrolliert werden soll,die nicht von der Bevölkerung gewählt werden. 2Die Verwaltungsregionen sind eine Totgeburt und machen nur dann Sinn,wenn das Ziel der Landesregierung eine Kreisgebietsreform ist, bei derlängerfristig die Zahl der Kreise in Schleswig-Holstein auf vier reduziert wird.Damit verschenkt die Große Koalition die Chance, die heutigen Kreise zustarken regionalen Zentren weiter zu entwickeln. Sie haben sich mit ihrenheutigen Aufgaben bewährt und wären durchaus in der Lage, eine Reihe vonweiteren öffentlichen Aufgaben zu übernehmen.Dieser Verwaltungsstrukturreform liegt keine Vision von einer gestärkten, vitalisierten kommunalen Ebene zugrunde. Die Regierung begrenzt sich bewusst auf die technokratische Verwaltungsperspektive, statt den politischen Akteuren vor Ort neue Möglichkeiten der Gestaltung zu eröffnen und die Bürgernähe zu stärken.“